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Festung


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Als Festung bezeichnet man besonders starke permanente Befestigungsbauten überwiegend militärischen Zwecken dienen. Im engeren Sinne ist einer Festung eine Artilleriefestung gemeint die im 16. Jahrhundert in Europa üblich wurde und nicht nur vor geschützt war sondern den Verteidigern auch die bot die gesamte Umgebung der Festung zu Der Begriff "Festung" tritt zu Beginn des Jahrhunderts auf und löst die ältere Bezeichnung (= Burg !) ab.

Die Begriffe Festung Befestigung Veste und andere verweisen über das Adjektiv fest auf ihren mittelhochdeutschen Stamm veste und althochdeutschen Stamm festi . Ähnlich verhält es sich mit der lateinischen Form fortis für stark kräftig rüstig die sich in der Fortifikation und dem Fort wieder finden.

Von etwa 1500 bis in die des 17. Jahrhunderts besteht eine Mischform aus Schloss und Festung ("befestigtes Schloss Palazzo in bastioniertes Schloss" u.ä.) während dann zunehmend eine dieser Bauformen praktiziert wird. Bei den meisten Festungen handelte es sich um befestigte Städte.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der neuzeitlichen Festung

Burgen im Geschützzeitalter

Bis in das Spätmittelalter hinein hing das Defensivpotenzial einer Burg bzw. einer befestigten Stadt zu einem unerheblichen Teil von der Höhe ihrer Mauern Dieses Prinzip wurde bereits im frühen 15. Jahrhundert in Frage gestellt weil zu dieser Kanonen entwickelt wurden mit denen man die Relation zu ihrer Stärke recht hohen Burg- Stadtmauern mit Leichtigkeit zusammenschießen konnte. Bereits in ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurden primitive Kanonen in Europa hergestellt zunächst jedoch wenig Schaden anrichteten und äußerst waren. Die weiter entwickelten Kanonen des 15. waren zwar schwer und ebenfalls anfällig für doch erreichten sie eine Feuerkraft die in kurzer Zeit jede Burg oder Stadt zur bewegen konnte. Die europäischen Baumeister reagierten darauf nur mit einer Modifikation des Burgenbaus. Man hölzerne Aufbauten von den Mauern und Türmen sie ein leichtes Ziel darstellten. Die Mauern um mehrere Meter dicker und zudem niedriger ihren Einsturz zu erschweren. Auch die Türme etwas niedriger und vor allem massiver. Aus mittelalterlichen Burgturm wurde ein kegelförmiger Geschützturm das Rondell . Rondelle verfügten über Räume mit großen durch die Kanonen feuern konnten. Auch auf Spitze des Rondells wurden Kanonen postiert. Diese in der Errichtung von Befestigungen waren trotzdem ausreichend da sie lediglich eine Erweiterung des Burgenbaus darstellten. Die verstärkten Burganlagen die während Spätmittelalters errichtet wurden erhöhten in erster Linie passive Verteidigung und zögerten den Fall einer oder Burg nur hinaus. Der Bereich direkt den Rondellen war ein toter Winkel der von den Verteidigern beschossen werden konnte. Zudem in einem Rondell nur wenige Kanonen platziert da ihr Pulverdampf aus den Räumen des nur langsam abzog und Sicht und Atmung Es wurde eine Befestigung notwendig von der man die gesamte Umgebung mit Feuer aus Geschützen bestreichen konnte um somit eine aktive zu ermöglichen. Bereits im 15. Jahrhundert wurden Befestigungsanlagen erdacht mit denen man gegnerische Truppen Distanz hielt und eine aktive Verteidigung ermöglichte. wurde um manche Städte ein System aus 2 Meter tiefen Gruben angelegt die mit Erdaufschüttung umgeben waren. Diese war mit Schießscharten Die Gruben lagen so weit auseinander das sich gegenseitig flankieren konnten weshalb sich anstürmende einem Kreuzfeuer ausgesetzt sahen. Diese provisorische Befestigungsweise bis in die 1530er Jahre üblich.

