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Geschichte Spaniens


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Inhaltsverzeichnis

Frühgeschichte und Römer

Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Iberer nach denen auch die Halbinsel benannt ist. Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Phönizier an der Südküste an deren Kolonien Cadiz (Gades) die berühmteste war. Später setzten die Griechen an der Küste fest. Die im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. aus Gallien eingewanderten Kelten verschmolzen mit den Iberern nach vielen Kämpfen zum Volk der Keltiberer . Nach dem Ersten Punischen Krieg von 237 bis 219 v. Chr. eroberten die Karthager den Süden und Osten der Iberischen Halbinsel deren Stadt Neukarthago (Cartagena) die wichtigste wurde. Im Zweiten Punischen Krieg ( 206 ) verloren sie diese Besitzungen aber wieder.

Nach den Karthagern versuchten die Römer das Land unter ihre Herrschaft zu was ihnen aber erst nach 200jährigen blutigen gegen die Keltiberer und Lusitanier (unter Viriathus) die Kantabrer wurden erst 19 v. Chr. von Augustus besiegt. Augustus unterteilte die auch nicht wie bisher in zwei Provinzen Citerior und Hispania Ulterior sondern in drei: Baetica und Taraconensis. Von Letzterer wurde unter Hadrian die neue Provinz Galaecia et Asturia Die Basken im Norden behielten ihre Unabhängigkeit. die Römer das Land mit vielen Straßen durchzogen und zahlreiche Kastelle bauten wurde das Land schnell romanisiert bald Hauptsitz römischer Kultur dem mehrere römische ( Trajan Hadrian Antoninus Marcus Aurelius Theodosius I. ) und angesehene Schriftsteller ( Seneca Lucanus Martialis) entstammten. Handel und Verkehr blühten die Bevölkerung wuchs stark an.

Das Christentum breitete sich in Hispania trotz blutiger Verfolgung schnell aus bis es unter Kaiser Konstantin I. zur vorherrschenden Religion wurde.

Westgotisches Spanien

Zu Anfang des 5. Jahrhunderts als der innere Zerfall des Römischen auch seine äußere Macht erschütterte drangen die germanischen Völker der Ulanen Vandalen und Sueben in Spanien ein und verwüsteten das einige wurden sesshaft und gründeten Nachfolgekönigreiche der die sich noch eine Zeitlang im Osten Halbinsel behaupten konnten. Die Iberische Halbinsel wurde nach 410 von den Westgoten anfangs noch Bundesgenossen der Römer erobert. anderen Stämme wurden vertrieben.

Al-Andalus

711 nutzten Streitkräfte des Islam ( Araber und Berber aus Marokko ) der im 7. Jahrhundert vom Propheten Muhammad begründet worden war und schon den Maghreb beherrschte den Bürgerkrieg unter den westgotischen auf der iberischen Halbinsel um über die Straße von Gibraltar einzumarschieren. Um 718 beherrschten sie den größten Teil der ihre Expedition nach Frankreich wurde 732 bei Poitiers ( Frankreich ) vom fränkischen Hausmeier Karl Martell gestoppt.

Den Herrschern von Al-Andalus wurde durch Umayyaden - Kalifat in Damaskus der Rang eines Emirs gewährt. Den aufreibenden Zwistigkeiten und blutigen welche Ehrgeiz und Herrschsucht der arabischen Häuptlinge in dieser entfernten Provinz des hervorriefen machte 755 der bei der Vernichtung durch die Abbasiden einzig übriggebliebene Spross der Umayyaden Abd ur-Rahman I. ein Ende welcher nach Spanien flüchtete hier vom Volk mit Jubel begrüßt ein Reich mit der Hauptstadt Cordoba das so genannte Emirat von Cordoba gründete. Al-Andalus wurde häufig von internen zwischen den arabischen Umayyaden den Berbern aus Nordafrika und den christlichen Westgoten

