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Georg V. (Hannover)


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Georg V. König von Hannover und 2. von Cumberland und Teviotdale (* 27. Mai 1819 in Berlin; † 12. Juni 1878 in Paris ) war der letzte Monarch des kurzlebigen Königreichs Hannover .

Prinz Georg Friedrich Alexander Karl Ernst KG war der Sohn König Ernst August von Hannover und seiner Frau Friederike von Mecklenburg-Strelitz . Er war ein Cousin ersten Grades Königin Victoria und verbrachte seine Kindheit in Berlin Großbritannien. Nach dem Ende der Personalunion zwischen und Hannover und der Thronbesteigung seines Vaters Hannover wurde er Kronprinz blieb aber als männlicher Nachfahre König Georgs III. Mitglied der englischen Königsfamilie und Zweiter der englischen Thronfolge - bis zur Geburt ersten Kindes Königin Victorias Prinzessin Victoria im Jahre 1841. Obwohl er bereits jungen Jahren erblindet war und deswegen Zweifel seiner Eignung aufkamen setzte sein Vater sich ein dass er König werden sollte indem 1842 anordnete dass die vom Thronfolger zu Unterzeichnung von Regierungsakten in Gegenwart von vereidigten zu geschehen hatte. Trotzden versuchte der König seines Lebens seine Blindheit in der Öffentlichkeit verbergen. Georg der seinen Vater schon während längeren Abwesenheit in England 1843 vertreten hatte ihm nach dessen Tod 1851 als König Hannover 2. Herzog von Cumberland und Teviotdale und Earl of Armagh.

Von seinem Vater und seinem Onkel Karl-Friedrich von Mecklenburg-Strelitz ( 1785 - 1837 ) einem der einflussreichsten Männer am preußischen hatte er eine feudale und autokratische Staatsauffassung Unterstützt von seinem Günstling und Minister Graf ging er bald vom liberalen Kurs ab hob 1855 die liberale Verfassung die sein Vater Folge der Revolution von 1848 hatte erlassen müssen wieder auf; konnte aber mit seiner reaktionären Politik auf Dauer durchsetzen. Während seiner fünfundzwanzigjährigen Regierung lag er häufigem Streit mit dem hannoverschen Landtag.

Im Gegensatz zu seinem Vater galten außenpolitischen Sympathien Österreich statt Preußen gegen das eine tiefe Abneigung hatte besonders seit Preußen zu einem Bündnis gegen Österreich hatte zwingen was er als Eingriff in seine - ängstlicher Eifersucht gehütete - Souveränität betrachtete. Diese gegen Preußen trat in der Bundesreformfrage in Angelegenheit wegen des Küstenschutzes in der Zollvereinskrise bei manchem anderen Anlaß zu Tage. Gegen Beschluss seines Landtags weigerte er sich daher der preußischen Mahnung zur Neutralität im bevorstehenden Krieg 1866 zuzustimmen sondern verbündete sich im mit Österreich. Nach der Kapitulation von Langensalza wurde daraufhin das Königreich Hannover von Truppen besetzt und am 20. September 1866 formell annektiert. Der König floh nach seine Familie folgte ihm kurze Zeit später.

Der exilierte Georg V. weigerte sich zum Schluss seine Ansprüche auf das Königreich aufzugeben und die Annexion anzuerkennen. Er appellierte an die europäischen Großmächte und gab im Exil die Zeitschrift "Situation" heraus die täglich den heftigsten Ausdrücken die neue Ordnung der in Deutschland angriff und den Hass Frankreichs Deutschland schürte. 1867 ließ er mit Hilfe Schriftstellers Oskar Meding in Frankreich eine Legion hannoverschen Flüchtlingen aufstellen um im Falle eines Krieges an der Seite Frankreichs sein Reich (Welfenlegion) was schließlich mit dazu führte dass eine bereits zugesagte finanzielle Entschädigung aussetzte und Privatvermögen beschlagnahmte ( Welfenfonds ).

Bis zum Schluss unversöhnt und schwer starb der blinde König am 12. Juni 1878 in Paris . Sein Leichnam wurde nach England überführt in der Gruft der St. George's Chapel in Windsor Castle beigesetzt.

Aus der Ehe mit Königin Marie gingen drei Kinder hervor:

  • Ernst August ( 1845 - 1923 ) Kronprinz von Hannover und 3. Herzog Cumberland
  • Friederike ( 1848 - 1926 ) heiratete Baron Litubert von Pawel-Rammingen
  • Marie ( 1849 - 1904 ) unverheiratet



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