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Gasbrand


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Beim Gasbrand (Syn.: Gasgangrän Gasödem Gasphlegmone ) handelt es sich um ein sich entwickelndes infektiös-toxisches Krankrankheitsbild (Infektionskrankheit) von extremer Gefährlichkeit den Erkrankten. Ursächlich ist eine lokale Weichteilinfektion gasbildenden Clostridien .

Inhaltsverzeichnis
1 Pathogenese
2 Symptome
3 Diagnose
4 Therapie
5 Link

Erreger

Die hier bedeutsamen Clostridien-Arten ( Clostridium perfringens (90% der Fälle) Cl. septicum Cl. histolyticum Cl. novyi Cl. fallax Cl. bifermentans ) kommen in der Natur überall ( ubiquitär ) vor. Sie sind anaerobe Sporenbildner die im menschlichen Darm zu finden sind wo aber unter normalen Bedingungen nicht pathogen (krankheitserregend)

Die Pathogenität ergibt sich erst mit Wechsel der Umweltbedingungen auf ein anaerobes Milieu wie es in zerstörtem Weichteilgewebe mit Erniedrigung Gewebe-Sauerstoff-Partialdruckes exitiert.

Pathogenese

Meistens sind stark verschmutzte zerstörte und Gewebebereiche infolge von Verletzungen der Ort an die Clostridien ihre Pathogenität erlangen dh. wo aus Sporen vermehrende Bakterien entwickeln.

Grundlegend ist der Sauerstoffmangel ( Cl. sind anaerobe Erreger!). Begünstigend sind die durch Weichteilquetschung Gewebeuntergang ( Nekrosen ) Schock Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus und maligne Tumoren. Zusätzlich bringt die der Wunde eine Infektion mit aeroben (sauerstoffverbrauchenden) mit sich was den Sauerstoffmangel im infizierten fördert und somit die Lebensbedingungen für die verbessert.

Clostridien bilden außer CO 2 verschiedene Ektotoxine die im umgebenden Gewebe Zellwandzerstörung und Ödembildung bewirken und somit im eines circulus vitiosus weiteren Nährboden für den Erreger zur stellen.

Symptome

Nach einer Inkubationszeit von 3 bis Tagen fällt nach Operationen oder Weichteilverletzungen eine rasch ausbreitende Wundinfektion auf (Rötung Hitze im die extrem schmerzhaft ist.

In den meisten Fällen ist beim (palpieren) der Wunde ein Knistern zu hören Hautemphysem durch CO 2 -Bildung).

Aus Drainagen entleert sich oft ein schaumiges stark stinkendes Sekret (süßlich-faulig). Die befallene ist von grauroter bis schwarzbrauner Farbe und vom Aussehen her mit gekochtem Rindfleisch verglichen.

Der Allgemeinszustand des Patienten ist durch rasch fortschreitendes septisches Krankheitsbild gekennzeichnet mit Tachycardie Verbrauchskoagulopathie (Blut-Gerinnungsstörung) Atemstörungen. Hinzu kommen im Sinne des Multiorganversagens akutes Nierenversagen und Leberfunktionsstörungen.

Diagnose

Aufgrund der extremen Konsequenzen für den des Patienten durch die schnell verlaufende Krankheit die eingreifende Therapie (bis Amputation von Extremitäten!) die Diagnose so schnell wie möglich gestellt

Die Diagnose wird anhand der vielen des klinischen Bildes gestellt. Adjuvant werden Erregernachweis und radiologische Befunde eingesetzt.

Therapie

Die Therapie steht auf vier Füßen:

chirurgische Intervention

Das Ziel des chirurgischen Eingriffes ist Beseitigung des Sauerstoffmangels im infizierten Gewebe. Meist Gewebespaltungen durchgeführt die zu einer Druckentlastung mit Durchblutung führen.

Aufgrund der Dramatik und Gefährlichkeit des wird dem medizinischen Ergebnis oft der Vorrang dem kosmetischen und sogar dem funktionellen Ergebnis

Antibiose

Die antibiotische Therapie muss meistens vor Vorliegen eines Antibiogramms eingeleitet werden. Aufgrund der zugrundeliegenden Mischinfektion (verschmutzte Wunde mit Besiedlung durch unterschiedliche Keime) werden Kombinationen von Breitbandantibiotika eingesetzt.

hyperbare Oxygenation

Der Gasbrand ist eine Standartindikation für Einsatz ziviler Sauerstoff-Überdruckkammern (hyperbare Oxygenation).

Die Therapieform zielt darauf ab mittels hoher Sauerstoffpartialdrücke in der Umgebungsathmosphäre und folgender den Partialdrück im infizierten Gewebe zu erhöhen. entzieht man dem anaeroben Keim die Lebensgrundlage er nur in sauerstoffarmer Umgebung wachsen kann.

Intensivmedizin

Bedingt durch die Ektotoxinwirkung des Erregers es zum Multiorganversagen. Zur stabilisierenden Behandlung der werden häufig Beatmung Therapie mit Katecholaminen und weitere intensivmedizinische Therapie- und Überwachungsmethoden nötig.

Link

allgemein
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