Abd ur-Rahman III. ( 912 - 961 ) gründete 929 das Kalifat von Cordoba . In dieser Zeit erreichten arabische Kunst Wissenschaft auf der iberischen Halbinsel ihre Blüte. Städte schmückten das Land; das Gebiet des Guadalquivir soll allein 12.000 bewohnte Orte gezählt Cordoba hatte 113.000 Häuser 600 Moscheen darunter die prachtvolle Hauptmoschee und herrliche darunter den Alkazar. Mit Cordoba wetteiferten andere wie Granada mit der Alhambra Sevilla und Toledo . In gleichem Sinn wie Abd ur-Rahman regierte sein als Dichter und Gelehrter ausgezeichneter al-Hakam II. ( 961 - 976 ) wogegen unter dem schwachen Hisam II. 976 - 1013 ) das Kalifat zu sinken begann.

Das Kalifat erreichte seinen Höhepunkt unter Ibn Abi Amir (auch Almansor d.h. der Siegreiche ) einem Statthalter Hisams II. um das 1000 der Barcelona ( 985 ) und andere christliche Städte plünderte. Nach Almansors Tod stürzte Kalifat in einen Bürgerkrieg und zerfiel in als zwanzig Emirate die so genannten „ Taifa-Königreiche “. Nach dem Verlust von Toledo im Jahr 1085 brachen die Almoraviden von Nordafrika ein und errichteten ein Reich. Im 12. Jahrhundert brach das Königreich der Amoraviden ebenfalls nur um durch eine almohadische Invasion 1147 übernommen zu werden. Nach der entscheidenden Schlacht bei Navas de Tolosa ( 16. Juli 1212 ) blieb nur noch das Königreich von Granada unter den Nasriden bis 1492 über.

Al-Andalus bleibt als Beispiel höchster arabischer und Wissenschaft im kollektiven Gedächtnis der Araber heute erhalten. Es war geprägt von einem der Toleranz zwischen den herrschenden Muslimen und großen christlichen und jüdischen Gemeinden.

Reconquista : 8. bis 15. Jahrhundert

Die Vertreibung der Muslime begann unter dem ersten König des von Asturien Pelayo ( 718 - 737 ) der den Kampf gegen die Mauren den Bergen von Covadonga aufnahm. Später führten Söhne und Nachkommen dieses Werk fort bis Muslime vertrieben waren. Währenddessen errichteten die fränkischen im Osten der Halbinsel jenseits der Pyrenäen im heutigen Katalonien die Spanische Mark und eroberten 785 Girona und 801 Barcelona.

Der Gedanke die Reconquista als einzelnen zu begreifen der acht Jahrhunderte überspannte ist unkorrekt. Die christlichen Reiche im Norden Spaniens kämpften genauso gegeneinander als auch gegen Muslime. Der spanische Volksheld des 11. Jahrhunderts El Cid wurde von König Alfons VI. verbannt fand Zuflucht beim muslimischen König von Saragossa . Die Idee der Wiedereroberung durch einen Kreuzzug und das Bedürfnis religiöser Reinheit in ist vermutlich durch die „katholischen Monarchen“ Isabella I. von Kastilien und Ferdinand von Aragón eingeführt worden um ihre Eroberung von die Ausweisung der Juden von denen 160.000 zu dieser Zeit Spanien lebten und die gewaltsame Bekehrung der zu rechtfertigen.

Im 15. Jahrhundert vereinigten sich die Königreiche von Kastilien und Aragón und alle Muslime wurden von der Halbinsel vertrieben. Aragón war zu dieser Zeit länger eine wichtige Seemacht im Mittelmeer und Kastilien stand in Konkurrenz mit Portugal um die Vorherrschaft im Atlantischen Ozean. der Eroberung der letzten maurischen Festung bei Granada am 2. Januar 1492 begann Spanien Missionen zur Erforschung der Weltmeere zu finanzieren. von Christoph Kolumbus brachte eine Neue Welt in den Blickwinkel europäischer Aufmerksamkeit. Es Conquistadores Eroberer die die einheimischen Reiche in und die der Inka unter spanische Herrschaft brachten.

