Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 14. November 2019 

Fuchsbandwurm


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Fuchsbandwurm

Larven des Fuchsbandwurm ( Echinococcus multilocularis )
Systematik
Klasse : Bandwürmer (Cestoda)
Unterklasse : Echte Bandwürmer (Eucestoda)
Ordnung : Cyclophyllidea
Familie : Taeniidae
Gattung : Echinococcus
Art: Fuchsbandwurm ( E. multilocularis )

Der Fuchsbandwurm ( Echinococcus multilocularis ) ist eine Art der Bandwürmer (Cestoda) und parasitiert vor allem im Rotfuchs dem Polarfuchs und dem Blaufuchs seltener im Haushund oder der Hauskatze . Als Zwischenwirt dienen kleine Säugetiere wie Rötelmaus oder Der Fuchsbandwurm ist der Auslöser der alveolären Echinokokkose einer lebensgefährlichen Wurmerkrankung .

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Als kleinster Vertreter der Bandwürmer erreicht der Fuchsbandwurm eine Länge von rund drei Millimetern bei einem Durchmesser von einem Millimeter (Zum Vergleich: Der größte Bandwurm eine Länge von rund 20 Metern ). Der Kopf ( Scolex ) besitzt wie bei allen Bandwürmern Haken sich an der Darmwand des Wirtes festzusetzen. Diese sind in zwei Reihen je 13 bis 18 Häkchen angeordnet wobei vorderen größer als die dahinterliegenden sind.

Sein Körper ist in drei bis Pseudosegmente ( Proglottiden ) unterteilt wobei das letzte stark vergrößert und fast die Hälfte der gesamten Länge Wurmes ausmacht. In diesem Segment liegen auch reifen männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane in denen und Spermien produziert werden. Etwa in der dieses Proglottiden liegt der deutlich erkennbare Genitalporus.

Verbreitung

Die Verbreitungsgebiete erstrecken sich vor allem die gemäßigten bis kalt-gemäßigten Klimazonen Mitteleuropas und Er kommt in den meisten Gebieten endemisch vor breitet sich jedoch zusehends auf Mitteleuropa aus da immer mehr Rotfüchse in Städte abwandern und sich der Fuchsbandwurm dort allem unter der Nagetierpopulation ausbreiten kann. Die schwankt rapide in manchen Regionen sind bis 70 % der Füchse befallen (Südwestdeutschland) in nur bis zu 5 %.

Vor allem in Sibirien und Alaska mit den Inseln der Beringsee sowie in der Schweiz (Schwerpunkt Kanton Thurgau ) und in Deutschland in der Schwäbischen Alb häufen sich die Vorkommen. Zumindest in kommt es aufgrund dieser inselhaften Verbreitung so wie gar nicht zu einer Überlappung mit Verbreitungsgebiet für den Hundebandwurm ( Echinococcus granulosis ). Ein Grund für diese Verteilung ist bekannt.

Lebenszyklus

Die Entwicklung beginnt mit dem erwachsenen der sich im Darm des Endwirtes niedergelassen hat; dort scheidet er bis 200 Eier pro Tag aus. Die Eier sehr kältebeständig und können Monate lang infektiös Das Ei wird zunächst von einem Zwischenwirt (Nager Rinder Schafe) aufgenommen; im Magen sich die Eikapsel auf und die sogenannte durchdringt die Darmwand und gelangt so in Blutbahn oder in die Lymphe .

Die Larve setzt sich vor allem Lebergewebe fest kann aber auch Lunge Herz und Milz befallen und bildet eine Hydatide (griech. Wasserreich ) genannte knospende Larvenstruktur. Sie bildet Ausläufer beginnt damit das umliegende Gewebe zu zersetzen. bildet sich ein großes schwammiges Gewebe in Wand sich die knospenden Protoscolides bilden Bandwurmfinnen eingestülptem Kopf. Sie wird aus diesem Grunde Hydatide des alveolären Typs gegenüber der Hydatide des cystischen des Hundebandwurms abgegrenzt bei dem durch eine Knospung den Innenraum große Hydatidenblasen gebildet werden.

Durch die Erkrankung wird der Zwischenwirt schwächer und damit eine leichte Beute für Endwirt (Hund Fuchs Katze). Selbst nach dem des Zwischenwirtes bleibt die Hydatidenlarve noch lange so dass auch Tiere die sich von Aas ernähren zum Endwirt werden können. Nimmt der Endwirt Teile der Hydatiden auf so das umliegende Gewebe verdaut und die freigewordenen setzen sich mit ihren Haken im Dünndarm fest. Dort ernähren sie sich kommensal . Die Nahrung wird über ihre Außenhaut Syncytium aufgenommen. Dabei handelt es sich um "Nahrungsbrei" der im Dünndarm vorhanden ist und dem nun der Wurm die Nährstoffe resorbiert. Stoffwechsel verläuft anaerob über die Glykolyse . Es können tausende Würmer im Endwirt ohne diesen ernsthaft zu beeinträchtigen. Bei starkem verteilen sich die Tiere gleichmäßig über den Dünndarm bei wenigen Tieren bleibt in der das erste Dünndarmdrittel frei.

Schadwirkung und Vorbeugung

Fuchsbandwürmer sind selbst bei hohem Aufkommen Endwirt kaum schädlich. Der Mensch stellt im des Fuchsbandwurmes zwar einen Fehlzwischenwirt dar da die Infektion nicht an Endwirt weitergegeben wird allerdings findet in den eines infizierten Menschen vornehmlich in Leber und Lunge eine Finnenentwicklung statt die das Krankheitsbild der alveolären bedingt. Dabei entsteht ein Netzwerk von Röhren den befallen Organen wodurch diese schleichend aber zerstört werden. Die Erkrankung wird meist erst bis zwanzig Jahre nach der Infektion bemerkt und ist nur schwer zu Eine Heilung ist kaum möglich - die alveoläre Enchinokokkose ist die am häufigsten zum Tode Wurmerkrankung des Menschen.

Die Vermeidung bzw. Reduzierung von Infektionsrisiken daher besonders wichtig. Früchten und Beeren aus (weniger als 60 bis 80 cm über Boden) oder Pilzen können Bandwurmeier anhaften. Dadurch sie eine gefährliche Ansteckungsquelle für den Menschen. wird empfohlen sie niemals ungewaschen zu essen.

Beim Umgang mit mäusefangenden Haustieren wie Hunden oder Katzen ist Hygiene der beste Infektionsschutz für den Menschen. der Berührung des Fells mit den Händen zum Beispiel durch sollten diese nicht ungewaschen zum Mund geführt insbesondere wenn das Fell in der Afterregion wurde. Hunde und Katzen die in der von Fuchs- Populationen gehalten werden sollten regelmäßig entwurmt werden.

Rechtliches

In Deutschland besteht seit 2001 eine Meldepflicht für Echinokokkose. Dies gilt auch für Schweiz nicht aber für Österreich.

Literatur

  • Eckert J. (1996): " Der gefährliche Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) und die Echinokkose des Menschen in Mitteleuropa "; Berliner & Münchner Tierärztliche Wochenschrift 109
  • Eckert J. Ewald D. Siegenthaler M. Brossard Zanoni R.G. & Kappeler A. 1995: " Der "Kleine Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) in der - Epidemiologische Situation bei Füchsen und Bedeutung den Menschen. " Bulletin des Bundesamtes für Gesundheitswesen 25:

Weblinks

  



Bücher zum Thema Fuchsbandwurm

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Fuchsbandw%FCrmer.html">Fuchsbandwurm </a>