Die Entwicklung in Italien

Die Lösung dieses wehrbaulichen Problems wurde Nord italien gefunden das seit 1494 zum Schauplatz eines französischen Kriegszuges wurde. Franzosen setzten dabei neuartige Kanonen ein die damalige Verhältnisse äußerst mobil waren und eine hohe Feuerrate erreichen konnten. Vor diesem Hintergrund in Italien an der Wende zum 16. Jahrhundert verstärkt an der Konzeption massiverer Befestigungsanlagen Zudem gingen einige italienische Städte dazu über mittelalterlichen Mauern durch provisorisch angelegte Befestigungen zu Ein relativ effektives Beispiel dafür war der genannte Pisanische Doppelwall - auch Retirata genannt - der aus einem direkt den alten Stadtmauern angelegten Graben und einem Holzpfählen und Flechtwerk verstärkten bogenförmigen Wall bestand. den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts setzte gegen die spätmittelalterlichen Rondelle und die hufeisenförmigen Basteien die fünfeckige Winkel bastion durch die den so genannten "Toten nahezu völlig ausschaltete. Erste Entwürfe und Umsetzungen Bollwerke gehen wahrscheinlich auf die italienischen Gebrüder Sangallo zurück die zahlreiche italienische Städte mit Befestigungsanlagen versahen. Charakteristisch waren dabei die stark Flanken der Bastionen und die Anlage von Retiratas als zweite Front nach der Erstürmung Bastion. Die Befestigungsanlagen wurden aus Mauerwerk oder aus mit Erde aufgefüllten Ziegelmauern errichtet. Um völlige Ausschaltung des Toten Winkels zu gewährleisten die Befestigungsanlagen im Idealfall als regelmäßige Vielecke Besonders beliebt waren Quadrate Fünf- und Sechsecke. Festung besaß Unterkünfte für Mannschaften sowie Lagerräume Waffen und Munition so genannte Kasematten . In den zurückgezogenen Flanken wurden Geschütze was einen entscheidenden Vorteil der Winkelbastion darstellte. einem Sturmangriff auf die Festungsmauer konnte aus gut gedeckten Flanke der Grabenabschnitt zwischen den unter Feuer genommen werden. In Italien wurde neuartige Artilleriebefestigung als alla moderna (nach moderner Art) bezeichnet während sie anderen Teilen Europas als italienische Befestigungsweise bekannt

Die wahrscheinlich im von Kriegswirren geplagten entstandene Befestigungsweise mit niedrigen massiven Mauern und Winkelbastionen sollte in Grundzügen bis in das 19. Jahrhundert hinein vorherrschend bleiben. In weiten Teilen setzte sich die bastionierte Befestigungsweise nur langsam Bis weit in das 17. Jahrhundert hinein viele Orte nur durch Rondelle geschützt. Auch den Entwürfen eines Bollwerks die sich in Befestigungslehre von Dürer aus dem Jahre 1527 handelt es sich lediglich um erweiterte Rondelle Kegel- oder Hufeisenform.

Niederländische Festungen

Auch in den im 16. Jahrhundert habsburgischen Niederlanden wurde vor dem Hintergrund kriegerischer Auseinandersetzungen Errichtung neuartiger Befestigungen notwendig. Die Niederländer erhoben 1568 gegen die spanische Herrschaft wodurch ein Krieg ausgelöst wurde. Auch die Niederländer erkannten dass ihre mittelalterlichen Stadtmauern der damaligen Artillerie mehr gewachsen waren. Ähnlich wie in Italien man zunächst dazu über hinter den alten Gräben und Wälle zu errichten. Bald darauf man nach italienischem Vorbild geformte Bastionen aus vor den Mauern an. Schließlich wurden die Befestigungsanlagen aus Erde errichtet mit Grassoden bedeckt von einem tiefen Wassergraben umgeben. Im Gegensatz den Italienern achteten die Niederländer darauf dass Abstand der Bastionen voneinander die Reichweite der Geschütze berücksichtigt wurde. Um gegnerischen Truppen den von Sturmleitern unmöglich zu machen rammte man Holzpfähle in die Wälle und Bastionen die genannten Sturmpfosten . Zusätzlich umgab man die Wallanlagen mit Außen werken womit die Entstehung der niederländischen Befestigungsweise Ende des 16. Jahrhunderts abgeschlossen war. Zu Außenwerken zählten die so genannten Hornwerke und mit Ravelins vergleichbaren Demi-Lunes welche direkt vor den errichtet wurden. Strategisch wichtige Orte wie etwa sicherten die Niederländer durch Schanzen . Unter Moritz von Oranien wurden Städte wie Coevorden zu Festungen ausgebaut die nach einem geometrischen Prinzip konzipiert waren.

