Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 21. August 2019 

Geschichte der Bundesrepublik Deutschland


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Inhaltsverzeichnis

Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland

Das Grundgesetz

Nach Vorarbeiten des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee Beratungen des Parlamentarischen Rates tritt am 23. Mai 1949 das Grundgesetz in Kraft. Allerdings wird es nicht Volksabstimmung ratifiziert sondern durch die Länderparlamente . Alle Bundesländer stimmen dem Text zu außer Bayern Landtag den Mangel an Föderalismus kritisiert; dennoch wird auch der Freistaat Bestandteil der Bundesrepublik Deutschland. Trotz und wegen Erfahrungen der Weimarer Republik enthält das Grundgesetz Sperrklausel bei Wahlen. Die 5%-Hürde wurde erst den 50er Jahren vom Bundestag beschlossen.

Die Konstituierung der Verfassungsorgane

Am 14. August 1949 finden die ersten Wahlen zum Deutschen Bundestag statt: Die CDU / CSU wird stärkste Fraktion (31%) gefolgt von SPD (29%). Zum ersten Bundeskanzler wählt das Parlament am 15. September 1949 den Vorsitzenden der CDU Konrad Adenauer . Erster Bundespräsident wird Theodor Heuss von der FDP . Im Petersberger Abkommen regeln die Alliierten die Rechte der Durch den Marshallplan fließt erhebliche Unterstützung nach Westdeutschland.

Die Ära Adenauer 1949-1963

Die Koalitionen

Adenauer regiert anfangs mit einer Koalition CDU/CSU FDP und DP. 1952 tritt die Montanunion in Kraft ein erster Vorläufer der EG . Bei den Bundestagswahlen vom 6. September 1953 wird seine Regierung bestätigt Adenauer regiert Hilfe der FDP weiter und fördert die in den Westen.

Wiederbewaffnung

1955 tritt die Bundesrepublik Deutschland der NATO bei und stellt eigene Streitkräfte auf Bundeswehr . Im gleichen Jahr tritt der Deutschlandvertrag Kraft der die Beziehungen der BRD mit 3 Westmächten regelt und damit das Besatzungsstatut Die Bundesrepublik erhält durch die Pariser Verträge die volle Souveränität . Mit dem Besuch Adenauers in Moskau werden die letzten deutschen Kriegsgefangenen entlassen. ersten mal in der Geschichte der Bundesrepublik sich aus Protest gegen die Wiederbewaffnung eine Friedensbewegung .

Hallstein-Doktrin

In ihren Anfangsjahrzehnten vertritt die Bundesrepublik Hallstein-Doktrin um ihren Alleinvertretungsanspruch für das deutsche Volk durchzusetzen. Staaten die DDR als souveränen Staat anerkennen verlieren diplomatische Anerkennung durch die Bundesrepublik.

Saarland

Nachdem die Bevölkerung des Saarlandes am 23. September 1955 mehrheitlich die Europäisierung der Saar ablehnt das Saarland zum Jahr 1957 der Bundesrepublik bei.

Wahlen 1957

Bei den Bundestagswahlen vom 15. September 1957 erreicht die Union knapp die absolute Mehrheit . Am 25. März 1957 wird mit Unterzeichnung der Römischen Verträge die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft ( EWG ) gegründet. 1958 fordert Verteidigungsminister Franz Josef Strauß die atomare Bewaffnung der Bundeswehr. Die wendet sich im November 1959 mit dem Godesberger Programm endgültig vom Marxismus ab.

