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Geschichte Chiles


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Inhaltsverzeichnis

Geschichte bis 1520

Etwa um 30.000 v.Chr. kamen die Menschen über die Beringstraße nach Amerika . Von dort zog sich die Besiedlung bis 10.000 v.Chr. wurde schließlich Feuerland an der Südspitze Südamerikas erreicht. Die ersten Siedler auf dem des heutigen Chile waren wandernde Mapuche -Indianer die um 13.000 v.Chr. in den Andentälern und in den Oasen im Hochland der Atacama -Wüste siedelten. Die Inkas konnten kurzzeitig ihr Reich bis in Gegend des heutigen Santiago de Chile ausdehnen. Die klimatischen Verhältnisse besonders die Trockenheit der ausgedehnten Atacama-Wüste verhinderten eine dichtere

Zahlreiche weitere Ethnien lebten vor der der Spanier auf dem heutigen Gebiet von Changos Atacameños und Aimaras bevölkerten den Norden im Gebiet zwischen den Flüssen Lanca und Weiter südlich bis zum Fluss Aconca-gua lebten Diaguitas. Diese vier Ethnien waren Fischer Bauern und Handwerker die untereinander Handel trieben. Sie in Stammes und Familienverbänden. Diese Stämme wurden alle von den Inkas beherrscht wobei strittig ob die Inkas nur bis zum heutigen oder noch weiter in den Süden vordrangen. süd-östlicher Richtung des Reloncaví-Fjords wurde die Kordillere den Chiquillanes und Poyas bewohnt welche Jäger Sammler waren. Im äußersten Süden des Landes zur Magellanstrasse lebten die Chonos und die Alakaluf auf Feuerland die Alakaluf Yámana Selk'nam und Haush .

Geschichte 1520-1945

Spanische Besiedlung

Der erste Europäer der chilenischen Boden war Ferdinand Magellan im Jahr 1520 in der Gegend des heutigen Punta Arenas nach ihm wurde die Magellanstraße benannt. Diese Region hieß bei den Tchili eine Bezeichnung für Schnee. Dadurch entstand Name Chile.

1533 eroberten spanische Truppen unter Francisco Pizarro im Handstreich das Inka -Reich. Erst sieben Jahre später also 1540 machte sich Pedro de Valdivia ein Offizier unter Pizarro auf den von Peru nach Chile begleitet von etwa hundert und Abenteurern. Dort errichtete er trotz Widerstand Araukaner - Indianer die ersten europäischen Siedlungen. Im Zuge Landnahme wurden Santiago (am 12. Februar 1541 unter dem Namen Santiago de la Nueva Extremadura ) La Serena und Valparaíso als kleine befestigte Siedlungen gegründet. Die wehrten sich schnell: Schon im September 1541 sie Santiago an.

Die Spanier erweiterten ihr Herrschaftsgebiet nach gründeten 1550 Concepción und 1552 Valdivia . Die Araukaner leisteten den heftigsten Widerstand. Herbst 1553 schlugen die Araukaner die spanischen Truppen Fort Tucapel und töteten Pedro de Valdivia nahmen sie ihn gefangen und zwangen ihn Gold zu trinken. Die Indianer zerstörten die der von Siedlern gegründeten Städte.

Es gab eine lange kriegerische Epoche den Besatzern und den Indianern. Die Kämpfe bis ins späte 19. Jahrhundert wieder auf. heute leisten die Indianer gegen die Landnahme Europäer Widerstand so haben im Jahre 2000 die Mapuche (früher als Araukaner bekannt) aus Protest gegen die Landverteilung Chile das Büro der Europäischen Union in Santiago de Chile besetzt.

Die Unabhängigkeit

Während der spanischen Kolonialzeit war Chile Bestandteil des 1543 gegründeten spanischen Vizekönigreiches Peru aber eine ärmsten Provinzen der Spanier in Amerika. Da Chile weder Gold- noch Silbervorkommen zu finden blieb das Land weitgehend unbeachtet und entwickelte vergleichsweise langsam.

Landwirtschaft bildete den wichtigsten Wirtschaftszweig. Die fruchtbaren von Zentral-Chile versorgten die Bevölkerung im nördlichen mit Nahrungsmitteln. Die Bevölkerung in Chile lebte vom Handel mit Landwirtschaftserzeugnissen die europäischen Eroberer in den Städten während die besiegten Indianer eine Art erblicher Leibeigenschaft gezwungen wurden.

