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Fentanyl


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Fentanyl ist ein synthetisches Opioide das als starkes Schmerzmittel vor allem der Krebs -Therapie angewandt wird und wegen seiner bewußtseinsdämpfenden narkotisierenden Wirkung auch als chemischer Kampfstoff Verwendung Fentanyl fällt in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

1960 wurde Fentanyl von PAJ Janssen erstes Anilinoperidin entwickelt. Aufgrund der besseren Wirksamkeit des höheren Therapeutischen Index verdrängte es bald und Pethidin aus der klinischen Praxis. Seitdem aus Fentanyl durch Modifikationen der Molekularformel eine besser steuerbarer Derivate entwickelt.

Struktur

Fentanyl in seiner Ausgangsform ein weißes bis kristallines glänzendes bitter schmeckendes Pulver. Gebräuchlich es als Fentanyldihydrogencitrat. In Deutschland wird es in gelöster Form in Transdermalen Pflastern (unter dem Markennamen Durogesic ) und Ampullen von vier Firmen hergestellt.

Fentanyl ist ein Phenylpiperidin. Die chemische lautet 1-Phenethyl-4-N-propionylanilinopiperidin die Summenformel C 22 H 28 N 20 der Schmelzpunkt liegt bei etwa 84 Es ähnelt als Opioid in seiner chemischen den Morphinen wirkt aber rund 1000mal stärker. Fentanyl lipophil und deshalb gut fettlöslich. Es verteilt in fetthaltigem Gewebe sehr schnell.

Es wird durch den Leberstoffwechsel nur zu kleinen Teilen abgebaut größtenteils Fentanyl über die Nieren unverändert wieder ausgeschieden.

Wirkung

Fentanyl wirkt wegen seiner engen Verwandtschaft Morphinen ähnlich wie diese allerdings ist die im Vergleich zu anderen Opioiden deutlich höher Wirkdauer deutlich kürzer. Bei intravenöser Verabreichung wird Wirkmaximum bereits nach zwei bis drei Minuten Die zur Behandlung effektive Dosis (ED 50 ) liegt bei 0 01 mg/kg Körpergewicht tödliche Dosis ( LD ) bei 3 1 mg/kg Körpergewicht.

Abhängig von der Dosis und dem des Patienten beeinträchtigt es die Wahrnehmungsfähigkeit wirkt blutdrucksenkend beruhigend führt zu Bewußtseinstrübungen bis hin einem schlafähnlichen Zustand. Deshalb wird es im Bereich zur Anästhesie und zur Narkose eingesetzt. Haupteinsatzgebiet ist die Neuroleptanästhesie in mit Neurolpetika bei der der Patient während Operationen Bewußtsein bleibt. In hohen Dosen beeinträchtigt es Atemzentrum und es kann zu einer Atemdepression - der Atemstillstand kann zu Koma oder dem Tod führen. Deshalb ist ständige Überwachung der mit Fentanyl behandelten Patienten

Wegen seiner stark schmerzstillenden Wirkung wird auch als Analgetikum bei starken und chronischen Schmerzen eingesetzt vor und nach Operationen und in der von schwer Krebskranken .

Aufgrund der Lipophilie wird Fentanyl schwer zum Teil im Fettgewebe eingelagert und wieder das erschwert die Dosierung stark. Deshalb werden anstelle von Fentanyl häufig die verwandten Stoffe Remifentanyl und Sufentanyl verwendet.

Wechselwirkungen

Die beruhigende Wirkung von Fentanyl kann andere Beruhigungsmittel und Alkohol noch verstärkt werden gleichzeitige Einnahme von anderen Opioiden (etwa andere Schmerzmittel) kann zu einer geringeren Wirkung führen. Verbindung mit MAO-Hemmern können schwere Kreislauf- und auftreten.

Nebenwirkungen

Zu den Nebenwirkungen zählt die Beeinträchtigung Atmung bis hin zur Atemdepression das Verkrampfen Erstarren der Muskulatur insbesondere der Glattmuskulatur verlangsamte Herztätigkeit verengte Euphorie Übelkeit und Erbrechen.

Überdosierung

Wird Fentanyl überdosiert (insbesondere im Zusammenhang Betäubungsmittelmißbrauch) kann dieses mit Opiatantagonisten wie Naloxon den Opiatrezeptoren verdrängt werden. Die im Zusammenhang einer Überdosierung meist auftretende Atemdepression kann durch und Intubation behandelt werden.

Verwendung

Neben seinem Einsatz in der Medizin Fentanyl auch als chemischer Kampfstoff verwendet; ein Fentanyl- Derivat fand zur Befreiung der im Oktober von tschetschenischen Terroristen im Moskauer Musical Nord-Ost Geiseln Verwendung dabei kamen wegen örtlich zu Dosierungen mindestens 115 Menschen an Atemdepression ums

Zunehmend wird Fentanyl auch zum Strecken Heroin benutzt.



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