Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 23. Oktober 2019 

Gang nach Canossa


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Als Gang nach Canossa bezeichnet man den Zug Heinrichs IV. von Speyer nach Canossa zu Papst Gregor VII. im Februar 1077 um die Lösung des Kirchenbanns zu erbitten. Deshalb wird heute der nach Canossa" im übertragenen Sinn als Bezeichnung einen erniedrigenden Bittgang verwendet. Allerdings entsprach dies den historischen Tatsachen. In Wirklichkeit erlangte Heinrich die Aufhebung des Bannes seine Bewegungsfreiheit zurück konnte den Papst zur Flucht aus Rom Die späteren Interpretationen besonders des 19. Jahrhunderts eher anachronistisch da die Probleme der eigenen in das Mittelalter projiziert wurden.

Der Gang nach Canossa war ein wichtiger Meilenstein im Investiturstreit . Im 11. und 12. Jahrhundert stritten weltliche Macht ( Kaiser ) und die geistliche Macht ( Papst ) um das Recht der Investitur von Bischöfen und Äbten . Papst Gregor VII. verhängte den Kirchenbann über König Heinrich IV. weil dieser dem Papst nicht gehorchte nach der damaligen Kirchenansicht "illegal" war.

Am 14. Mai 1872 wurde dieses Ereignis vom damaligen Reichskanzler Otto von Bismarck in seiner Rede vor dem Reichstag mit dem Satz: "Seien sie außer Sorge nach Canossa gehen nicht - weder körperlich noch geistig." aufgegriffen. Dem war ein Streit mit katholischen Kirche voraus gegangen in dem der Papst deutschen Gesandten im Vatikan abgelehnt hatte.

Weblinks



Bücher zum Thema Gang nach Canossa

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Gang_nach_Canossa.html">Gang nach Canossa </a>