Spanien unter den Habsburgern: 16. bis Jahrhundert

siehe Geschichte Spaniens im 16. bis 17. Jahrhundert

Spanien unter den Bourbonen

Der erste Bourbonenkönig französischer Herkunft Philipp V. ( 1700 - 1746 ) obwohl selbst von keiner großen Bedeutung doch aus seiner Heimat ein ganz anderes und neue Kräfte in das zerrüttete Staatswesen. Fremden Franzosen und Italiener welche Philipp an Spitze der Behörden und des Heers stellte unter denen Alberoni hervorragte führten nun wenn in etwas gewaltsamer Weise und in nur Umfang die Grundsätze der französischen Staatsverwaltung durch: die einheitliche Staatsgewalt hemmenden Missbräuche wurden beseitigt und Gewerbe Wissenschaft und Kunst gefördert die der Provinzen aufgehoben eine einheitliche Besteuerung und eingerichtet ( Decreto de Nueva Planta 1515 ). Die wohltätigen Folgen einer zwar unumschränkten tätigen und verständigen Königsmacht zeigten sich auch schnell. Aber als sie auch die Herrschaft Kirche anfocht und deren Missbräuche abschaffen wollte die Regierung beim Volk auf allgemeinen energischen dem Philipp V. unter dem Einfluss seiner Gemahlin Elisabeth Farnese nachgab; die Hierarchie feierte glänzenden Triumph und die Kurie und die Inquisition herrschten nach wie vor in Spanien. Regierung des schwächlichen hypochondrischen Ferdinand VI. ( 1746 - 1759 ) war segensreich weil sie sparsam und war. In materieller Beziehung nahm das Land bedeutenden Aufschwung.

Einen bedeutenden Fortschritt aber in der zum modernen Staat bezeichnete die Regierung Karls III. ( 1759 - 1788 ) des Stiefbruders Ferdinands VI. der obwohl doch vom damals herrschenden Staatsbewusstsein erfüllt und den anderen Staaten ebenbürtig zu machen bestrebt Ihm standen bei seinen Reformen drei bedeutende Aranda Floridablanca und Campomanes zur Seite. Die Beteiligung Spaniens am Krieg Frankreichs gegen England 1761 - 62 infolge des nachteiligen bourbonischen Familienvertrages störte die Reformtätigkeit. Diese erhielt indessen eine wesentliche 1767 durch die Ausweisung der Jesuiten . Nun konnten eine Menge Missbräuche und der Geistlichkeit beseitigt oder beschränkt und ein Zusammenwirken des Staats und der Kirche hergestellt welches auf Bildung und Gesittung des Volkes höchst heilsamen Einfluss ausübte. Viele Reformen blieben auf dem Papier stehen da es bei beispiellosen Versunkenheit Spaniens in Ackerbau Gewerbe und an allen Voraussetzungen ihrer Durchführbarkeit fehlte. Die angestrengteste Tätigkeit der Regierung die Verwendung ungeheurer auf Ansiedelungen Bergwerke Fabriken und Straßen die des Handels mit Amerika brachten daher nur Teil Früchte. Die Bevölkerung war 1788 erst auf 10.270.000 Menschen wieder angewachsen.

Der zweite unglückliche Krieg gegen England 1780 - 83 ) in den Spanien wieder durch den verwickelt wurde verschlang solche Summen dass ein Papiergeld ausgegeben werden musste. Die unleugbaren Fortschritte Volksbildung und Volkswohlfahrt hätten aber doch bei frischen Geist bei der zugleich patriotischen und Bewegung von denen die Nation durchweht war günstige und dauerhafte Ergebnisse zur Folge gehabt Spanien eine längere Reformperiode vergönnt gewesen wäre. vielversprechenden Anfänge gingen aber unter Karls III. Karl IV. ( 1788 - 1808 ) völlig zu Grunde und Spanien wurde eine heillose und "verbrecherische" Politik dem Untergang