Bundespräsident Lübke

1959 darf Theodor Heuss kein drittes Bundespräsident werden. Es gibt Überlegungen das Grundgesetz ändern weil Heuss als Idealbesetzung für das gilt. Heuss selbst spricht sich dagegen aus junge Verfassungstradition zu beschädigen. Sein Nachfolger wird Heinrich Lübke von der CDU der bis 1969 zwei Amtsperioden Präsident bleibt. Seine zweite ist von zunehmender Krankheit und Gebrechlichkeit gekennzeichnet von vielen Beobachtern als peinliche Dummheiten interpretiert Lübke wird zum Opfer von Spott und Allerdings lassen seine Äußerungen zum Teil tatsächlich an seiner Fähigkeit das höchste Amt im auszuführen. So eröffnet er eine Rede während Afrika-Reise mit den Worten: "Mein sehr verehrten und Herren liebe Neger ... "

Mauerbau

Als Reaktion auf den starken Strom Flüchtlingen in die BRD(ca. 200.000 Menschen pro riegelt die DDR am 13. August 1961 die DDR die Grenze zwischen den Sektoren in ab und baut die Berliner Mauer. Erst Jahre später erreicht der damalige Regierende Bürgermeister von West-Berlin Willy Brandt ( SPD ) mit dem Passierscheinabkommen das Westberliner ihre Verwandten besuchen können.

Bundestagswahl 1961

Die Union verliert am 17. September 1961 die absolute Mehrheit und regiert wieder einer Koalition mit der FDP. Adenauer wird 7. November erneut zum Bundeskanzler gewählt. 1962 überhitzt die Konjunktur ausländische Gastarbeiter werden angeworben um den Beschäftigungsbedarf zu Im Oktober 1962 wird dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel fälschlicherweise Geheimnisverrat vorgeworfen (" Spiegel-Affäre ") Verteidigungsminister Strauß muss in der Folge Im Januar 1963 unterzeichnen Frankreich und die Bundesrepublik den Elysée-Vertrag . Am 15. Oktober 1963 tritt Konrad Adenauer als Bundeskanzler zurück.

Die Kanzlerschaft Ludwig Erhards 1963-1966

Zweiter Kanzler der Bundesrepublik Deutschland wird Ludwig Erhard der "Vater des deutschen Wirtschaftswunders". Mit will er ein Überheizen der Konjunktur verhindern. den Bundestagswahlen vom 19. September 1965 kann die Regierung aus CDU/CSU und ihre Mehrheit behaupten. Am 27. Oktober 1966 beendet die FDP diese Koalition Bundeskanzler tritt am 30. November 1966 zurück.

Die Große Koalition unter Kurt Georg Kiesinger

Das Kabinett Kiesinger

Unter der "Großen Koalition" aus CDU/CSU SPD wird Kurt Georg Kiesinger (CDU) am 1. Dezember 1966 zum Bundeskanzler gewählt sein Stellvertreter und wird Willy Brandt (SPD) Finanzminister wird Franz Josef Strauß (CSU) Wirtschaftsminister Karl Schiller (SPD).

1968

Anfang Mai kommt es zu Protesten die geplanten Notstandsgesetze die im Ausnahmefall Teile Grundgesetzes außer Kraft setzen. Die APO und die Studentenbewegung formieren sich.

Konzertierte Aktion

Kooperation wird nicht nur in der großgeschrieben; auch Arbeitgeber und Gewerkschaften finden sich zusammen: die " konzertierte Aktion " entsteht.

Bundespräsident Gustav Heinemann

1969 wählt die Bundesversammlung Gustav Heinemann zum Bundespräsidenten. Heinemann war erst Mitglied CDU gründet dann aber aus Protest gegen Wiederbewaffnung eine eigene Partei und wechselt schließlich SPD. Seine Präsidentschaft ist geprägt von Nüchternheit Bürgersinn.

Die Kanzlerschaft Willy Brandts 1969-1974

Die erste Regierung Brandt

1969 findet sich nach den Bundestagswahlen am 22. Oktober eine knappe Mehrheit für eine neue aus SPD und FDP. Neuer Kanzler wird Brandt Außenminister Walter Scheel (FDP). Das Motto Brandts lautet: "mehr wagen!"

Ostverträge

Brandt schließt Verträge mit der Sowjetunion mit Polen und der DDR die das Verhältnis zwischen der Bundesrepublik diesen Staaten normalisieren sollen. Der vemeintliche Verzicht deutsche Rechts- und Gebietsansprüche im Osten ruft bei der Union und bei den Vertriebenenverbänden die gegen die Verträge beim Bundesverfassungsgericht klagen scheitern aber.

