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Fritz-Dietlof von der Schulenburg


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Fritz-Dietlof von der Schulenburg (* 5. September 1902 in London 10. August 1944 in Berlin-Plötzensee ) war Verwaltungsbeamter und Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 .

Fritz- Dietlof Graf von der Schulenburg das Kind von Friedrich Bernhard Graf von Schulenburg der zum Zeitpunkt der Geburt Militärattaché in London war und Mutter Freda-Marie (geb. Arnim 1873). Von Schulenburg und seine vier sowie eine Schwester wuchsen bedingt durch den des Vaters in verschiedenen Orten auf u. Berlin Potsdam Münster sowie auf dem familieneigenen Schloss Tressow. den Gepflogenheiten des preußischen Adels wurden die Kinder zunächst privat von Erzieherin streng erzogen.

1920 machte er das Abitur in Lübeck und entschied sich danach nicht die im Sinne der Familientradition einzuschlagen sondern studierte Göttingen und Marburg Rechtswissenschaften . In der Zeit wurde er Mitglied Corps Saxonia Göttingen wo er sich im Lauf der auch einige Schmisse einhandelte die er mit einem gewissen trug. 1923 hatte er das Staatsexamen in Celle abgelegt und wurde für die nächsten Jahre Regierungsreferendar in Potsdam und Kyritz. 1924 unterbrach er für drei Monate sein und reiste als Matrose auf einem Kohlendampfer Südamerika. 1928 schloss er seine Ausbildung ab und Assessor in Recklinghausen .

Fritz-Dietlof von Schulenburg verstand sich als einer nationalen Elite die sich in erster durch die zwei staatstragenden Säulen Militär und definierte. Bürger außerhalb dieser Strukturen waren für bestenfalls "Zivilisten" oder einfach nur der Mob. verstand sich diese Elite als sehr patriarchales in dem Beamte und Militärs gleichzeitig auch Aufgabe hätten zum Wohle des Volkes zu Auf Grund dessen beschäftigte sich von Schulenburg Themen wie der Agraverschuldung und der Bodenreform. romantischen Vorstellungen vom Bauernstand und von sozialer brachten ihn bald den Titel "roter Graf" seinen Kollegen ein. Allerdings hatte von Schulenburg klar Stellung gegen jede linke Strömung bezogen.

1930 kam es zu ersten direkte Kontakte der NSDAP er wurde ab Februar 1932 Mitglied zu etwa selben Zeit als die restliche Familie eintrat. Im selben Jahr von Schulenburg nach Ostpreußen versetzt wo er auch aktiv am des NS Landvolk mithalf. von Schulenburg galt Anhänger des "norddeutschen" Nationalsozialismus der in erster durch die Brüder Gregor und Otto Strasser gekennzeichnet war.

März 1933 wurde von Schulenburg zum Regierungsrat in Königsberg ernannt und gewann sowohl als Beamter auch als Mitglied der NSDAP immer mehr Einfluss. Er galt als Prototyp eines neuen Führers in der NSDAP mit alter preußischer Ebenfalls im März heiratete er Charlotte Kotelmann. neuen Aufgaben waren zu dieser Zeit in Linie die Gleichschaltung der Beamten in seinem Einflussbereich und Nachbesetzung durch Mitglieder der NSDAP. Von Schulenburg deswegen immer öfter in Konflikt mit seinem Erich Koch. Schließlich ließ er sich 1934 nach Fischhausen als Landrat versetzen. Die mit Koch wurden im Lauf der Jahre stärker so dass er 1937 vom Reichsinnenministerium befördert und als Polizeivizepräsident Berlin versetzt wurde. Sein direkter Vorgesetzter wurde Heinrich Graf von Helldorf der selbst in Partei als sehr leutseelig und verschuldet auffiel. wehrte sich lange gegen die Zuweisung von Wider erwarten verstanden sich die beiden sehr NS-Beamten ausgezeichnet. Schon 1939 wurde von Schulenburg dann zum stellvertretenden von Ober- und Niederschlesien ernannt. Er wurde zu diesem Zeitpunkt vom Regime als politisch eingestuft und deshalb 1940 aus der NSDAP ausgeschlossen.