Spanien während der Revolutionszeit

Karl IV. ein gutmütiger aber unfähiger wurde ganz beherrscht von seiner klugen und jedoch sittenlosen Gemahlin Marie Luise von Parma durch Günstlingswirtschaft und Verschwendung die Staatsverwaltung und Finanzen in Verwirrung brachte und ihrem Geliebten dem Friedensfürsten den herrschenden Einfluss endlich nach Floridablancas und Arandas im November 1792 auch die oberste Leitung der Staatsgeschäfte Nachdem Spanien dem Sturz der Bourbonen in unthätig zugesehen wurde es 1793 doch durch die Hinrichtung Ludwigs XVI. und die Insulten des Konvents veranlasst den Krieg zu erklären welcher mit einer beispiellosen Unfähigkeit geführt wurde dass er trotz Schwäche der Franzosen und trotz der Opferwilligkeit Nation mit einer feindlichen Invasion in Navarra den baskischen Provinzen und Aragon endete. Gunst der Umstände verschaffte Spanien noch den Frieden von Basel ( 22. Juli 1795 ). Aber es geriet durch denselben in Abhängigkeit von Frankreich welche der leichtfertige Godoy den Vertrag von San Ildefonso ( 27. Juni 1796 ) besiegelte. Derselbe zwang Spanien das kaum Kosten des letzten Kriegs hatte aufbringen können Krieg mit England und gleich die erste beim Kap St. Vincent ( 14. Februar 1797 ) zeigte die Unbrauchbarkeit der spanischen Flotte. unternahm Godoy 1801 in französischem Interesse noch einen ruhmlosen gegen Portugal. Im Frieden von Amiens ( 23. März 1802 ) musste Spanien zwar an England bloß abtreten aber seine Herrschaft in den amerikanischen war erschüttert und seine Finanzen zerrüttet. Der der merkantilen und industriellen Revolutionen ließen das Land als Wirtschafts- und hinter Großbritannien Frankreich und Deutschland zurückfallen.

Trotz dieser Zustände stürzte Godoy durch neuen ungünstigen Vertrag mit Frankreich ( 9. Oktober 1803 ) das finanziell erschöpfte Spanien in einen mit England in welchem bei Finisterre ( 22. Juli ) und bei Trafalgar ( 20. Oktober 1805 ) Spaniens letzte Flotte zu Grunde ging. Volk ließ dies alles geduldig über sich und wankte nicht in seiner unbedingten Loyalität die Entrüstung richtete sich gegen den schamlosen Godoy der in seiner Verblendung sogar die hegte Regent von Spanien zu werden oder die Königskrone von Südportugal aufs Haupt zu Als er um dies letztere zu erreichen mit Frankreich im Vertrag von Fontainebleau ( 27. Oktober 1807 ) zu einem Kriege gegen Portugal verband Napoleon französische Truppen über die Pyrenäen in einrücken ließ kam es 18. März 1808 in Aranjuez zu einer Erhebung des gegen Godoy. Derselbe wurde gestürzt und unter Eindruck der Wut des erbitterten Volkes ließ der König bewegen am 19. März zu Gunsten seines Sohnes Ferdinand der ein Kind war abzudanken.

Als Ferdinand VII. hielt dieser am 24. März seinen Einzug in Madrid . Karl IV. nahm aber kurz darauf einem Schreiben an Napoleon seine Thronentsagung als erzwungen zurück. Der Kaiser bat nun die spanische Königsfamilie nach Bayonne wo Ferdinand nach längerm Sträuben am 5. Mai auf die Krone zu Gunsten seines verzichtete dieser aber sofort seine Rechte an abtrat.

Napoleonische Zeit und der Spanische Unabhängigkeitskrieg

Nun wurde der Bruder Napoleons Joseph König von Neapel am 6. Juli im Beisein einer Junta von spanischen amerikanischen Abgeordneten in Bayonne zum König von ernannt und hielt nachdem er und die am 7. Juli auf die neu entworfene Verfassung geschworen am 20. Juli seinen Einzug in Madrid.