Bei seinem Besuch in Warschau am Dezember 1970 kniet Willy Brandt vor dem Mahnmal Aufstandes im Warschauer Ghetto nieder. Diese Geste weltweit Beachtung. 1971 erhält Willy Brandt für seine Ostpolitik den Friedensnobelpreis .

Am 18. September 1973 werden die Bundesrepublik Deutschland und die Demokratische Republik in die UN aufgenommen.

Misstrauensvotum

Am 27. April 1972 versucht die Opposition Brandt durch ein konstruktives Misstrauensvotum zu stürzen und durch den eigenen Rainer Barzel zu ersetzen. Die Abstimmung scheitert knapp. Bundestagswahlen vom 19. November 1972 stärken die Regierung; erstmals erzielt die mit 45 8% mehr Stimmen als die (44 9%). Die sozialliberale Koalition wird fortgesetzt.

Ölkrise

1973 explodieren die Ölpreise durch Kartellabsprachen der OPEC in der Folge des Jom-Kippur-Kriegs in Israel . Die Bundesregierung verhängt ein Sonntagsfahrverbot . Die Inflation steigt bedrohlich an auch die Arbeitslosenzahlen ziehen nach oben.

Rücktritt

1974 stellt sich heraus dass ein enger des Kanzlers Günter Guillaume als Spion der DDR arbeitet. Brandt tritt am 6. Mai 1974 zurück.

Die Kanzlerschaft Helmut Schmidts 1974-1982

Die Regierung Schmidt

Der neue Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) ernennt Hans-Dietrich Genscher (FDP) zum Außenminister da Walter Scheel Amt des Bundespräsidenten wechselt. 1975 nehmen die Bundesrepublik und die DDR quasi-diplomatische Beziehungen zueinander auf und vereinbaren Austausch "ständiger Vertreter".

Bundespräsident Walter Scheel 1974-1979

Walter Scheel (FDP) folgt Heinemann 1974 als Bundespräsident Politisch bleibt er ein blasser Präsident populär er dagegen als Sänger ( "Hoch auf dem gelben Wagen" ).

Bundestagswahl 1976

Der Kandidat der am 3. Oktober 1976 CDU heißt Helmut Kohl SPD und FDP behalten aber gemeinsam Mehrheit im Bundestag. Die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik übersteigt 1976 die

Der "deutsche Herbst" 1977

Terroristen der RAF entführen im September den Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer im Zuge des Deutschen Herbsts um gefangene Gesinnungsgenossen freizupressen. Ein Flugzeug Lufthansa die Landshut wird von Palästinensern nach Mogadischu entführt aber von Einheiten GSG 9 befreit. Schleyer aber wird ermordet.

Bundespräsident Karl Carstens 1979 bis 1984

Der Ex-Diplomat Karl Carstens von der wird 1979 zum Bundespräsidenten gewählt. Er durchwandert Westdeutschland

Zweite Ölkrise 1979

Das Jahr 1978 markiert einen außergewöhnlich harten Tarifkampf in Metallindustrie mit umfangreichen Streiks und Aussperrungen. 1979 steigen die Ölpreise Die Arbeitslosenzahlen gehen in die Höhe die stagniert.

Bundestagswahl 1980

Am 5. Oktober 1980 fordert CSU-Chef Franz Josef Strauß Kanzler heraus. Wieder wird die Union stärkste Fraktion SPD und FDP können gemeinsam weiterregieren.

Nato-Doppelbeschluss

Mit der eigenen Partei bekommt Schmidt als sich die SPD mehrheitlich gegen den stellt den Schmidt mit erarbeitet hat. Der sieht vor die Verstärkung der sowjetischen SS-20-Raketen der Aufstellung von Pershing-II-Raketen und Cruise Missiles zu beantworten (Nachrüstung). Dagegen wehrt sich breite Friedensbewegung die ihre politischen Sprachrohre in Flügeln SPD und bei den neugegründeten Grünen findet. 10. Oktober 1981 demonstrieren im Bonner Hofgarten 250.000 Menschen die Rüstungspolitik der Bundesregiernug

Wendepapier

Im Sommer 1982 fordert der FDP-Politiker Otto Graf Lambsdorff in einem Strategiepapier von der SPD "Wende" in der Wirtschaftspolitik. Allgemein wird dies Signal verstanden dass die FDP dabei ist sozialliberale Koalition zu verlassen und sich der zuzuwenden. Am 17. September 1982 treten die Bundesminister der FDP zurück beenden damit die sozialliberale Koalition.

