Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 23. August 2019 

Generalbauinspekteur


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Generalbauinspektion (G.B.I.) (auch GBI) war während der Zeit des Dritten Reiches die oberste Planungsbehörde die unter Albert Speer dazu eingesetzt wurde Berlin im Sinne Machtpräsentationswünsche in die neue " Welthauptstadt Germania " umzugestalten.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung der GBI

Schon seit 1936 bearbeitete Albert Speer im Auftrag von Adolf Hitler im an Entwürfen für die Umgestaltung Berlins die genannte Welthauptstadt Germania . Zugleich arbeitete er auch ein Arbeits- Personalkonzept aus mit dem die Neubebauungspläne umgesetzt konnten. Bis zum 30. Januar 1937 waren die Pläne soweit fortgeschritten dass ein Reichsgesetz erließ in dem er die eines Generalbauinspekteurs für die Reichshauptstadt Berlin schuf. Zum Generalbauinspekteur ernannte er Albert Speer.

Auch bei anderen Projekten wie der Reichskanzlei in Berlin und den Bauten für Reichsparteitage in Nürnberg arbeitete Speer schon eng mit Hitler Er wurde als "Architekt des Führers" bezeichnet die Position des Generalbauinspekteurs wurde ihm praktisch den Leib geschneidert damit er Hitlers und Vorstellungen vom zukünftigen Berlin ungehindert ausführen konnte.

Schon mit der Einrichtung des Generalbauinspekteurs dieser mit umfangreichen Rechten ausgestattet die mehrmals wurden. Seine Aufgabe war neben der Aufstellung Gesamtentwicklungsplanes für ganz Berlin die Sicherstellung dass Maßnahmen auch mit diesem übereinstimmten. So stand ein quasi-Vetorecht bei allen Parkanlagen Straßenzügen und zu die das Stadtbild beeinflussen konnten. Darüber war er berechtigt alle Maßnahmen und Anordnungen treffen die zum Erreichen des geplanten einheitlichen nötig waren. Da Speer direkt von Hitler wurde und nur diesem gegenüber verantwortlich war sein Rang dem eines Ministers gleich.

Die Germania -Planungen waren durch die rechtliche Verankerung des praktisch von jeder rechtlichen Kontrolle ausgenommen sie weder bauplanungs- oder bauordnungsrechtlichen Vorschriften noch waren in das bestehende Planungssystem eingebunden. Als der Oberbürgermeister Lippert sich 1940 weigerte von der einseitige Weisungen entgegenzunehmen und auf einer gegenseitigen und Zusammenarbeit bestand wurde dieser kurzerhand von entlassen.

Nach Schätzungen Speers hätten die Baumaßnahmen Volumen von insgesamt rund vier bis sechs RM gehabt wobei versucht wurde die Kosten möglichst viele Etats zu verteilen. So hatte Generalbauinspektion selbst ein jährliches Budget von 60 Reichsmark allein für die Planungsleistungen erhalten. Schon Berliner Stadtverwaltung musste für die Realisierung der 1938 90 Millionen Reichsmark ausgeben auch andere sollten die zukünftig von ihnen genutzten Gebäude finanzieren.

Um Platz für die ungeheure Menge geplanten Neubauten zu schaffen mussten notgedrungen ganze abgerissen werden. 1937 wurde ein Gesetz erlassen das eine Enteignung zur Neugestaltung deutscher Städte ermöglichte. Auf Grundlage ging die Generalbauinspektion 1938 daran im Spreebogen und in Tempelhof abzureißen; trotz eines großen Wohnungsbedarfs in Berlin mehr als 100.000 Wohnungen. Mit den Abrissen Platz geschaffen werden für die neue Große Halle und den Südbahnhof in Tempelhof. 1941 sahen die Planungen der GBI vor Berlin insgesamt 52.144 Wohnungen für die Neugestaltung das wären mithin 3 63% des geschätzten in Berlin gewesen. Bei der damaligen Belegung dadurch rund 150.000 bis 200.000 wohnungslos geworden.

Da die Stellung von Ersatzwohnungen schwierig die Entschädigungen teuer waren kam Speer 1938 auf die Idee die für die notwendigen Wohnungen durch die zwangsweise Ausmietung von Juden verfügbar zu machen. Auf diese Art Weise wurden in den Folgemonaten schätzungsweise 15.000 18.000 Wohnungen arisiert . Die aus ihren Wohnungen vertriebenen Juden größtenteils in Konzentrationslager verschleppt. Um die Aussiedlung von Juden die Neuvergabe der Wohnungen besser organisieren zu wurde schließlich eine eigene Durchführungsstelle bei der eingerichtet.

Nach dem Kriegsbeginn 1939 verfügte Speer einen generellen Abrißstop die von Wohnungen jüdischer Mieter und Besitzer ging unvermindert weiter.

Durch die Rüstungsanstrengungen war 1938 schon gewisse Verknappung an Arbeitskräften zu spüren die mit Kriegsbeginn noch verschärfte. Allein für die war zur damaligen Zeit noch ein enormer nötig und gleiches galt für die beginnenden So begann ab 1939 auch die Generalbauinspektion auf ausländische Zwangsarbeiter zurückzugreifen. Nach dem Überfall auf die kamen verstärkt auch Kriegsgefangene zu den Arbeitern. Planung der GBI von 1940 entsprechend sollte der Einsatz der Zwangsarbeiter Kriegsgefangenen nach dem Krieg auf über 180.000 ansteigen.