Spanien fühlte sich unter der Fremdherrschaft und akzeptierte die Neuerungen nicht die Napoleon Land bringen wollte. Allein nun nahm der immer mehr den Charakter des furchtbarsten Volkskampfes und wurde durch die im September 1808 in Aranjuez errichtete Zentraljunta einheitlich geleitet. beging zwar manche Fehler griff oft in verkehrter Weise in die Kriegsoperationen ein und tüchtige Generale ab gab aber durch den zum Guerillakrieg ( 28. Dezember 1808) dem Kampf eine Wendung. Die Angriffe der Guerillos rieben die Kräfte der auf und entrissen ihnen die Früchte ihrer im offenen Felde.

Zwischendurch drangen die Engländer unter dem Herzog von Wellington in Spanien ein und konnten auch Siege erringen wurden jedoch von nachrückenden französischen nach Portugal zurückziehen. Im Januar 1810 waren die Franzosen Herren von Andalusien und nach der Einnahme von Ciudad und Almeida drang im August ein Heer 80.000 Mann in Portugal ein um die zu vertreiben. Die Sache der Spanier schien verloren. Namentlich die höhern wohlhabendern Schichten des schlossen sich immer zahlreicher dem bonapartistischen König Die Zentraljunta deren Unfähigkeit das Missgeschick der Heere hauptsächlich verschuldet hatte wurde am 2. Februar 1810 in Cadiz wohin sie von Sevilla geflüchtet war zur Abdankung und Einsetzung Regentschaft gezwungen in welcher der Radikalismus die bekam. 1812 schaffte die Cortes dort jedoch die erste moderne Verfassung formlos La Pepa genannt.

Die spanischen Truppen wurden jetzt verstärkt und gut verpflegt und ihre nützliche Verwendung gesichert dass die Cortes Wellington der sich 1811 vor Lissabon lange behauptet hatte zum Oberbefehlshaber sämtlicher in Spanien ernannte. Im Januar 1812 eroberte Ciudad Rodrigo und 7. April Badajoz schlug am 22. Juli die Franzosen bei Salamanca und zog am 12. August in Madrid ein. Zwar musste er vor der Übermacht der bedeutend verstärkten Franzosen Neue an die portugiesische Grenze zurückziehen und wurde zum letztenmal von den Franzosen besetzt Katastrophe in Russland veränderte aber auch die Lage der in Spanien. Am 27. Mai 1812 hatte König Joseph Madrid für immer und sich mit der französischen Armee auf zurückgezogen. Hier wurde dieselbe von Wellington am 21. Juni 1813 gänzlich geschlagen. Die Franzosen zogen sich die Pyrenäen zurück und Wellington rückte am 9. Juli in Frankreich ein. Spaniens Unabhängigkeit war wieder hergestellt.

Ferdinand VII.

Die ordentlichen Cortes die im Januar 1814 ihren Sitz nach Madrid verlegten erließen die Servilen (Konservativen) die Mehrheit hatten am 3. Februar 1814 eine Einladung an Ferdinand VII. sich nach Madrid zu begeben und Verfassung von 1812 schwören. Den Vertrag des mit Napoleon Bonaparte (am 13. Dezember 1813 in Valenay abgeschlossen) der seine in Spanien herstellte aber den französischen Einfluss erkannten sie nicht an. Ferdinand betrat am 24. März 1814 in Gerona den spanischen Boden und nahm am 4. Mai von Valencia aus vom Thron in Besitz weigerte aber die Verfassung anzuerkennen nachdem sich General ihm mit 40.000 Mann angeschlossen hatte und am 11. Mai die Cortes durch Truppen auseinander jagen. begrüßte ihn das Volk mit Jubel als am 14. Mai in Madrid einzog denn er war Gegner des verhassten Godoy noch immer populär.