Konstruktives Misstrauensvotum gegen Schmidt

Am 1. Oktober 1982 stellt die CDU/CSU ein konstruktives Misstrauensvotum den Bundestag der Helmut Schmidt als Kanzler und an seiner Statt Helmut Kohl wählen Mit den Stimmen von CDU CSU und wird Helmut Kohl zum Kanzler gewählt.

Die erste Zeit der Kanzlerschaft Helmut Kohls 1982 bis 1990

Die "Wende"

Helmut Kohl will seine Kanzlerschaft demokratisch und stellt am 1. Dezember 1982 die Vertrauensfrage . Da seine eigene Partei sich - vorher abgesprochen - enthält spricht der Bundestag Mehrheit von Union und FDP dem Kanzler das Vertrauen aus. Bundespräsident Carstens löst daraufhin erhofft den Bundestag auf und schreibt Neuwahlen

Die Bundestagswahl 1983

Am 6. März 1983 wird der Bundestag neu gewählt. Spitzenkandidat SPD ist Hans-Jochen Vogel der es an Charisma und Rhetorik nicht mit Schmidt aufnehmen kann. Das Ergebnis die neue Regierung deutlich. Die SPD (38 verliert gegenüber der Union (48 8%) und ziehen die Grünen (5 6%) in den ein. Helmut Kohl wird wieder zum Kanzler und regiert mit den Stimmen von Union FDP (7%).

Die Politik Helmut Kohls in den ersten

Helmut Kohl verspricht die "geistig-moralische Wende" der große politische Umschwung den Kohls Anhänger und seine Gegner gefürchtet hatten bleibt aus. Wirtschaft legt wieder zu und außenpolitisch - in der einst kontroversen Ostpolitik - wahrt Kontinuität auch personell: Genscher bleibt Außenminister.

Bundespräsident Richard von Weizsäcker 1984-1994

Richard von Weizsäcker wird im Mai 1984 Bundespräsident. Aus Amtszeit bleibt vor allem die Rede zum 8. Mai 1985 in Erinnerung die das Verhältnis der Öffentlichkeit zum Kriegsende klärt. Weizsäcker agiert als politischer Präsidenten und scheut sich nicht den mit Kanzler Kohl zu suchen.

Skandale um Flick und Kießling

1984 entlässt der Verteidigungsminsiter Manfred Wörner den General Günther Kießling nach Gerüchten sei homosexuell und damit erpressbar. Die Gerüchte sich als haltlos. Verdeckte Parteispenden des Flick-Konzerns an die Parteien CDU CSU SPD FDP führen zum Rücktritt von Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff (FDP) und zu Ermittlungsverfahren wegen Bestechlichkeit Steuerhinterziehung die aber aufgrund einer Amnestie nicht weitergeführt werden.

Die Bundestagswahl 1987

Gegen Johannes Rau von der SPD hat Helmut Kohl Spiel. Die Koalition aus CDU/CSU und FDP mit ausgebauter Mehrheit weiter. Am 2. Oktober 1987 tritt der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Uwe Barschel (CDU) zurück nachdem Bespitzelung und Verleumdung politischen Gegnern im Wahlkampf publik werden in Genfer Hotel wird Barschel tot aufgefunden die bleiben unklar.

Die deutsche Frage 1989

Nach der Öffnung der Grenze zwischen Ungarn und Österreich fliehen tausende von DDR-Bürgern im Sommer über Ungarn in den Westen. In der nehmen die Proteste in der DDR zu. 9. November 1989 öffnet die DDR die Berliner Mauer. 28. Oktober 1989 stellt Kanzler Kohl seinen "10-Punkte-Plan" für allmähliche Annäherung der deutschen Staaten vor.