Recht bald wurden derartige Befestigungsanlagen aus auch außerhalb der Niederlande errichtet zum Beispiel Städten wie Hamburg und Danzig . Niederländische Ingenieure verbreiteten ähnlich wie ihre italienischen Kollegen neuen Erkenntnisse im Festungsbau in weiten Teilen Die neuartigen Wallanlagen boten einen annähernd so Schutz wie Festungen aus Mauerwerk zudem war Errichtung deutlich weniger kostenintensiv und zeitaufwändig. Der Nachteil der ohne Mauerwerk errichteten Wallanlagen bestand ihrer äußerst aufwändigen Instandhaltung. Die zum Großteil Erde bestehenden niederländischen Festungen waren schlecht für permanente Nutzung geeignet so dass man sie als weit entwickelte Feldbefestigungen bezeichnen kann. Trotzdem prägten die niederländischen durch ihre zahlreichen vorgeschobenen Hornwerke und den Abstand zwischen den Bastionen die weitere Entwicklung Festungsbaus. Ein anschauliches Beispiel für diese Art Befestigung ist die wieder aufgebaute Festung von Bourtange in der niederländischen Provinz Groningen .

Verbreitung der bastionierten Befestigungsweise

In großen Teilen Europas verbreitete sich neuartige Befestigungsweise äußerst langsam. Meist waren es Auseinandersetzungen die zur provisorischen Errichtung von bastionierten führten. In Frankreich brachen in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts die Hugenottenkriege aus in deren Folge zahlreiche Befestigungsanlagen wurden. Die protestantischen Hugenotten sicherten ihre Städte wie zunächst die Niederländer durch aus Erde Bastionen und Ravelins die vor den mittelalterlichen errichtet wurden. Diese Befestigungsweise wurde auch als la Huguenote" bezeichnet. Die wichtigste Stadt der La Rochelle wurde seit 1569 komplett durch neuartige Wälle und Bastionen La Rochelle konnte von den königlichen französischen erst 1628 nach fünfzehnmonatiger Belagerung eingenommen werden. Insbesondere Kampf gegen die Hugenotten erkannten die französischen den Wert von bastionierten Befestigungen und veranlassten Errichtung derartiger Anlagen. Dabei wurden oftmals wichtige wie die zurückgezogenen Bastionsflanken falsch interpretiert. Auch Bau von vorgeschobenen Werken wurde in Frankreich vernachlässigt.

Die spätmittelalterliche Befestigungsweise mit Rondellen blieb in England lange Zeit vorherrschend bis es in zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erste Versuche Errichtung von bastionierten Festungen gab. Dabei beanspruchten Engländer die Hilfe von ausländischen Ingenieuren die allem aus Italien kamen. Die frühen englischen waren oftmals äußerst unregelmässig konstruiert was von Mangel an Erfahrung mit dem modernen Festungsbau Die wahrscheinlich ersten Winkelbastionen auf englischem Boden 1558 in Berwick-upon-Tweed erbaut und weisen einen Grundriss auf. Wie in vielen anderen Regionen wurden in England veraltete Mauern durch Bastionen Erde verstärkt. Eine spezifisch englische Befestigungsweise bildete beim Befestigen größerer Städte heraus. Städte wie London wurden durch einen Ring aus Schützengräben der durch Forts und Schanzen ergänzt wurde. Diese Befestigungsringe stark an die Feldbefestigungen die auf dem Festland um belagerte Städte errichtet wurden. Erst englische Bürgerkrieg von 1642 - 1648 beschleunigte die Verbreitung neuartiger Befestigungen in Die zahlreichen während dieses Bürgerkrieges errichteten Festungsanlagen zumeist aus Erde und wurden oftmals durch Holzverkleidung verstärkt. Zur Gewährleistung der Sturmfreiheit sicherte die Wälle und Bastionen durch Sturmpfosten. Städte Worcester und York wurden durch weit vorgeschobene Forts geschützt den Gegner auf Distanz halten sollten. Bei errichteten die Engländer keinen Befestigungsring um den Ort so dass sich das Eintreffen eines im Verlaufe des englischen Bürgerkrieges mehrmals für Belagerer als fatal erwies.

