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Fluorid


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Fluoride sind die Salze der Fluorwasserstoffsäure (HF) die auch als Flusssäure bekannt ist. Sie enthalten in ihrem als negative Gitterbausteine ( Anionen ) Fluorid-Ionen (F - ) aber keinen Sauerstoff.

Inhaltsverzeichnis

Wichtige Fluoride

Einige wichtige Fluoride sind:

Nachweis

Für den Nachweis durch die Ätzprobe 10 bis 20 Tropfen konzentrierte Schwefelsäure in ein sauberes trockenes Reagenzglas gegeben. Um sich davon zu überzeugen das Glas zu diesem Zeitpunkt noch nicht ist schüttelt man kurz. Dabei beobachtet man die Schwefelsäure sich an den glatten Reagenzglaswänden wie viskoses Öl verhält. Anschließend gibt man eine Substanz zu. Man erhitzt nun für etwa Minuten vorsichtig über der entleuchteten Bunsenbrennerflamme . Man stellt beim erneuten Umschwenken fest sich ein deutlicher Abperl-Effekt an den nun Reagenzglaswänden zeigt. Das Reagenzglas ist hinterher nicht brauchbar.

CaF 2 + H 2 SO 4 -> CaSO 4 + 2 HF

SiO 2 + 4 HF -> SiF 4 + 2 H 2 O

Kariesvorbeugung durch Fluoride

Eine Maßnahme für gesunde Zähne bilden neben der Zahnpflege und einer Ernährung Fluoridanwendungen denn die natürliche Fluoridkonzentration der reicht nicht aus eine Karies mit Sicherheit verhindern. Fluorid wird mit der Zeit aus Zahnschmelz ausgewaschen andererseits durch den Speichel in gewissen Mengen wieder zugeführt; durch kann man dieses Gleichgewicht in Richtung einer Fluoridkonzentration des Zahnschmelzes verschieben.

Zahlschmelz besteht chemisch gesehen aus positiv Calcium-Teilchen und negativ geladenen Phosphat-Teilchen die zusammen Hydroxyapatit bilden. Im natürlichen Zahnschmelz enthalt das “Verunreinigungen” (Magnesium Carbonate) aus dem Stoffwechsel der Zellen. Diese schwächen das Kristallgitter und werden Säureangriffen bevorzugt gelöst.

Fluoride erhöhen die Widerstandskraft der Zähne die Angriffe durch die Stoffwechselprodukte der Bakterien Zahnbelag oder Säuren aus der Nahrung (Fruchtsafte Fluorid verstärkt das Kristallgitter durch seine hohe (kleines Ion mit starker Ladung) und verhindert seine Auflösung (Schutz vor Demineralisation). Freies Calcium Speichel oder in der Flüssigkeitsphase des Zahnbelags in Anwesenheit von Fluoriden wieder in Defekte Kristallgitters eingebaut (Remineralisation). Bei geringer Häufigkeit oder der Säureangriffe wird bevorzugt magnesium- und carbonathaltiges gelöst und bei der Remineralisation in Anwesenheit Fluorid als fluoridiertes Apatit wieder in den Schmelz eingebaut. Dadurch im Verlauf des Lebens die äussere Schmelzschicht (Schmelzreifung) vorausgestzt die Karies ist nicht zu aggressiv. Fluoride wirken in kleinen Mengen. Dann muss allerdings eine Anwendung stattfinden. Regelmässiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta dazu im Allgemeinen ausreichend. Bei Patienten mit Kariesrisiko kann zusatzlich eine Fluoridapplikation durch den notwendig werden. Die Verabreichung von Fluoridtabletten im ist weniger wirksam als regelmässiges Zähneputzen mit Zahnpasta.

Aufnahme von Flourid

Prinzipiell gibt es mehrere Möglichkeiten Fluoride

  1. Lokale Anwendung: das fluoridhaltige Mittel wird in der Mundhöhle angewandt und bleibt eine Zeitlang im Speichel nachweisbar (Zahnpasten Mundspülungen Gele und Lacke).
  2. Systemische Anwendung: Fluorid wird mit der Nahrung aufgenommen oder als Tablette verabreicht. Das Fluorid wird im Verdauungstrakt vom Blut aufgenommen. Dort kann es in neugebildetes und Knochengewebe eingebaut werden und über den Blutkreislauf im Speichel ausgeschieden werden. Beispiele: fluoridhaltiges Trinkwasser Mineralwasser Tabletten Speisesalz fluoridhaltige Nahrungsmittel ( Fisch Schalentiere Tee ). Die Verweildauer im Mund ist sehr und die Konzentration an Fluorid meist sehr (ausser bei Fluoridtabletten).
  3. Gemischte Anwendung: Lutschen von Fluoridtabletten Verschlucken fluoridhaltiger Zahnpasta wirkt zum ersten lokal im Mund danach systemisch.

Nach neuesten Forschungen (siehe Weblink) wirken Verbindungen allerdings nur oberflächlich und durch das aufgenommenes Fluorid oder fluoridhaltige Verbindungen können nicht den Zahnschmelz einwirken. Deshalb muss man sich regelmäßig einer Fluorid-Behandlung beim Zahnarzt unterziehen oder Zähnputzen eine fluoridhaltige Zahnpasta verwenden um einen Effekt zu erzielen.

Bei gleichzeitiger Fluoridaufnahme aus mehreren Quellen Zahnpasta mit Fluoridtabletten oder stark fluoridhaltigem Mineralwasser) Zahnschmelzfluorose entstehen bei hoherer Dosierung auch Knochenfluorose. sieht man hauptsächlich in tropischen Ländern wo Wasser aus vulkanischen Quellen getrunken wird ( Kenia ).

Siehe auch: Chlorid Bromid Iodid Fluorit Fluorat

Weblinks



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