1778 änderten die Spanier den Status der Provinzen: Chile wurde zum eigenständigen Generalkapitanat innerhalb des spanischen Königreiches. Die Kolonialmacht unterlag in Europa 1808 dem Ansturm von Napoléon Bonaparte der seinen Bruder Joseph auf den spanischen Thron hob. Dagegen sich in Chile am 18. September (dem heutigen Nationalfeiertag Chiles) eine königstreue Junta als Widerstandsgruppe die auch ein eigenes aufstellte. 1812 erarbeitete eine Gruppe von Chilenen unter Führung der Brüder Carrera eine Verfassung die der formellen Herrschaft des spanischen Königs die Selbstständigkeit Chiles vorsah.

Spanische Truppen gingen daraufhin bei Valdivia Land und zogen gegen die Chilenen zu Die chilenische Befreiungsarmee unter José Miguel Carrera und Bernardo O'Higgins wurde am 1. Oktober 1814 in Rancagua von den spanischen Truppen aufgerieben die der Chilenen flohen nach Argentinien. Mit Unterstützunng Argentiniers José de San Martín stellten sie gemeinsames Heer gegen die Spanier auf. Sie die Anden besiegten die weit größere spanische am 12. Februar 1817 in der Schlacht bei Chacabuco.

Chile proklamierte am 12. Februar 1818 seine Unabhängigkeit kurz später errangen die bei Maipú einen weiteren wichtigen Sieg.

1820 eroberte die chilenische Flotte unter Thomas die Stadt Valdivia zurück aber erst 1826 waren die letzten Spanier die sich die Insel Chiloé zurückgezogen hatten endgültig besiegt.

O'Higgins wurde zum ersten Präsidenten Chiles. Er versuchte sich an Sozialreformen aber am Widerstand der Großgrundbesitzer und musste 1823 zurücktreten. Er starb im Exil in Im folgenden Kampf zwischen Liberalen und Konservativen sich der reformfeindliche Großgrundbesitz durch: 1833 wurde eine autoritär geprägte Präsidialverfassung verabschiedet dem Führer der Konservativen Diego Portales auf Leib geschneidert war.

Der wirtschaftliche Aufschwung im 19. Jahrhundert

In der Folge behielten die konservativen ihre dominierende Rolle im Staat. Durch die des Landes florierte die Wirtschaft: Die Landwirtschaft ausgebaut. Es wurden Eisenbahnen gebaut und man begann das in vorhandene Kupfer und Salpeter abzubauen. Das Schulsystem wurde eingeführt und Kulturleben erfuhr eine Blüte. Im Zuge des der Wirtschaft gewannen die Liberalen wieder stärker Einfluss.

Der Salpeterkrieg

Siehe: Salpeterkrieg

Der Salpeterkrieg (spanisch: Guerra del Pacifico ) den Chile von 1878 bis 1883 Bolivien und Peru führte endete für Chile erheblichen Landgewinnen im Norden.

Die Zeit bis 1914

1881 wurde im Süden Chiles der letzte Aufstand der Mapuche niedergeschlagen. Das Indianerland wurde an Siedler In der Region südlich von Temuco gründeten Einwanderer - viele von ihnen Deutschland Österreich und der Schweiz - zahlreiche neue Städte auf ehemaligem

Mit der industriellen Ausbeutung der Bodenschätze auch in Chile einer Schicht von Arbeitern . Sie begannen sich zu organisieren und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. 1907 schlug das Militär einen Streik in mit großer Härte gegen die Streikenden und Familien nieder. Im Jahr 1912 wurde die Sozialistische Arbeiterpartei gegründet und die kommunistische Bewegung fand unter den Arbeitern beachtlichen Zulauf.

Zwischen den Weltkriegen

Chile blieb im Ersten Weltkrieg neutral die innenpolitische Lage war aber instabil. Präsident Arturo Alessandro Palma der in ein System der Sozialversicherung eingeführt hatte wurde 1924 durch einen Militärputsch entmachtet. Bis 1932 regierte Carlos Ibanez das Land mit Mitteln. 1932 wurde die verfassungsmäßige Ordnung wiederhergestellt und Radikalen erwiesen sich in den folgenden zwanzig als führende Partei . Sie verstärkten den staatlichen Einfluss auf Wirtschaftsleben.