Der König unwissend charakterlos von launischer Despotenart ließ sich beherrschen. Jeder Reformversuch der der Zerrüttung des Staatswesens gebotenen und von Großmächten dringend angeratenen war wurde vereitelt. Spanien daher nicht im Stande die abgefallenen Kolonien Amerika wieder zu unterwerfen und verlor seinen Besitz auf dem Festland von Süd- und Mittelamerika . Florida trat es 1819 für 5 Millionen Dollar freiwillig an Vereinigten Staaten von Amerika ab.

Die Gewalttätigkeit und der Hochmut der Regierung erstickten die frühere Anhänglichkeit an das und erbitterte Feindschaft gegen dasselbe oder gleichgültiger traten an ihre Stelle. Besonders in dem vernachlässigten Heer wuchs die Unzufriedenheit und es unter den für die Überfahrt nach Amerika Truppen zum Ausbruch: der Oberstleutnant Riego zwang 1. Januar 1820 den König nach einem Staatsstreich die Konstitution von 1812 anzuerkennen ( Trienio Liberal ). Ein weiterer Staatsstreich durch eine französische im Jahr 1823 stellte die absolute Monarchie unter Ferdinand wieder her. Die Verfassung wurde widerrufen und exekutiert (1823- 1833 Decada ominosa ).

Maria Cristina die Karlistenkriege Isabella II. XII.

Nach dem Tod des Königs 1833 macht sein Bruder Don Carlos Ferdinands und Maria Cristinas Tochter Isabella II. den Thron streitig. Da die Anhänger Carlos' Traditionalisten waren suchte Isabella bei den Unterstützung. Dies führte zum 1. Karlistenkrieg der sechs Jahren von den Liberalen gewonnen wurde. 1840 zwang ein erneuter durch General Espateros Staatsstreich die Regentin Maria Cristina zu Flucht. selbst übernahm danach die Macht. Nachdem Isabella 1843 für mündig erklärt worden war führte Narvaez eine Revolte an die General Espateros Flucht aus Spanien zwang. 1845 wurde eine Verfassung angenommen und zwei später 1847 begann der 2. Karlistenkrieg der 1849 mit dem Sieg Isabellas endete. Eine von Aufständen durch die Progresistas (Liberale Republikaner und Sozialisten) und Moderatos (Monarchisten und Katholiken) führte 1868 zu einer Revolution unter General Prim die Herrschaft von Isabella beendete und sie Exil nach Frankreich zwang während General Serrano die Regierung übernahm.

1869 wurde durch die Cortes eine erneute proklamiert die zu einer konstitionellen Monarchie unter von Savoyen führte einem Sohn von Viktor II. von Italien. Der Aufrührerische General Prim 1870 ermordet. Nachdem 1872 der 3. Karlistenkrieg ausbrach und Amadeus Ordnung in Spanien nicht wiederherstellen konnte dankte 1873 ab und die Cortes rief die Republik aus.

Der Sohn Isabellas II. Alfons XII. aus dem Haus der Bourbonen wurde 1874 durch den Aufstand von Martinez Campos Sagunto neuer König von Spanien. Der 1876 beendete Karlistenkrieg und das Ende eines Krieges auf Kuba läutete den Beginn einer längeren friedlichen ein.

Das „Desaster“ von 1898

1898 verlor Spanien die meisten seiner kolonialen Nachdem schon 1895 auf Kuba der Unabhängigkeitskrieg ausgebrochen war Kuba die Philippinen und Puerto Rico an die Vereinigten Staaten von Amerika verloren. Spaniens Kolonien beschränkten sich nur auf Marokko die Westsahara und Äquatorialguinea .

Im Ersten Weltkrieg blieb Spanien neutral.

Annual und Miguel Primo de Rivera

Die Mishandlung der Maurischen Bevölkerung in führte 1921 zu einem Aufstand durch Abd el-Krim Annual und dem Verlust aller nordafrikanischen Besitzungen auf die Enklaven von Ceuta und Melilla . Um sich der Verantwortung zu entziehen König Alfons XIII. 1923 einer Diktatur von General Miguel Primo Rivera zuzustimmen.