Die deutsche Einigung 1990

Widerstand von SPD und Intellektuellen

Die rasche Wiedervereinigung die von den in der DDR aber auch im Westen wird stößt bei weiten Teilen der westdeutschen auf Widerstand. Oskar Lafontaine aber auch Günter Grass sprechen sich gegen eine sofortige Einheit Lafontaines Sorgen um die Überlebensfähigkeit der DDR-Wirtschaft sich als begründet; Sorge um ein aggressives stellten sich als unbegründet heraus.

Kohl im Kaukasus

Im Juli 1990 besucht Helmut Kohl sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow im Kaukasus und holt sich von die Zusage ein vereintes Deutschland auch ohne zu tolerieren.

Zwei-plus-vier-Verhandlungen

Am 5. Mai 1990 verhandeln die Siegermächte des 2. Weltkriegs mit den Vertretern der Bundesrepublik und DDR über den Status eines wiedervereinigten Deutschlands. Frankreich und die USA die deutschen Bestrebungen unterstützen widersetzt sich Großbritanniens Premier Margaret Thatcher zunächst vehement. Am 12. September 1990 wird der Vertrag dann in Moskau

Wirtschafts- und Währungsunion

Am 18.Mai unterzeichnen die Finanzminister Theo Waigel (BRD) und Walter Romberg (DDR) den über die Währungs- Wirtschafts- und Sozialunion. Aufgrund fortdauernden Drucks von DDR-Bürgern die in Massen den Westen ziehen wird schon zum 1. Juli 1990 die Wirtschafts- und Währungsunion vollzogen. Damit die D-Mark in der DDR Zahlungsmittel.

Der deutsch-deutsche Vertrag

Am 31. August 1990 wird der Staatsvertrag zur Vereinigung unterzeichnet Wolfgang Schäuble und Günther Krause federführend ausgehandelt haben.

Der 3. Oktober 1990

Zum 3. Oktober 1990 der fortan als Tag der Deutschen Einheit zum Feiertag in Deutschland erklärt wird die DDR nach Artikel 23 des Grundgesetzes Bundesrepublik Deutschland bei.

Die Kanzlerschaft Helmut Kohls im geeinten Deutschland

Die Bundestagswahl vom Dezember 1990

Am 2. Dezember 1990 finden die ersten gesamtdeutschen Bundestagswahlen statt. Union erreicht 43 8% die SPD nur 5% die FDP 11% Bündnis 90/Die Grünen 1 2% und die PDS mit 2 4% können nur dank für West- und Ostdeutschland getrennt ausgewiesenen Fünf-Prozent-Klausel in den Bundestag einziehen. 1991 beschließt der Bundestag nach kontroverser Debatte Umzug von Regierung und Parlament von Bonn nach Berlin. Bis zu diesem Zeitpunkt Bonn die vorläufige Bundeshauptstadt der Bundesrepublik Deutschland für die sich am 10. Mai 1949 der Parlamentarische Rat entschieden hatte.

Rechtsextreme Gewalt

1992 kommt es zu einer Welle rechtsextremer Bei Brandanschlägen in Rostock Mölln und Solingen sowie anderen Orten kommen insgesamt 17 ums Leben. Im November protestieren Hunderttausende mit gegen den Fremdenhass.

Bundespräsident Roman Herzog 1994-1999

Roman Herzog wird 1994 zum Bundespräsidenten gewählt. Der Verfassungsrichter tritt dafür ein dass ein "Ruck" Deutschland gehen müsse um die verkrusteten Strukturen überwinden. Seine Auftritte sind sorgfältig auf ihre hin inszeniert.

Die Bundestagswahl 1994

Am 16. Oktober 1994 bestätigen die Bundestagswahlen die Regierung von Kohl im Amt. Die Grünen schaffen den über die 5-Prozent-Hürde die PDS zieht wieder den Bundestag ein da sie im Osten Direktmandate gewinnen kann. Die Treuhandanstalt die das Staatsvermögen der DDR privatisieren wird aufgelöst. 1996 werden erstmals Bundeswehr-Soldaten in Auslandseinsätze geschickt. Juni 1997 verwüstet das Hochwasser der Oder ganze Landstriche.