Nachdem Chile lange Zeit - auch Rücksicht auf die zahlreichen deutschstämmigen Chilenen - Zweiten Weltkrieg neutral geblieben war beschloss 1944 der Präsident Juan Antonio Ríos Mitglied radikalen Partei als Verbündeter der USA in Krieg einzutreten aber der Einfluss Chiles auf Kriegsausgang blieb bescheiden. 1945 gehörte das Land zu den Gründungsmitgliedern Vereinten Nationen .

Die Zeit der Christdemokraten

Erste Nachkriegszeit

Inzwischen hatten Unternehmen aus den USA die Rolle der Briten übernommen; sie den Großteil der chilenischen Kupferminen. Das Frauenwahlrecht wurde 1949 in Chile eingeführt änderte aber wenig politischen Kräfteverhältnis.

Großer Gegenspieler der Konservativen die mit Kandidaten Jorge Alessandri 1958 zum letzten Mal die Präsidentschaftswahl gewannen die Christdemokraten die zwar strikt antikommunistisch nach Maßstäben aber in Fragen der Sozialpolitik gemäßigt links eingestellt waren. Unter der Präsidentschaft der fünfziger Jahre wurde die kommunistische verboten und einige ihrer Führer und Unterstützer der Dichter Pablo Neruda mussten ins Exil gehen.

Mit der Machtübernahme Fidel Castros in Kuba im Jahr 1959 geriet Lateinamerika stärker ins Blickfeld der USA . Im kalten Krieg versuchten die Vereinigten Staaten weitere kommunistische in Amerika zu verhindern und begannen über Einflussnahme und ihre Geheimdienste zusehends auch in Chile aktiv zu

Die Präsidentschaft von Eduardo Freis 1964-1970

1964 gewann Eduardo Frei Montalva als Kandidat der Christdemokratischen Partei die zum Präsidenten auch mit Wahlhilfe aus den USA . Er versuchte unter dem Motto "Revolution in Freiheit" Sozialreformen mit der Beibehaltung der demokratischen zu verbinden und den Spagat zwischen den Forderungen der Linken und der rigorosen Abwehr Reformen durch die Rechten zu schaffen. Eine verteilte über drei Millionen Hektar Großgrundbesitz an Frei scheiterte letztlich mit seinem Vorhaben seine Reformen darunter die teilweise Verstaatlichung der Kupferindustrie den Linken nicht weit genug während die schon den ersten Schritt zum Kommunismus vollzogen

Die Unidad Popular

Die Kräfte der Linken bildeten 1969 die Unidad Popular (UP) ein Wahlbündnis dem neben der Kommunistischen der Sozialistischen Partei noch viele andere kleine marxistische Parteien angehörten. Die UP vertrat eine sozialistische warb für die Verstaatlichung der Industrie und Enteignung der Großgrundbesitzer.

Dieses Bündnis stellte 1970 als Präsidentschaftskandidaten Salvador Allende auf der schon 1964 kandidiert hatte.

Allende erhielt bei den Wahlen vom 4. September 1970 36 6% der Stimmen. Sein konservativer Jorge Alessandri kam auf 35 3% und Christdemokrat Radomiro Tomic erzielte 28 1%. Absolut sich Allendes Vorsprung auf lediglich 36.000 Stimmen. Parlament ernannte ihn schließlich mit den Stimmen Christdemokraten denen er im Gegenzug die Erhaltung verfassungsmäßigen Ordnung versprach zum Präsidenten. Auch wenn UP zu keiner Zeit im Kongress über eigene Mehrheit verfügte wurde mit Allende zum ersten Mal ein marxistischer Regierungschef demokratisch legitimiert.

Der Wahlsieg Allendes traf in den USA auf heftigen Widerstand: Mit dem Sieg Marxisten in Chile war nach Kuba der zweite amerikanische Staat sozialistisch regiert nach der Domino-Theorie für den Westen untragbar war. Der Vietnamkrieg war voll im Gange und einige Afrikas hatten sich schon der Sowjetunion zugewandt. Für die US-Amerikaner bedeutete Allendes nicht nur einen schweren Imageschaden im Wettstreit Ideologien sondern auch einen finanziellen Verlust für weil die Kupferminen mehrheitlich (etwa 80%) im von US-Unternehmen waren und bei einer linken die Verstaatlichung drohte.

