Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 23. August 2019 

Femgericht


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Das Femgericht Femegericht sowie " Freigericht " oder " Freistuhl " (selten: Vehmgericht Fehmgericht Vehmic Gerichte Vehm die heilige Vehme) - Feme mhd. Strafe - war ein (in späteren Jahrhundertern Straftribunal im deutschsprachigen Raum des heiligen römischen Femgerichte fanden ihren Höhepunkt im 12. Jahrhundert . Zunächst übten die Femegerichte die ordentliche Gerichtsbarkeit aus. Als Strafgerichte unterstanden sie direkt dem König .

Im "späteren" Mittelalter hatten die königlichen beziehungsweise landesherrlichen Gerichtsbarkeiten ihren Aufgaben gegen das aufkommende Raubrittertum gegen die Fehden und die gesamte Rohheit der Zeit erfüllen. Darum kamen den Machthabern diese Grafengerichte gelegen dies auch als sie nach Zeit neben der Inquisition die Zuständigkeit als Gericht über Leben Tod beanspruchten.

Ein Femegericht setzte sich aus acht zusammen. Das waren sieben Schöffen welche auch Freischöffen genannt wurden und ein Freigraf im Vorsitz. Sie tagten an geheimen auch an öffentlichen Orten. War eine Verhandlung fand diese stets im Freien unter den Gerichtslinden ("Fehmlinde" auf der "roten Erde".) statt. Gerichtsverhandlung als Volksanlass das war Brauch im in einer Zeit in der niemand Anstoß nahm dass die Erhängten vor den Toren Stadt an den Stricken verfaulten wo sie Mahnung für die Reisenden galten.

Im Mittelalter gab es keinen Unterschied Zivil- und Strafrecht . Man wurde sehr schnell einer todes- femewürdigen Tat überführt. Das Urteil war letztlich eine Sache des Geldbeutels das heißt dass armer Bauer viel schneller zum Tode verurteilt als ein Bürger .

Kam die Feme in die Stadt dies nichts Gutes für den der etwas hatte. Das Urteil der Femerichter war zum bekannt nämlich Tod durch Strang was eine ehrlose Todesart war. (Gesindel hängte man zu Zeit Adlige wurden in der Regel geköpft). Schwur des Anklägers galt bereits als Beweis. der Angeklagte nicht zugegen war verurteilte man in Abwesenheit und erklärte ihn zum Vogelfreien .

Mit dem Ausgang des Mittelalters Ende 14. Jahrhunderts nach einer Zeit in der die des Femegerichts selbst die Herzöge in Furcht und Schrecken versetzt hatten die Feme aber. Im nun geheimen Gericht Posten gekauft werden und jeder Angeklagte konnte Schuld mit Geld aufwiegen. Das Grafengericht verlor dann schließlich in der allgemeinen Jurispondenz der Neuzeit .

Durch das am Ende geheime Verfahren den Urteilen der Feme der Makel des an. Die Feme steht im modernen Sprachgebrauch im nahen Kontext zur Selbst- oder Lynchjustiz da die modernen Strafverfahren bis auf wenige Privatklagedelikte im staatlichen verwurzelt sind. In der Weimarer Republik kam es in der Reichswehr zu Femeurteile gegen missliebige Angehörige derselben.

Siehe auch: Gericht



Bücher zum Thema Femgericht

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Femgericht.html">Femgericht </a>