Für seine Rolle als Generalbauinspekteur bei der Verschleppung von Juden dem von Zwangsarbeitern und seine Funktion als Reichsminister Bewaffnung und Munition ab 1942 wird Albert Speer bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zu 20 Jahren Festungshaft in Spandau verurteilt die er bis 1966 ableistet.

Reichshauptstadt Germania

Hitler schrieb schon in Mein Kampf dass heutige Städte im Gegensatz zur nicht mehr über Wahrzeichen verfügten über "Monumente Stolzes" und vertrat die Ansicht dass der wieder stärker mit seinen Bauten in die treten sollte. Die geplanten Monumentalbauten sollten dem zur Selbstdarstellung und Selbstverwirklichung dienen mit den für München Linz oder eben auch für Berlin wollte seinen Machtanspruch manifestieren. Die bisherigen Planungen sahen Kreuz von breiten Verkehrsachsen vor an dessen die Reichskanzlei liegen sollte. Insbesondere die Nord-Südachse als Prachtstraße ausgebaut werden. Als Ersatz für wegfallenden Flächen in der Innenstadt sollten im eine neue Hochschulstadt und im Süden der ein kompletter neuer Stadtteil entstehen.

Ost-West-Achse

Die 12 km lange Ost-West-Achse sollte von der TH Charlottenburg (heute TU Berlin ) am Knie (heute Ernst-Reuter-Platz) entlang der Charlottenburger Chausee Straße des 17. Juni) über den Großen über das Brandenburger Tor und Unter den Linden bis zum Frankfurter Tor verlaufen. Auf Hitlers wurde aber die östliche Fortführung verworfen. der Museumsinsel sollte die Ost-West-Achse im eine von Museumsbauten erweitert werden am Kupfergraben war Weltkriegsmuseum und ein Rassekundemuseum vorgesehen.

Die Ost-West-Achse war der erste Teil Planungen die 1939 fertiggestellt wurde. Die Charlottenburger Chausee wurde der vorgesehenen Verkehrslast von 80 auf 200 verbreitert am großen Stern wurde die Siegessäule die ursprünglich auf dem Königsplatz vor dem stand. Bei dieser Gelegenheit wurde sie gleich 6 5 m erhöht. Da keine Beleuchtung Straße überspannen sollte entwarf Speer eine Straßenbeleuchtung und rechts der Straße die heute noch

Nord-Süd-Achse

Als eigentliche Prachtstraße war die Nord-Süd-Achse die von einem neuen Nordbahnhof im Norden Moabits bis zu einem ebenfalls neuen Südbahnhof Tempelhof reichen sollte. Neben dem Nordbahnhof war ein 1.200 x 400 m Wasserbecken vorgesehen hinter in dem sich die Große Halle im Wasser spiegeln sollte. Im Spreebogen nördlich des Reichstages war das wichtigste Gebäude der Germania -Planungen vorgesehen die Große Halle . Das dem Pantheon in Rom nachempfunden Gebäude sollte eine Höhe von m erreichen der Innenraum einen Durchmesser von m. Der im Inneren gedachte "Kultraum" sollte zu 180.000 Menschen Platz bieten; er hätte seiner schieren Größe sein eigenes Klima gehabt. Vorplatz der großen Halle sollte Adolf-Hitler-Platz heißen eingefasst von zahlreichen wichtigen Verwaltungsgebäuden die neue Neue Reichskanzlei und das Reichstagsgebäude klein im Vergleich zu den anderen.

Auf der 120 m breiten Nord-Süd-Achse war bis zum Südbahnhof noch ein kolossaler Triumphbogen vorgesehen der 117 m hoch und m breit werden sollte im Anschluss daran so genannte Beutewaffenallee einen triumphalen Abschluss bilden. Entlang der Nord-Süd-Achse sollten alle wichtigen Reichs- und Parteibehörden werden

Wehrtechnische Fakultät und Hochschulstadt

Im Grunewald südlich des Olympiastadions wurde 1937 mit dem Bau der Wehrtechnischen Fakultät begonnen. Sie war als erster Teil großen Hochschulstadt geplant die die Wehrtechnische Fakultät nach Westen fortsetzen sollte. Als Teil Hochschulstadt war ein gigantisches an die Akropolis erinnerndes Auditorium Maximum die Langemarckhalle geplant. Außerdem der große Neubau einer die als Ersatz für die in der wegfallende Charité dienen sollte.

Die Wehrtechnische Fakultät ist nicht über einen Rohbau hinausgekommen Ruine nach dem Krieg mit Trümmerschutt überdeckt Heute liegt an dieser Stelle der 120 hohe Teufelsberg ein Naherholungsgebiet. Der Trümmerschutt wurde tausenden von Bäumen bepflanzt und von seiner haben die amerikanischen Streitkräfte jahrelang den Funkverkehr Ostblock belauscht.

Südstadt

In Verlängerung der geplanten Nord-Süd-Achse war so genannte Südstadt vorgesehen hier sollten Wohnungen für ca. Einwohner und Arbeitsplätze für ca. 100.000 Arbeiter werden. Die Südstadt sollte über den begonnenen angebunden werden. Der Autobahnring der von der vorgesehen war wurde auch nach dem Krieg

Literatur

  • Von Berlin nach Germania Hans J. Reichhardt Wolfgang Schäche Transit Berlin 1998 ISBN 388747127X



Bücher zum Thema Generalbauinspekteur

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Generalbauinspekteur.html">Generalbauinspekteur </a>