Die Präsidentschaft Salvador Allendes 1970-1973

Salvador Allende

Der neue Präsident Salvador Allende Gossens wurde am 26. Juli 1908 in Valparaíso geboren. Er studierte Medizin war Mitbegründer der Sozialistischen Partei Chiles ( 1933 ) kam 1937 in den Kongress und war von 1939 bis 1942 während einer liberalen Regierung Gesundheitsminister. 1945 wurde Allende in den Senat gewählt er 25 Jahre lang angehörte.

Wirtschaftliche Lage

Als Allende seinen christdemokratischen Vorgänger Frei befand sich Chile bereits in einer prekären von 10 Millionen Einwohnern galten 1 5 Kinder als unterernährt 500.000 Familien waren obdachlos die Arbeitslosigkeit lag bei 8 8 Prozent. Landbesitz konzentrierte sich bei einer kleinen Oberschicht: Prozent des Nutzlandes befanden sich in der von 4 2% der Grundeigentümer.

Der Schwerpunkt von Allendes Wirtschaftspolitik war entschädigungslose Verstaatlichung der Bodenschätze die Enteignung von Großunternehmen der Banken und eine Agrarreform bei 20.000 km² Fläche von Großgrundbesitzern an Bauern werden sollten. Die sozialistische Regierung wollte Chile abhängig vom Rest der Welt insbesondere von USA machen. Innenpolitisch strebte sie im Sinne Marxismus eine Entmachtung der " Bourgeoisie " an.

Allendes Politik

Die Politik der Unidad Popular brachte starke Verbesserungen für die Arbeiter und die Gefolgsleute. Die Löhne wurden um 35 bis Prozent erhöht.

Die Preise für die Miete und wichtige Grundbedarfsmittel wurden eingefroren. Schulbildung und Gesundheitsversorgung kostenfrei angeboten. Allende ließ Gefangene der "revolutionären Linken" frei. Jedes Kind bekam täglich einen Gratismilch und Schuhe. Die Kindersterblichkeitsrate sank so 20% aber dem Land fehlten die ökonomischen um all die sozialen Wohltaten zu finanzieren.

1971 ließ die Regierung - mit Zustimmung Parlamentsparteien - die Kupferminen verstaatlichen die Eigentümer vorwiegend Unternehmen aus den USA - blieben Entschädigung.

Reaktion des Auslands

Die USA strichen daraufhin sämtliche Hilfsmittel Chile. Alle diese Faktoren sorgten dafür dass 1971 eine Zahlungsbilanz von minus 26 Milliarden US-Dollar aufwies. n deckte die Schulden indem man Geld Dadurch verfünffachte sich der Geldumlauf und die überstieg die 300%-Marke. Gleichzeitig fehlten Devisen für Import von Rohstoffen Maschinen und Ersatzteilen und Kupferproduktion verlief nicht nach Wunsch verschärft durch Kupferboykott den die USA und 14 Gläubigerstaaten Protest gegen die Enteignung ausländischer Investoren verhängt

1972 spitzte sich die Lage weiter zu. den hausgemachten Problemen aufgrund der desolaten Haushaltspolitik hinzu dass die Regierung Allende aus westlicher nicht mehr kreditwürdig war eine Haltung die der Regierung von US-Präsident Richard Nixon vehement unterstützt wurde. Nixon wollte die in Chile "ausquetschen" wie er es nannte. Angst vor Enteignung setzte eine Kapitalflucht ins ein. Die Privatinvestitionen wurden aus Angst vor Verstaatlichung zurückgeschraubt. Auf die Sowjetunion konnte Chile ideologisch zählen Devisenhilfe konnte Allende aus Moskau erwarten.

Proteste und Streiks

Die Proteste im Land schwollen an: protestierten gegen die Durchführung der Landverteilung die gegenüber Vertragsfarmern bevorzugte sie besetzten Bauernland und kam es zu Nahrungsmittelengpässen. 1972 mussten Lebensmittel rationiert werden und die war gezwungen Devisen für die Einfuhr von aufzuwenden. Im Herbst 1972 streikten etliche Berufsgruppen Lastwagenfahrer Bankangestellte Arbeiter und Studenten um eine in der Wirtschaftspolitik zu erzwingen. Es kam Straßenschlachten.