Die Kanzlerschaft Gerhard Schröders seit 1998

Die rot-grüne Koalition

Bei den Bundestagswahlen vom 27. September 1998 wird zum ersten Mal in der Geschichte ein Bundeskanzler vom Volk abgewählt. SPD 9%) und Grüne (6 9%) erzielen mehr als Union (35 1%) und FDP (6 Der Bundestag wählt Gerhard Schröder (SPD) zum Bundeskanzler Außenminister wird Joschka Fischer (Grüne).

Rücktritt von Oskar Lafontaine

Bald nach der Bundestagswahl erklärt zur Überraschung Finanzminister Oskar Lafontaine seinen Rücktritt. Damit die Regierung den innerparteilichen Konkurrenten von Gerard und den prominentesten Vertreter der Linken. Lafontaines wird der ehemalige hessische Ministerpräsident Hans Eichel der im Gegensatz zu Lafontaine nicht keynesianische Nachfragepolitik setzt.

Die Schwarzgeldaffäre von Helmut Kohl

Die CDU erlebt 1998/1999 die Demontage Ehrenvorsitzenden Helmut Kohl nachdem bekannt wird dass jahrelang seiner Partei die Spenden anonymer Geldgeber ließ. Dies verstößt gegen das Parteiengesetz demzufolge Großspenden namentlich gekennzeichnet werden müssen. Kohl weigert seine Geldgeber zu nennen und beruft sich das "Ehrenwort" ihnen gegenüber. Auch Wolfgang Schäuble unter Verdacht Angela Merkel übernimmt den Vorsitz CDU.

Bundespräsident Johannes Rau 1999-2004

Johannes Rau von der SPD langjähriger Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen wird zum Nachfolger von Roman Herzog der für keine zweite Amtszeit kandidiert. Rau sich seit Jahren intensiv um das Amt hatte muss erst Widerstände in der öffentlichen überwinden überrascht dann aber durch eine eminent Amtszeit mit bemerkenswerten Reden.

Krieg im Kosovo

Die Unterdrückung der Albaner im Kosovo durch die serbische Regierung unter Slobodan Milosevic führt zur kriegerischen Intervention der Nato . Erstmals ist auch die Bundeswehr an beteiligt.

Ende der D-Mark

Nachdem der Euro als parallele Buchwährung seit 1999 eingeführt wurde löst er am 1. Januar 2002 die D-Mark auch als Bargeldzahlungsmittel ab. Umstellung erfordert größere logistische Anstrengungen läuft aber Deutschland wie im übrigen Europa planmäßig ab.

Die große Flut

Im Sommer 2002 treten die Elbe und etliche ihrer über die Ufer. Große Städte wie Dresden und Magdeburg leiden unter dem Hochwasser von ungekannten

Bundestagswahl 2002

Bei der Bundestagswahl am 22. September 2002 stellt seit 1980 zum ersten Mal die CSU den Kandidaten der Union: Edmund Stoiber . Union und SPD kommen fast punktgenau gleiche Ergebnis: 38 5%. Die Grünen erzielen 6% die FDP aber nur 7 4%. PDS kann diesmal nur zwei Direktmandate gewinnen also bei den Zweitstimmen nicht berücksichtigt und nur die zwei direkt gewählten Abgeordneten in Bundestag.

Die Reformdebatte

Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit die absehbare der Gesellschaft sowie die angespannte Haushaltslage der Kassen beschleunigen die Diskussion um Reformen in Der Arbeitsmarkt soll mit den Konzepten der Hartz-Kommission belebt werden Renten- und Krankenversicherung werden neuen Reformen unterzogen. Die Unionsmehrheit im Bundesrat verringert den Handlungsspielraum der Regierung Schröder.

siehe auch:

Weblinks

http://www.sebastian-wilken.de/index.php?page=1949-1960



Bücher zum Thema Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Geschichte_der_Bundesrepublik_Deutschland.html">Geschichte der Bundesrepublik Deutschland </a>