Im Gegensatz zu den britischen Inseln sich bastionierte Befestigungen im Mittelmeerraum äußerst schnell da dort die im erfahrenen Italiener ihre Interessen gegen die türkischen Osmanen sichern wollten. Die Venezianer befestigten bereits Beginn des 16. Jahrhunderts ihre Stützpunkte auf Kreta und Zypern . Die kretische Festungsstadt Kandia konnte erst 1669 nach zäher Belagerung von den Türken werden. Auch die Johanniter waren nach ihrer Vertreibung von Rhodos durch die Türken im Jahre 1523 auf eine effektive Befestigung bedacht. Die ihnen seit 1530 beherrschte Insel Malta wurde schnell mit bastionierten Wällen befestigt. vorgeschobene Fort St. Elmo sollte gegnerische Truppen binden. Als 1565 ein großes türkisches Heer in Malta Land ging griff es zunächst das Fort Bei der Erstürmung des Forts starb ungefähr fünfte Soldat des türkischen Invasionsheeres und nach Eintreffen eines Entsatzheeres mussten die Türken die abbrechen. In der Folgezeit wurde Malta zu der stärksten Festungsinseln ausgebaut.

Auf deutschem Boden vollzog sich der zu einer modernen Befestigungsweise je nach Finanzkraft zahlreichen Teilstaaten und deren Verwicklung in Kriege unterschiedlicher Geschwindigkeit. In Wien hatte bereits 1529 die Belagerung durch die Türken die stärkerer Befestigungsanlagen demonstriert mit deren Errichtung kurz begonnen wurde. Als die Türken 1683 die Stadt ein zweites Mal belagerten es die massiven Mauern und Bastionen den sich bis zum Eintreffen eines Entsatzheeres zu Im 17. Jahrhundert wurden Städte wie Hamburg Rostock und Berlin mit Wallanlagen nach niederländischem versehen. Auch in Süddeutschland wurden Städte zu ausgebaut wie zum Beispiel Ingolstadt . Während des Dreißigjährigen Krieges konnte Ingolstadt nicht eingenommen werden. Viele Städte waren zu dieser Zeit durch veraltete geschützt und konnten meistens ohne größere Probleme feindlichen Truppen erobert werden.

Artilleriefestungen nach italienischem Vorbild wurden auch den Kolonien der europäischen Staaten errichtet. So 1557 von den Portugiesen eine bastionierte Festung ostafrikanischen Mombasa und 1603 im brasilianischen Natal erbaut. Auch die schützten auf diese Weise Städte wie Acapulco und Havana . Die weltbekannte Wall Street im heutigen New York wurde nach dem Wall benannt den Niederländer dort im Jahre 1652 zum Schutz des damaligen Neu-Amsterdam errichtet In typisch niederländischer Manier bestand der Wall aus Erde zudem wurde der Stadtkern durch bastionierte Zitadelle gesichert.

Ein Kennzeichen von Festungsanlagen aus dieser war deren rasches Altern denn die Weiterentwicklung Belagerungswaffen zwang die Festungsbauer zu einer ständigen ihrer Bauwerke. Die Konsequenz war eine ständige an den meisten Festungen denn eine sich überlassene Festungsanlage war innerhalb kürzester Zeit hoffnungslos Hier zeigte sich ein frühes Beispiel eines Rüstungswettlaufes . Viele Staaten konnten mit den enormen des Festungsbaus nicht mithalten die selbst bei aus Erde errichteten Befestigungsanlagen auftraten.

Der allmähliche Niedergang des Festungsbaus

Die Entwicklung von Geschützen mit immer Feuerkraft und Reichweite führte im 19. Jahrhundert Verstärkung der Festungsbauten. Um die eigentliche Festung ein großer Ring aus Forts angelegt die nun die Hauptlast der übernahmen. Die immer größere Beweglichkeit und Feuerkraft Armeen führte dazu das der Bau von in der Mitte des 20. Jahrhunderts nahezu wurde da diese zu leicht umgangen oder werden können. In den meisten Ländern Europas man zwischen dem erstem und zweitem Weltkrieg die eigenen Landesgrenzen durch parallele Festungsanlagen schützen. Beispiele für solche Kordon-Stellungen waren die Maginot-Linie oder der Westwall . Der Aufwand zum Bau und zur Ausstattung mit Soldaten stand allerdings in keinem zum militärischen Erfolg derartiger Festungsanlagen.