Allende rief den Notstand aus. Radikale Gruppen antworteten sogar mit Terror und Sabotage . Es gab in Allendes Amtszeit insgesamt Terroranschläge auf Eisenbahnen Brücken Hochspannungsleitungen und Pipelines.

Das Militär

US-Präsident Nixon erteilte der CIA den Auftrag das chilenische Militär zu gewaltsamem Putsch zu bewegen. Allende dagegen versuchte Militärs in die Regierung einzubeziehen: Er ernannte General Carlos Prats zum Innenminister und berief hochrangige Offiziere in sein Kabinett. Die Mittel die Streitkräfte flossen auch unter der Regierung weiter großzügig.

Die Kongresswahlen vom März 1973 brachten Klarheit: die Unidad Popular gewann zwar leicht Stimmen bliebt aber weit entfernt von der Mehrheit. Die konservativen Kräfte wiederum verfehlten die die sie gebraucht hätten um Allende des zu entheben. Durch Politik und Gesellschaft in ging ein tiefer Graben.

Im Juni 1973 wurde ein erster Putschversuch eines Panzerregiments regierungstreuen Militärs niedergeschlagen. Im Juli streikten erneut Lastwagenfahrer und die Studenten mit Unterstützung weiter der konservativen Opposition. General Prats trat zurück er die Unterstützung der Armee verloren hatte. 22. August 1973 sprach der Kongress mit Mehrheit Allende das Misstrauen aus und forderte Präsidenten zum Rücktritt auf aber diese Aufforderung rechtlich unverbindlich bleiben und Allende folgte ihr

An Stelle des zurückgetretenen Prats ernannte am 25. August 1973 den General Augusto Pinochet zum Oberkommandierenden des Heeres.

Der Putsch vom 11. September 1973

Drei Wochen später am 11. September 1973 putschte die Armee erneut und diesmal die Militärs Erfolg. Mit Kampfflugzeugen bombardierten sie Präsidentenpalast "Moneda" und stürmten ihn am selben Allende war später nur noch tot auffindbar. heute ist ungeklärt ob Allende ermordet wurde Suizid ausübte. Es gibt keine Beweise die oder gegen einen Suizid sprechen. Allendes Leibarzt von einem Selbstmord ausgeführt mit einem von Fidel Castro geschenkten Maschinengewehr.

Die Ära Pinochet 1973-1990

Augusto Pinochet

Augusto Pinochet wurde am 25. November 1915 in Valparaíso geboren. Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen und begann seine Ausbildung unmittelbar nach dem an der Militärakademie Chiles. Im Alter von Jahren war er schon Leutnant und stieg weiter auf. 1956 diente er als Militärattaché der chilenischen Botschaft in Washington . Mehrfach besuchte er in den folgenden Lehrgänge der US-Armee. Unter Eduardo Frei wurde Brigadegeneral.

Während des Putschversuchs vom Juni 1973 Pinochet noch treu zur Regierung aber die desolate Situation Chiles änderte wohl seine Einstellung. konnten ihn die Verschwörer in der Armee in letzter Minute von der Notwendigkeit des überzeugen. Um so radikaler fiel der Sinneswandel aus: "Ich oder das Chaos" lautete das Motto des Generals dem Präsident Allende bis vertraute.

In der Erklärung der Putschisten vom September 1973 heißt es:

" ... erklären die Streitkräfte ... :
  • 1. Der Präsident (Allende) der Republik hat hohen Vollmachten unverzüglich den chilenischen Streitkräften ... übergeben.
  • 2. Die chilenischen Streitkräfte sind sich einig ihrer Entschlossenheit die verantwortliche historische Mission zu und den Kampf für die Befreiung des vom marxistischen Joch ... zu führen.
  • 3. Die Arbeiter Chiles brauchen nicht daran zweifeln dass der wirtschaftliche und soziale Wohlstand sie bis zum heutigen Tage erreicht haben großen Veränderungen erfahren wird.
  • 4. Die Presse die Rundfunksender und die der Unidad Popular haben von diesem Zeitpunkt die Verbreitung von Information einzustellen ansonsten werden zu Lande und aus der Luft angegriffen.
  • 5. Die Bevölkerung von Santiago de Chile in ihren Häusern zu bleiben damit der unschuldiger Menschen vermieden wird.
General Augusto Pinochet ..."

