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Gemeinschaftsbewegung


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Die Gemeinschaftsbewegung ist die Frucht der pietistischen Aufbruchsbewegung im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts eine Reihe evangelischer Landeskirchen erfasste. An vielen Orten führte dieser zur Entstehung von Gemeinschaftskreisen die heute in neben den traditionellen Kirchen ein eigenständiges Gemeindeleben haben.

Inhaltsverzeichnis

Ursprünge

Nach ihrem Selbstverständnis wurzelt die Gemeinschaftsbewegung allem in der lutherischen Reformation . Auf Martin Luthers Vision einer "ekklesiola" kleinen aber geistlich engagierten Gemeinschaft innnerhalb der wird immer wieder in den Geschichtsbüchern der hingewiesen. Eine weitere Wurzel ist der Pietismus . Im Gegensatz zu den altpietistischen Gemeinschaften vor allem in Baden-Württemberg beheimatet sind bezeichnet die Gemeinschaftsbeweg bewußt als "neupietistisch". Der Grund in den entscheidenden Impulsen die aus der Erweckungsbewegung der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Besonders zu nennen ist hier der Methodismus sowie die amerikanische Heiligungsbewegung. Als Erbin verschiedenen Strömungen entwickelte die Gemeinschaftsbewegung ein alternatives das auch Entkirchlichte sowie soziale Randgruppen anzog.

Geschichte

Die Geschichte der Gemeinschaftsbewegung weist eine von Keimzellen auf: Fast zeitgleich entstanden im Drittel des 19. Jahrhunderts überall in Deutschland Kreise die sich anfangs zu "Provinzialen Brüderräten" - nach einem vorläufigen Zusammenschluß von 1894 - sich 1897 zum "Deutschen Komitee für evangelische Gemeinschaftspflege Evangelisation" dem sogenannten Gnadauer Verband zusammenschlossen. Mitgliedsvereine nationalen Dachvebandes waren unter anderen:
  • in Westdeutschland : die "Evangelische Gesellschaft" die "Tersteegenschen Gemeinschaften der "Evangelische Brüderverein" die "Neukirchner Mission" und "Verein für Reisepredigt"
  • in Berlin: die "Michaelsgemeinschaft" (Graf von und der CVJM
  • in Ostdeutschland : " Chrischona -Gemeinschaft" und mit ihr verbundene Pastoren
  • in Mitteldeutschland : die an der sogenannten Blankenburger Allianz-Konferenz Gemeinschaften
  • in Schleswig-Holstein : der "Verein für Innere Mission"
  • in Hamburg : der CVJM und die Gemeinschaft unter Röschmann

Diesem Aufbruch folgte die Gründung zahlreicher der Gemeinschaftsbewegung: Diakonissenhäuser Predigerseminare und die Deutsche Zur herrschenden liberalen Theologie des Rationalsimus stand in schroffem Gegensatz ordnete sich aber viele ihrer Geschichte dem pastoralen Amt und den Strukturen unter. Erst in Gegenwart läßt sich dass die Gemeinden der Bewegung mehr und eigenständige oft auch freikirchliche Strukturen entwickeln.

Krisen der Gemeinschaftsbewegung

Persönlichkeiten

  • Elias Schrenk
  • Ludwig Thimme
  • Graf Modest Modestowitsch von Korff
  • Theodor Christlieb
  • Graf Eduard von Pückler

Lehre

Bei aller Vielgestaltigkeit der Gemeinschaftsbewegung lassen folgende gemeinsame Lehranschauungen benennen:
  • Die Verkündigung des Evangeliums erfordert den Aufruf zur Entscheidung und Bekehrungvom Unglauben zum Glauben an Jesus Christus . Wo dieser Aufruf nicht (mehr) erfolgt die Kirche ihre "Salzkraft".
  • "Werk" des Menschen ist die Entscheidung der Wille zur Umkehr die eigentliche Neuwerdung Menschen ( Wiedergeburt Geburt von oben vergleiche Johannes-Evangelium Kapitel 3) wirkt der Heilige Geist . Durch diese Neuwerdung wird der Mensch Kind Gottes und den anderen Kindern Gottes Bruder beziehungsweise zur Schwester. Dass eine Wiedergeburt einen sakramentalen Akt ( Taufe Konfirmation ) geschieht lehnt die Gemeinschaftsbewegung ab.
  • Wesentliches Kennzeichen eines "wiedergeborenen" Menschen ist persönlicher und gemeinschaftlicher Umgang mit Gott. Das und öffentliche Gebet (die sogenannte " Gebetsgemeinschaft ") spielt innerhalb der Gemeinschaftsbewegung eine besondere ebenfalls die intensive Beschäftigung mit der Bibel.
  • Einer Bekehrung und Wiedergeburt hat der mit der Vergangenheit zu folgen. "Neue Menschen" in der Heiligung das heißt in Nachfolge und im Gehorsam des Glaubens.
  • Predigt Gestaltung der Zusammenkünfte Seelsorge und Evangelisation sind Aufgaben aller Christen.
  • Die Bibel und die reformatorischen Bekenntnisse - abgesehen von konfessionellen Engführungen - Maßstab Lehre Dienst und Leben der Gemeinschaftbewegung.

Die Gemeinschaftsbewegung heute

Einrichtungen und Werke innerhalb der Gemeinschaftsbewegung

Literatur

Weblinks



Bücher zum Thema Gemeinschaftsbewegung

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