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Fundamentalistische Hermeneutik


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Die hinter der fundamentalistischen Bibelauslegung stehende hermeneutische Position (vgl. Biblische Hermeneutik ) ist entgegen ihrem Selbstverständnis nur eine von verschiedenen Herangehensweisen in der Exegese der Bibel.

Die fundamentalistische Bibelauslegung ist Teil des Konzepts des amerikanischen Fundamentalismus .

Theologische Grundlagen bezieht die fundamentalistische Bibelauslegung der renommierten Princeton-Theologie der Achtzigerjahre des 19. erarbeitet von den Professoren Archibald Alexander Hodge Benjamin B. Warfield als Reaktion auf die Europa kommende liberale Theologie.

Warfield und Hodge vertraten entschieden die der Bibel gegenüber der historisch-kritischen Exegese allerdings nicht im Sinn eines Diktats. Wort Gottes sei wahrhaft göttlich im Sinn auch echt menschlich im Stil und Ausdruck. würde sich die Schrift im Originaltext als herausstellen wenn alle Fakten bekannt und der richtig ausgelegt sei.

Diese differenzierte Sicht die in etwa der heutigen evangelikalen Exegese entspricht entwickelte sich den Zwanzigerjahren im Fundamentalismus weiter zu einer Sicht einer Bibel die wörtlich diktiert wurde in jeder Beziehung wörtlich genommen werden muss.

Die Vorgehensweise einer fundamentalistischen Bibelauslegung steht evangelikale Exegese manchmal nahe jedoch sollte zwischen Zugängen zur Bibel sorgfältig differenziert werden. Ebenfalls eine konservative Exegese nicht mit der fundamentalistischen

  

Inhaltsverzeichnis

Charakteristika fundamentalistischer Hermeneutik

Verbalinspiration

Die Schrift ist Wort für Wort inspiriert d.h. wortwörtlich vom Heiligen Geist eingegeben. sog. Verbalinspiration"). Die Bibel ist wortwörtlich zu Die Bibel gibt das Geschehen exakt wieder nur Wunder sind Tatsachenberichte auch historische oder Beschreibungen).

Irrtumsfreiheit der Schrift

Aus der Verbalinspiration folgt dass die auch irrtumsfrei sein muss denn Gott als Autor kann nicht Bei heutigen Fundamentalisten bezieht sich diese Irrtumslosigkeit auf theologische als auch auf naturwissenschaftliche Angaben selbstverständlich auch auf alle prophetischen Aussagen.

Harmonisierung

Da alle Passagen der Bibel gleich sind können keine Widersprüche innerhalb der Heiligen bestehen. Gegensätze zwischen verschiedenen biblischen Aussagen sind scheinbar Gegensätze. Insofern werden charakteristische Akzentuierungen verschiedener Schichten in der Bibel harmonisiert. Sich unterscheidende Überlieferungen werden z. B. als nacheinander doppelt Begebnisse aufgefasst.

Relativierung des Alten Testaments

Das Alte Testament wird dem Neuen untergeordnet. Es hat im Zweifelsfall lediglich eine bzw. illustrierende Funktion für die Aussagen des Testaments.

Geschichtslosigkeit

Es gibt keine geschichtlichen Entwicklungen. Die Lehre war fertig als der letzte Buchstabe Bibel geschrieben war und sie galt damals so wie sie heute gilt.

Absolute Auslegung

Die fundamentalistische Auslegung der Bibel wird einzig richtig und völlig objektive Auslegung gesehen. subjektive Interpretationen durch die Sichtweise des Auslegers nicht in Betracht gezogen. Der fundamentalistische Ausleger bei sich selbst auch jede Eisegese (etwas in die Bibel hineinlesen) aus.

Siehe auch

Kreationismus (Religion) Evangelikale Exegese



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