Terror und Mord

Sämtliche staatlichen Institutionen in ganz Chile binnen Stunden vom Militär besetzt. Pinochet setzte Verfassung sofort außer Kraft löste den Kongress ordnete eine strenge Zensur an und verbot alle politischen Parteien. Armee und die kasernierten Carabineros gingen sofort rücksichtslos gegen alle vermeintlichen vor Terror und Menschenrechtsverletzungen regierten. Im Nationalstadion von Santiago wurden Opfer interniert viele von ihnen gefoltert und getötet. Die Schätzungen über die gehen weit auseinander: zwischen 2.500 und 80.000 wurden während dieser ersten Wochen der Diktatur Etliche Menschen verschwanden spurlos und auf bis ungeklärte Weise. Hunderttausende flohen ins Ausland.

In den dünn besiedelten Wüstengebieten im Chiles und in Patagonien errichtete das Militär Konzentrationslager wo Oppositionelle und deren Sympathisanten nicht zu Tode gefoltert und unter anderem mit hinaus aufs Meer geflogen und dort hinausgeworfen Es kam unter einigen Offizieren zu makabren um die größten Grausamkeiten.

Der chilenische Geheimdienst CNI verfolgte die Gegner des Regimes auch Ausland. 1974 starb Pinochets Vorgänger als Heereschef Prats durch eine Autobombe in Buenos Aires entging ein christdemokratischer Politiker nur knapp einem in Rom und 1976 tötete eine weitere Autobombe Außenminister der Regierung Allende Olrando Letelier in Diese Anschläge werden allgemein der CNI im Zusammenspiel mit dem amerikanischen Geheimdienst CIA zugeschrieben.

Pinochets Wirtschaftspolitik

Das öffentliche Leben und die Wirtschaft nach dem Staatsstreich rasch zu geordneten Bahnen die ökonomische Lage stabilisierte sich nach dem Wenige Tage nach dem Staatsstreich war in Frankfurter Allgemeine Zeitung zu lesen: "Chile: jetzt investieren!". Schon nach der Machtübernahme Pinochets begannen auch die wieder Chile intensiv mit Wirtschaftshilfe zu unterstützen. waren auch die internationalen Organisationen wieder bereit Kredite zu gewähren.

Pinochet holte sich Wirtschaftsberater aus den USA die eine marktliberale Linie des Monetarismus vertraten; viele von ihnen kamen aus Umfeld von Milton Friedman von der University of Chicago und deshalb spöttisch "Chicago Boys" genannt. Die Regierung setzte ein umfassendes Liberalisierungs - und Privatisierungsprogramm durch: Bis 1979 wurden 20% der entlassen und der Staatshaushalt um die Hälfte Davon profitierten die Investoren weil die Zölle Steuern stark sanken. Die Wirtschaftspolitik setzte auf und entzog weite Teile des Gesundheitswesens und Bildung der staatlichen Verantwortung. Die Verstaatlichung der hielt Pinochet allerdings aufrecht. Aus den Einnahmen Kupfergesellschaften wird bis heute das chilenische Militärbudget

Mit dieser rigorosen Wirtschaftspolitik klafften die zwischen Arm und Reich in Chile wieder auseinander aber die Volkswirtschaft insgesamt profitierte von Wachstumsraten und einer für südamerikanische Verhältnisse außergewöhnlichen

Die Verfassung von 1980

1978 hielt Pinochet ein Referendum ab das im Amt bestätigen sollte. Er erhielt etwa Zustimmung die Abstimmung fand allerdings unter großem statt so dass man nicht von einer Wahl sprechen kann. Pinochet lockerte in der die Diktatur : Zivilisten erhielten Zutritt in das Kabinett 1980 wurde — unter der Federführung des Ex-Präsidenten Jorge Alessandri — eine neue Verfassung geschrieben und Volksabstimmung abgesegnet die aber wieder unter großem der Staatsmacht abgehalten wurde. 60% der Chilenen die Verfassung an. Die neue Verfassung legitimierte umfassende Machtbefugnisse und stand ihm eine weitere als Präsident zu die bis 1989 gelten sollte.