Die Diktatur von Primo de Rivera 1930 zusammen. Wegen der Verwicklungen des Königs die Diktatur stimmte die Bevölkerung für Wahlen April 1931 die zur Ausrufung der 2. Republik worauf der König das Land verlies ohne auf den Thron zu verzichten. Das erste hatten Frauen an der Wahl teilnehmen dürfen dem Baskenland und Katalonien wurden Autonomierechte gewährt.

Der Spanische Bürgerkrieg ( 1936 - 1939 )

siehe: Spanischer Bürgerkrieg

Diktatur von Franco ( 1936 - 1975 )

Während des Zweiten Weltkriegs blieb Spanien wieder neutral litt jedoch unter den Folgen des Spanischen Bürgerkriegs. Der Sieger aus den Wirren entstiegene Francisco Franco herrschte bis zu seinem Tod am 20. November 1975 . In diese Zeit fällt sowohl politisch auch ethnisch motivierter und oft militanter Widerstand. letzten Hinrichtungen finden am 2. März 1974 statt. Der Anarchist Puig Antich und der DDR-Flüchtling Georg Michael Welzel mit Hilfe der Würgeschraube (span: garrote vil ) erdrosselt. König Juan Carlos I. folgte Franco nach und überführte das in eine Demokratie . Die letzten Monaten vor Francos Tod das Land durch die Besetzung der Westsahara durch den König von Marokko und Unabhängigkeit Äquatorialguineas . Spanien verlor seine letzten kolonialen Besitzungen.

Demokratie

1978 nahm die spanische Bevölkerung mit 88%iger die Verfassung an die Spanien zu einer Monarchie machte. Erster Ministerpräsident des demokratischen Spanien Adolfo Suárez. Am 23. Februar 1981 versuchen Angehörige der Armee unter General del Bosch und der paramilitärischen Polizeitruppe Guardia unter Oberst Antonio Tejero einen Militärputsch. Tejero dabei das Parlament wo Leopoldo Calvo Sotelo zum Regierungschef gewählt werden sollte. Die Mitglieder Parlaments wurden als Geiseln gehalten. Mit dem Auftreten des Königs als Oberbefehlshaber der Armee sich im Rahmen einer landesweit ausgestrahlten Fernsehansprache für die Demokratie aussprach und das Militär seine Seite zog konnte der Staatsstreich noch der Nacht vereitelt werden.

Spanien wurde 1986 in die Europäische Union aufgenommen 1992 fanden in Barcelona die Olympischen Sommerspiele statt und 1999 bzw. 2002 übernahm das Land den Euro als neue Währung.

Beteiligung am Irak-Krieg

Beim Irak-Krieg 2003 beteiligte man sich aktiv am Zustandekommen des Feldzugs gegen Saddam Zusammen mit Großbritannien und unter Führung der schloss man sich der so genannten " Koalition der Willigen " an. Deutschland und Frankreich argumentierten gegen Irak-Krieg. Es kam in Folge dessen zu schwerwiegenden innereuropäischen Konflikt der allerdings bisher ohne blieb.

Madrider Zuganschläge und die politische Wende

Am 11. März 2004 kam es zu einer Serie schwerer Terroranschläge auf Nahverkehrszüge in Madrid. 191 Tote und ca. Verletzte wurden beklagt. Nur drei Tage später 14. März 2004 fanden Parlamentswahlen statt die entgegen Umfragen die Sozialistische Partei gewinnen konnte. Damit kündigt sich ein Politikwechsel an. Wichtige EU-Projekte die Diskussion im eine neue Verfassung erhalten Schwung. Außerdem versprach der designierte Ministerpräsident die Truppen bis Juli 2004 aus dem Irak und im Gegenzug ihr Militärkontingent in Afghanistan

Siehe auch: Liste der Herrscher Spaniens Liste der Staatsoberhäupter und Ministerpräsidenten von Spanien

Teilweise aus Meiers Konversationslexikon 4. Auflage 1888-1889



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