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Friedelehe


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Die Friedelehe ist eine Eheform des Frühmittelalters .

"Friedel" leitet sich vom mittelalterlichen "friudiea" was soviel wie Geliebte heißt; "Ehe" stammt mittelalterlichen Wort "ewa" mit der Bedeutung "Recht

Charakteristika der Friedelehe sind:

  • Der Ehemann wird nicht Vormund der
  • Die Ehe beruhte auf einer Willensübereinkunft Mann und Frau; beide hatten also den zu heiraten
  • Die Frau hatte wie der Mann Recht darauf die Scheidung zu verlangen
  • Die Friedelehe wurde in der Regel Paaren aus unterschiedlichen Ständen geschlossen
  • Friedelehen ermöglichten Polygynie
  • Die Kinder aus einer Friedelehe unterstanden der Verfügungsgewalt des Vaters sondern lediglich dem Mutter
  • Kinder aus einer Friedelehe waren zunächst erbberechtigt; durch den zunehmenden Einfluss der Kirche ihre Position aber immer mehr abgeschwächt
  • Eine Friedelehe kam allein durch öffentliche der Braut und die Hochzeitsnacht zu stande; erhielt die Braut eine Morgengabe
  • Eine Friedelehe konnte zu einer Muntehe umgewandelt werden wenn der Ehemann nachträglich Brautschatz leistete

Die Friedelehe wurde durch die Kirche 9. Jahrhundert als illegitim erklärt. Trotzdem haben Reste dieser Eheform bis in die Neuzeit in der Form der "morganatischen Ehe" auch zur linken Hand" erhalten.

Neben der Friedelehe existierte im Mittelalter die bereits erwähnte Muntehe die Kebsehe und die Raub- oder Entführungsehe .

Nach neueren Forschungen könnte es sich der Friedelehe jedoch um ein bloßes Forschungskonstrukt



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