Die Wirtschaftskrise 1982

Mit der weltweiten Rezession von 1982 und dem Verfall der Kupferpreise geriet wirtschaftspolitischer Kurs ins Schlingern. Das Land war Ausland hoch verschuldet. Mit einem harten Sanierungsprogramm im öffentlichen Dienst und dem Kürzen von steuerte die Regierung dagegen. Ein Drittel der war unterernährt Chile hatte rund 25% Arbeitslose über 50% lebten unter der Armutsgrenze .

Die harte Wirtschaftspolitik erregte Proteste 1982 kam es in vielen chilenischen Städten "Hungermärschen" immer wieder erhob sich Protest den Gewerkschaften organisierten. Es kam zu einer Welle Bombenanschlägen in den großen Städten vor allem hochrangige Offiziere. Nachdem 1986 gar ein Mordanschlag organisiert von einer an Pinochet verübt wurde verschärfte die Regierung Repressionen erneut.

Übergang zur Demokratie

Doch mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Jahre beruhigte sich Chile auch politisch wieder 1987 konnten politische Parteien wieder arbeiten. Pinochets Amtszeit näherte sich ihrem Ende. Am 5. 1988 kam es zur Volksabstimmung ob Pinochet den anstehenden Präsidentschaftswahlen der einzige Kandidat sein Zur großen Überraschung internationaler Beobachter entschieden sich Prozent der Wähler mit "Nein".

Pinochet entschied sich für geordneten Rückzug: 14. Dezember 1989 fanden Präsidentschaftswahlen in Chile die ersten seit 19 Jahren! Der Kandidat Rechten Hernán Büchi unterlag klar seinem Konkurrenten Patricio Aylwin einem Christdemokraten der von der Concertación unterstützt wurde einem breiten Mitte-Links-Bündnis aus Liberalen Sozialdemokraten und Sozialisten.

Augusto Pinochet beugte sich der Entscheidung Chilenen und trat als Präsident zurück; er aber den Oberbefehl über die chilenischen Streitkräfte wurde Senator auf Lebenszeit wie es die von 1980 die wesentlich Pinochets Handschrift trägt Ex-Präsidenten mit mehr als sechs Jahren Amtsdauer

Pinochets neoliberale Wirtschaftspolitik und die innenpolitische nach den bürgerkriegsähnlichen Zuständen der Allende-Jahre imponierte konservativen Politikern (darunter Franz Josef Strauß und Margaret Thatcher ) aber auch einem großen Teil des Volkes. Die historische Aufarbeitung der Ära Pinochet erst vor wenigen Jahren begonnen die Meinung Chilenen ist tief gespalten die einen sehen ihm den Schlächter der Freiheit und Gerechtigkeit ließ die anderen loben ihn als Retter Vaterlandes vor dem kommunistischen Chaos.

Chile seit 1990

Die Präsidentschaft Aylwins 1990-1994

Der frischgewählte Präsident Patricio Aylwin (Jahrgang 1918 ) hatte die Regierung Pinochet 1973 mit anfänglicher Sympathie begleitet sich dann angesichts der Menschenrechtsverletzungen der Oppostion angeschlossen. Er dafür dass die gemäßigt linke Partido Demócratico Cristiano (Christlich-Demokratische Partei) obwohl verboten zur größten Chiles wurde.

Aylwin begann mit bescheidenen Wirtschaftsreformen und sich die verfeindeten politischen Lager zu versöhnen ein demokratisches Zusammenleben zu ermöglichen. Behutsam begann mit der Aufarbeitung der Verbrechen der Militärdiktatur: November 1993 standen erstmals Offiziere wegen Menschenrechtsverletzungen Gericht. Die Hintermänner des Mordes an Orlando wurden zu langen Gefängnisstrafen verurteilt. Viele Exilanten zurück in ihre Heimat.

Die von Aylwin begonnenen Reformen verhalfen zu erneutem wirtschaftlichen Aufschwung der Anteil der die in Armut leben ging unter seiner um ein Viertel zurück.

Die Präsidentschaft von Eduardo Frei Ruiz-Tagle 1994-2000

Nach einer Legislaturperiode im März 1994 übergab er sein Amt an seinen Nachfolger Eduardo Frei Ruiz-Tagle (geboren 1942 ) dessen Vater von 1964 bis 1970 gewesen war und der ebefalls den Christdemokraten

1996 wurde ein Modernisierungsprogramm beschlossen und eine der Verfassung und Justiz geplant. Frei wurde Dezember 1997 wieder gewählt.

