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Frühmittelalter


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Das Frühmittelalter ist ein nicht exakt umrissener Zeitraum einigen hundert Jahren als die Antike aufhört ins Mittelalter übergeht. Im allgemeinen wird hierunter der zwischen dem 5. und dem 11. Jahrhundert verstanden.

In diesen Zeitraum fallen etwa die Roms durch die Goten ( 410 ) und die Absetzung des letzten weströmischen Romulus Augustulus ( 476 ). In dieser Zeit der Völkerwanderung stießen germanische und slawische Stämme nach Westen vor und wurden der Kultur der Antike und dem Christentum konfrontiert. Dort wo die Kultur des Römischen Reiches lange Zeit bestanden hatte wurde sie den Germanen zumindest teilweise aufgenommen so dass obwohl römische Staat zerfiel die antike Kultur weiterbestand und ihr auch wirtschaftliche und soziale Strukturen.

Da mit dem römischen Staat auch übergeordnete Herrschaftsgewalt und die vereinheitlichten Verwaltungsstrukten verloren gingen sich neue Herrschaftsstrukten heraus die auf der Tradition der Personenverbände basierten. Eine Adelsschicht bildete sich heraus die auf der gründete d.h. auf Recht über Haus und und allen darauf lebenden Personen. Diese Macht wurde auf die Verwandtschaft ausgedehnt später über die eigentlichen Familien hinaus bis hin hierarchischen Strukturen an dessen Spitze der König stand.

Die frühmittelalterliche Gesellschaft war agrar- und geprägt. Im Vergleich zur Antike verloren Handel und Geldwirtschaft an Bedeutung.

Nachdem der Staat zerfiel blieb die Kirche die einzig übergeordnete Institution. Allerdings wurde hier die Macht fragmentiert; viel Macht lag den Bischöfen die oft von den lokalen eingesetzt wurden und das Papsttum hatte sich noch nicht herausgebildet.

Die wesentlichen Träger der Kultur und des Wissens waren die Klöster der Benediktiner und die Kirche. Das Lesen und beherrschten meist nur Angehörige des Klerus . Kultur hieß überwiegend Bereitstellung und Systematisierung vorhandenen Wissens und das Kopieren von Werken Autoren. Beim Wissen wurden auch praktische Aspekte der Antike tradiert z.B. Obstbau und Weinbau .

Die geschichtlichen Personen und Ereignisse des bis 10. Jh. sind größtenteils aus den handschriftlichen und datierten Dokumenten der Mönche aller Europas bekannt die in mühsamer Fleißarbeit die Zusammenhänge aufschrieben. Ihnen sind im Grunde genommen Erkenntnisse über die Geschichte zu verdanken ebenso die uns bekannten Ereignisse jener Zeit dokumentiert Auch die zeitliche Einordnung bedeutender Gelehrter des Mittelalters wie beispielsweise Beda Venerabilis Einhard usw. deren Werke nur in Abschriften Zeiten vorliegen ist wissenschaftlich nicht umstritten.

Im Byzantinischen Reich also dem griechischsprachigen Überbleibsel des römischen Reichs war die Kultur der Antike hingegen untergegangen. Sie bestand dort bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453 fort.

Nach dem Frühmittelalter folgt das Hochmittelalter .



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