Zum Ende des zweiten Weltkrieges lebte das militärische Konzept der befestigten aus propagandistischen Gründen noch einmal auf. Die nationalsozialistischen Machthaber erklärten einige damals noch ostdeutsche Städte Breslau und Glogau zu Festungen die ohne Rücksicht auf gehalten werden sollten um die eigene Vernichtung einige Tage hinaus zögern zu können. Diese waren in keiner Weise auf einen Festungskampf und wurden in den darauf folgenden militärischen mit der Roten Armee in weiten Teilen zerstört.

Der letzte Kampf um eine Festung klassischen Sinne fand 1968 in Vietnam um die zu Beginn des 19. errichtete Zitadelle von Hué statt.

In den meisten europäischen Ländern wurde den Jahren nach dem zweitem Weltkrieg und dem kaltem Krieg der Bau und der Unterhalt von eingestellt. Nur noch Schweden und eingeschränkt die Schweiz unterhalten heute noch in Europa Festungsanlagen. sehr andererseits das Leben insbesondere der städtischen jahrhunderte lang durch Festungsanlagen geprägt wurde zeigt heutzutage noch an diversen Redensarten. So springt man für jemanden in die Bresche oder hat sturmfreie Bude. Diverse Straßennamen in deutschen Städten auf das ehemalige Vorhandensein von Befestigungsanlagen hin Beispiel wenn in ihnen "Glacis" "Esplanade" oder vorkommt. Bei den um viele Altstädte angelegten handelt es sich meist um geschleifte Befestigungen es zum Beispiel bei den Hamburger Wallanlagen der Fall ist.

Kritische Würdigung der Funktion von Festungen

Von den führenden militärischen Strategen wurde der Wert von Festungen unterschiedlich Beispielsweise schrieb der Kriegstheoretiker Carl von Clausewitz 1830 in seinem Buch "Vom Kriege" folgende einleitende Sätze über Festungen:

Früher und bis zur Zeit der großen Heere herunter waren Festungen d. i. Schlösser befestigte Städte nur zum Schutz ihrer Einwohner Der Edelmann wenn er sich von allen bedrängt sah rettete sich in sein Schloss Zeit zu gewinnen einen besseren Augenblick abzuwarten; Städte suchten durch ihre Befestigungen die vorüberziehende des Krieges von sich abzuhalten. [...]

Von der anderen Seite sind die Zeiten wo die bloße Befestigung der Mauern ohne Kriegsanstalten einen Ort vor der Überschwemmung des der über das ganze Land herzieht völlig erhalten konnte denn diese Möglichkeit gründete sich auf die kleinen Staaten in welche die früher geteilt waren teils auf die periodische des damaligen Angriffs der fast wie die seine bestimmte sehr begrenzte Dauer hatte weil die Lehnleute nach Hause eilten oder das für die Condottieri (ital. " Söldnerführer ") regelmäßig auszugehen pflegte. Seitdem große stehende Heere ihren gewaltigen Artilleriezügen den Widerstand der einzelnen maschinenartig niedermähen hat keine Stadt und keine kleine Korporation mehr Lust ihre Kräfte aufs zu setzen um einige Wochen oder Monate genommen und dann um so strenger behandelt werden.

Es hat dann leider noch über Jahrhundert gedauert bis diese Erkenntnisse ihren Weg der Theorie in die Praxis gefunden hat.

Ehemalige Festungen und der Denkmalschutz

Nach der Aufgabe einer Festung wurden Normalfall sämtliche Festungswerke geschleift das heißt beseitigt und einer Nutzung zugeführt. Auf diese Art und Weise die meisten Festungen in Deutschland und in europäischen Nachbarstaaten dem Erdboden gleich gemacht worden. geschah vor allem im Zusammenhang mit der Entfestigung der großen Städte und nur in seltenen Fällen konnte eine städtische Festung der erhalten bleiben.
Damit ist die Erhaltung von ehemaligen die Aufgabe des Denkmalschutzes damit sich die Menschen auch in Zeiten noch eine Vorstellung über dieser vergangene und den Folgen für ihr eigenes Leben können.

Siehe auch:
Belagerung
Liste von Festungen
Fachbegriffe

Literatur

  • "Siege Warfare: The Fortress in the Modern World 1494-1660" von Cristopher Duffy ISBN 0415146496
  • "Festungsbau - Kunst und - Technik " von Hartwig Neumann Verlag: Bechtermünz ISBN 3-8289-0395-9
  • "Burgen und Wehranlagen" von Martin Brice Bechtermünz ISBN 3-8289-0730-X

Weblinks



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