Zwei Ereignisse erregten während seiner Amtszeit Aufsehen. 1993 kam der ehemalige DDR -Staatsratsvorsitzende Erich Honecker nach Santiago wo seine Tochter lebte der Strafverfolgung in Deutschland nach der deutschen Einheit zu entgehen. Er starb im Mai 1994 .

Im Mittelpunkt des Weltinteresses stand Chile September 1998 . Ex-Diktator Augusto Pinochet war am 10. 1998 im Alter von 82 Jahren als des chilenischen Militärs zurückgetreten. Im September 1998 er in London wo er sich medizinisch behandeln ließ Der spanische Untersuchungsrichter Báltazar Garcón veranlasste einen Haftbefehl um Pinochet für Verbrechen an spanischen in den Tagen nach dem Putsch von zur Verantwortung zu ziehen. Pinochet wurde in unter Hausarrest gestellt seine Ärzte bescheinigten ihm seines Alters Verhandlungsunfähigkeit und nach 17 Monaten er im März 2000 nach Santiago zurückkehren.

Seine Anhänger empfingen ihn jubelnd während Gegner und Menschenrechtsgruppen weiter verlangten dass ihm Prozess gemacht würde.

Frei hatte 1998 außerdem noch die Aufgabe Chiles Fußballfans Räson zu bringen. Beim entscheidenden Qualifikationsmatch für Fußball-WM 1998 gegen den "Erzfeind" Peru bewachten 60.000 Polizisten die ebenfalls 60.000 Zuschauer.

Die Präsidentschaft Ricardo Lagos' seit 2000

Am 19. Januar 2000 wurde der Sozialist Ricardo Lagos (geboren 1938 ) neuer chilenischer Präsident. Er bezwang in Stichwahl vom 16. Januar seinen konservativen Gegner Lavín nur knapp. Mit Lagos zog nach der zweite sozialistische Präsident in die "Moneda"

Lagos machte die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit die Senkung der Kriminalität zu Kernanliegen seiner Sein Programm sah außerdem die Wiedereinführung der Tarifautonomie und die Einbindung des Armee-Budgets in staatlichen Haushalt vor.

Ob diese Vorhaben umgesetzt werden können fraglich. Zum einen bestimmen im Senat die Konservativen zum Teil noch von ernannt zum anderen verfügt das Militär nach vor über großen Einfluss. Jede chilenische Regierung gezwungen die Streitkräfte als Machtfaktor in ihre einzubeziehen.

Ausblick

Das lange Erbe der Pinochet-Jahre verhindert Reformen und die rasche Aufarbeitung der Verbrechen Militärdiktatur aber zugleich trägt es dazu bei die politische Führung im Einvernehmen mit breiten der politisch gespaltenen Bevölkerung handelt. Chile hat bemerkenswerten Wandel von der Diktatur zur Demokratie 1989 in kleinen Schritten aber ohne Gewalt Bürgerkrieg geschafft. Viele Nachbarn in Südamerika beneiden Land um seine Stabilität und seinen Wohlstand.

Der jetzige Präsident Lagos hat eine Aufgabe vor sich da auch Chile zur von einer Rezession geplagt wird die den zwischen den Reichen in der Weltstadt Santiago Bewohnern und den armen Kleinbauern der abgelegeneren noch weiter aufreißt. Dem neuen Präsidenten obliegt nur die schwere Aufgabe das gespaltene Volk mit sich zu versöhnen sondern auch einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Schichten herzustellen ohne Wirtschaftskraft des Landes aufs Spiel zu setzen. dies wird nur möglich sein wenn Chile seiner Geschichte offen stellt und die Schatten Vergangenheit mit dem Licht der Wahrheit zum bringt.

Weblinks

  • http://www.economiaysociedad.com/declaration_german.html - Erklärung des Chilenischen Parlamentes zur der chilenischen Demokratie durch den Volksfront-Präsidenten Salvador Santiago den 22. August 1973 (deutsch/englisch/spanisch).

Siehe auch




Bücher zum Thema Geschichte Chiles

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