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Feuerstein


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Dieser Artikel beschäftigt sich nicht mit dem Herbert Feuerstein .

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Feuerstein auch Flint oder Silex genannt ist ein Kieselgestein des Jura und der oberen Kreide das aus einer kryptokristallinen Form von Siliciumdioxid besteht. Der Feuerstein hat meist eine oder bankige Form. Der Begriff Hornstein taucht in Verbindung mit Feuerstein auf. Unter Hornstein dem Feuerstein chemisch weitgehend gleicht versteht man und anorganisch entstandens Gestein aus Kieselsäure ( Achat Chalcedon Jaspis Opal Quarz ). Gebildet hat sich der Feuerstein vor durch Auflösungs- und Wiederausscheidungsprozesse von Kieselsäure aus Schalen und Skeletten von Kieselschwämmen und aus (Kieselalgen).

Verbreitung in Europa

Feuersteinvorkommen finden sich in zahlreichen jura- kreidezeitlichen Ablagerungen in ganz Europa. In Deutschland sind Lagerstätten bekannt die in der Steinzeit zur ausgebeutet wurden (Aachen-Lousberg Kleinkems Schernfeld Osterberg bei Baiersdorf Arnhofen-Abensberg Lengfeld ).

Physikalische Eigenschaften

Den Feuerstein zeichnet vor allem seine Struktur und die gleichförmige Reaktion auf großen oder einen Schlag nach allen Seiten hin Wenn ein großer Druck schlagartig oder ansteigend auf einen Punkt Feuersteins ausgeübt wird wird die kinetische Energie vom Gestein aufgenommen und breitet sich kegelförmig vom Schlagpunkt ausgehend im Gestein aus. ausreichend hoher Schlagenergie wird das Gestein durch sich ausbreitenden Schlagwellen gepalten. Die hierbei entstehende hat meist eine muschelige Form; man spricht ?muscheligem Bruch?. Im Bereich einer Bruchstelle weist Feuerstein u.a. Schlagwellen die Wallnerlinien als charakteristische auf. Diese Merkmale entstehen vor allem bei abgespaltenen Teilen des Steins die als Abschläge bezeichnet werden.

Nutzung als Rohstoff

Heute spielt der Feuerstein als Rohstoff große Rolle. Lediglich im Straßenbau wird er zermahlener Form dem Asphalt zugemischt um die reflektierenden Eigenschaften von zu verbessern. Aufgrund der großen Härte und in einem hohen Maße berechnbaren war der Feuerstein in der Steinzeit ein wichtiges Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen und Waffen bzw. Teilen davon.

Urgeschichtliche Bearbeitungstechniken

Steinzeitliche Axt aus Flint; Länge 31cm

Während der Steinzeit wurden zahlreiche Techniken entwickelt und ständig um aus Feuerstein und anderen Gesteinen Geräte oder Waffen herzustellen. Dieses Handwerk erreichte im späten Neolithikum vielerorts (z.B. in Dänemark ) einen besonders hohen Grad an Perfektion.

Schlagtechniken

Im Folgenden sollen einige der wesentlichen Techniken zur Bearbeitung von Feuerstein kurz erläutert Vorgestellt werden hier nur die grundlegenden Techniken. Methoden oder geographisch und chronologisch begrenzte Techniken werden an dieser Stelle erklärt.

Direkt harte Technik

Mit einem geeigneten Schlagstein (z.B. Quarzitgeröll) der Feuerstein direkt bearbeitet. Bei der dieser entstehen meist relativ große Abschläge.

Picktechnik

Die Picktechnik ist eine Variante der harten Technik. Der Schlagstein ist hier aus hartem Gestein (z.B. auch ein Feuerstein) und mit einer hohen Schlagfrequenz auf die Oberfläche Werkstücks geschlagen. Hier wird der Stein durch flächige entfernen einer großen Menge kleinster Partikel Diese Schlagspuren sind deutlich zu erkennen.

Direkt weiche Technik

Auch hier wird das Werkstück mit Schlägen bearbeitet. Allerdings wird als Schlaggerät ein Material (z.B. Geweihschlägel) verwendet. Mit dieser Technik Abschläge sind meist dünn und leicht gewölbt.

Drucktechnik

Bei der Drucktechnik wird der Druck schlagartig auf den Feuerstein ausgeübt sondern langsam bis ein Abschlag abgetrennt wird. Hierzu können Druckstäbe aus Holz mit Geweihspitze verwendet werden. Mit einer Drucktechnik bei das Gewicht des Oberkörpers genutzt wird können schmale Klingen erzeugt werden. Andere Drucktechniken eignen um eine gleichmäßige Oberfläche (z.B. bei Dolchen ) zu gestalten.

Punchtechnik

Bei der Punchtechnik kommt ein Zwischenstück Geweih zum Einsatz auf das mit einem aus Geweih bestehenden Schlägel geschlagen wird. Diese ermöglicht eine hohe Energieeinwirkung auf einen bestimmten Auf diese Weise können sehr präzise Abschläge werden.

Andere Bearbeitungstechniken

Neben den Schlagtechniken wurden noch weitere eingesetzt um den Feuersteingeräten die gewünschte Form geben oder die Oberfläche zu optimieren und Schäftungsvorrichtungen zu erstellen.

Schleiftechnik

Bei dieser Technik wird der Feuerstein einem harten körnigen Gestein glattgeschliffen. Mit dieser häufig im Neolithikum angewandten Methode wurden z.B. Feuersteinbeile hergestellt durch die scharfe geschliffene Klinge sehr effizient robuster als ungeschliffene Geräte waren.

Bohrtechnik

Die sog. ?echte? Bohrtechnik wurde eingesetzt Feuersteine oder anderes Gestein zu durchlochen. Man zwischen Vollbohrung und Hohlbohrung. Die Bohrer waren aus Hartholz.

Feuer schlagen

Entgegen mancher Vermutung kann man durch von Feuersteinen keine Funken zum Feueranzünden erzeugen. braucht man Pyrit das man gegeneinander schlägt. Noch besser es mit Pyrit und Feuerstein daher der aber die Funken stammen aus dem Pyrit griechisch πυροσ pyros = Feuer).

Literatur

  • Rind M.M. (Hrsg): Feuerstein: Rohstoff der Steinzeit ; Bergbau und Museumsheft/Archäologisches Museum der Stadt Kelheim; 3 Leidorf 1987. ISBN 3-924734-60-7



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