Daneben wurde von Schulenburg auch Mitglied Kreises höherer Beamter die sich in erster aus preußischen Adeligen rekrutierten. In diesem Kreis auch mit "interner" Kritik am Nationalsozialismus nicht Einer der wichtigsten Freunde wurde mit der Peter Graf Yorck von Wartenburg . Nach dem Attentat auf Adolf Hitler 20. Juli 1944 wird diese Gruppe auch als "Grafenkreis" "Grafengruppe" bezeichnet.

Trotz der Vorbehalte der Beamte gegenüber Plänen Hitlers und trotz des Schocks nach Affäre um die Entlassung Werner von Fritschs 1938 ) bei der die alte Führung der praktisch gesäubert wurde meldete sich von Schulenburg Begeisterung zum Fronteinsatz. Aber erst mit den an der Front wurde er im Lauf Jahre 1941 und 1942 zum Kritiker des Krieges.

Die sich für den geschulten Verwaltungsbeamten Krisen in der Versorgung militärischen Führung und der Umgang mit der Zivilbevölkerung in den Gebieten ließen von Schulenburg zweifeln. Seine Grundeinstellung Nationalsozialismus änderte sich in dieser Zeit radikal. ab 1942 nahm er regelmäßig an den des Kreisauer Kreises teil. Eine weitere wichtige Triebfeder des war die Forderung der Alliierten nach bedingungsloser und das daraus folgende Bestreben eine totale Niederlagen zu vermeiden und zu einem so Remis-Frieden zu kommen. In einem 1943 maßgeblich von Schulenburg mitverfassten Europaplan heißt dazu:

Das Besondere des europäischen Problems besteht darin auf verhältnismäßig engem Raum eine Vielheit von in einer Kombination von Einheit und Unabhängigkeit soll. Ihre Einheit muß so fest sein zwischen ihnen in Zukunft niemals wieder Krieg werden wird und daß die Interessen Europas außen hin gemeinsam gewahrt werden können. ... Lösung der europäischen Staaten kann nur auf Basis herbeigeführt werden indem sich die europäischen aus freiem Entschluß zu einer Gemeinschaft souveräner zusammenschließen.
Als Adeliger Beamter und Offizier hatte Schulenburg Kontakte in alle Richtungen die er Laufe der Zeit zur Rekrutierung von Mitverschwörern Aufgrund seiner vielfältigen Beziehungen - insbesondere zu bürgerlichen Widerstandskreisen um Carl Friedrich Goerdeler und der sozialdemokratischen Gruppe ( Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold ) um Julius Leber - gilt er als wichtiger Vermittler. 1943 geriet er dabei in den Verdacht das Regime zu arbeiten und wurde eine lang verhaftet. Allerdings durch seinen besonderen Status seiner Beziehungen wurde er wieder frei gelassen.

Von Schulenburg gehörte schlussendlich zum inneren der Verschwörer und war somit aktiv an Planung der Operation "Walküre" beteiligt. Nach dem des Attentats wurde von Schulenburg am selben Tag Am 10. August 1944 erfolgte dann die und Verurteilung durch den Volksgerichtshof . In diesem Schauprozess unter dem Vorsitz Roland Freislers erklärte er sein Handeln so:

Wir haben diese Tat auf uns genommen Deutschland vor einem namenlosen Elend zu bewahren. bin mir klar dass ich daraufhin gehängt bereue meine Tat aber nicht und hoffe sie ein anderer in einem glücklicheren Moment wird.

Fritz-Dietlof von Schulenburg wurde noch am Tag in Plötzensee durch den Strang hingerichtet.

Literatur

  • Ulrich Heinemann: Ein konservativer Rebell . Siedler Verlag Berlin 1990. ISBN 3886803732
  • Albert Krebs: Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg. Zwischen Staatsraison Hochverrat. Leibniz Verlag Hamburg 1964.
  • Hans-Joachim Ramm: ... stets einem Höheren verantwortlich. Christliche Grundüberzeugungen innermilitärischen Widerstand gegen Hitler . Hänssler-Verlag Neuhausen/Stuttgart 1996. ISBN 377512635X

Siehe auch: Liste der Beteiligten des Aufstandes vom 20. 1944 Widerstand gegen den Nationalsozialismus



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