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Folkelig


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folkelig ist ein Adjektiv in der dänischen Sprache das wörtlich zwar völkisch heißt aber unmöglich so übersetzt werden kann da es dänischen Sprachkontext nicht die negative Konnotation von völkisch im Deutschen aufweist und keinen biologistischen Nationalismus meint.

Von folkelig abgeleitet ist das Substantiv folkelighed . Der bedeutende Däne N.F.S. Grundtvig nannte in der Märzrevolution von 1848 ein Gedicht so. Kann schon folkelig „unmöglich“ ins Deutsche übersetzt werden so das bei folkelighed schon beim deutschen Sprachschatz: Völkischkeit ergibt keinerlei Sinn. Es ist mehr Patriotismus und tiefer als Nationalismus. Folkelighed meint eine liberale aufgeklärte und emanzipatorische Haltung gegenüber der eigenen Nation bzw. Volk wobei auch hier die Definitionen sehr sein können.

Grundvig dichtete also 1848 in »Folkeligheden«:

Til et folk de alle høre
som sig regne selv dertil
har for modermålet øre
har for fædrelandet ild

Lyrisch übertragen:

Zu einem Volk all die gehören
die sich selber dazu zählen
auf ihre Muttersprache hören
für sich das Vaterland erwählen

Diese Zeilen sollten für das Selbstverständnis Dänen sinnprägend werden. Besonders die ersten beiden werden sehr häufig zitiert um zu sagen: folkelig bezieht sich auf diejenigen die einem angehören wollen . Dabei muss der Begriff Volk genau so verstanden werden was nicht einfach ist es keine gültige Volkstheorie gibt – im Gegensatz zu Staatstheorie oder Wirtschaftstheorie.




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