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Gestalttheorie


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Gestalttheorie ist ein allgemeinerer Begriff für den der Anfang des letzten Jahrhunderts unter der Gestaltpsychologie bekannt wurde. Mit dem Begriff Gestalttheorie darauf verwiesen dass es sich zwar um psychologische Theorie handelt dass diese aber für in Anspruch nimmt auch über die Psychologie hinaus für andere Wissenschaftszweige als Metatheorie zu sein.

Inhaltsverzeichnis

Gegenstand und Kernpositionen der Gestalttheorie

Die Gestaltpsychologie beschäftigt sich vor allem der Entstehung von Ordnung im psychischen Geschehen in der Wahrnehmung ebenso wie im Denken Fühlen und Verhalten . Menschen werden dabei grundlegend als offene Systeme im aktiven Umgang mit Ihrer Umwelt die Ihre Wahrnehmungen in bestimmten Mustern organisieren (siehe auch Deutungsmuster ).

Sie hat ihren Ursprung in den von Johann Wolfgang von Goethe Ernst Mach und besonders Christian von Ehrenfels und in den Forschungsarbeiten von Max Wertheimer Wolfgang Köhler Kurt Koffka und Kurt Lewin . Diese wandten sich gegen die Elementenauffassung Psychischen den Assoziationismus den Behaviorismus und die ursprüngliche Triebtheorie .

Worum es der Gestalttheorie geht hat Haupt-Begründer Max Wertheimer allgemein in der folgenden zusammengefaßt:

"Es gibt Zusammenhänge bei denen nicht im Ganzen geschieht sich daraus herleitet wie einzelnen Stücke sind und sich zusammensetzen sondern wo - im prägnanten Fall - sich was an einem Teil dieses Ganzen geschieht von inneren Strukturgesetzen dieses seines Ganzen. ... ist dieses nichts mehr und nichts weniger." Über Gestalttheorie. Vortrag vor der Kant-Gesellschaft Berlin am Verlag der Philosophischen Akademie: Erlangen 1925)

Gestalttheorie ist in diesem Sinn nicht auf den Begriff der Gestalt oder des und die Gestaltfaktoren der Wahrnehmung beschränkt wie Publikationen nahelegen sondern wesentlich breiter und umfassender verstehen:

  • Der Primat des Phänomenalen: Die Erlebniswelt des wie sich sich darbietet als einzige unmittelbar Wirklichkeit anzuerkennen und ernst zu nehmen ist Grundaussage der Gestalttheorie.

  • Die Interaktion von Individuum und Situation im Sinne dynamischen Feldes bestimmen Erleben und Verhalten und allein "Triebe" oder außenliegende Kräfte oder feststehende

  • Verbindungen psychischer Sachverhalte werden leichter und dauerhafter sachlicher Beziehungen gestiftet und weniger gut durch und Bekräftigung.

  • Denken und Problemlösen sind durch sach- und Strukturierung Umstrukturierung und Zentrierung des Gegebenen ("Einsicht") Richtung auf das Geforderte gekennzeichnet.

  • Im Gedächtnis werden Strukturen aufgrund assoziativer Verknüpfungen ausgebildet differenziert. Sie folgen einer Tendenz zu optimaler

  • Nicht miteinander vereinbare Kognitionen einer Person führen zu dissonantem Erleben zu kognitiven Prozessen die diese Dissonanz zu versuchen.

  • In einem überindividuellen Ganzen wie einer Gruppe eine Tendenz zu ausgezeichneten Verhältnissen im Wechselspiel Kräfte und Bedürfnisse.

  • Erkenntnistheoretisch entspricht dem gestalttheoretischen Ansatz ein kritisch-realistischer Auf der methodischen Ebene wird eine sinnvolle von experimentellem mit phänomenologischem Vorgehen (experimentell-phänomenologische Methode) Zentrale Phänomene werden ohne Verzicht auf experimentelle angegangen.

Beispiele der Gestaltpsychologie in der optischen beinhalten die Wahrnehmung eines unvollständigen Kreises als oder einer Ansammlung von Punkten als Form das Gehirn vervollständigt die fehlenden Teile durch Extrapolation . Studien deuten darauf hin dass einfache oder Zusammensetzungen bei denen die Bedeutung direkt ist eine geringere Herausforderung an das Gehirn als komplexe und daher erstere gegenüber letzteren werden.

Namhafte Vertreter in verschiedenen Anwendungsbereichen

Nach der Vertreibung der wichtigsten Vertreter Gestalttheorie durch Nazi-Deutschland ins amerikanische Exil hat gestalttheoretische Ansatz dort eine durchaus bemerkenswerte Verbreitung Weiterentwicklung erfahren. Bekannt wurden aus ihrem Einflusskreis allem Mary Henle Solomon Asch ( Sozialpsychologie ) Rudolf Arnheim (Kunstpsychologie) Abraham S. Luchins und Edith H. Luchins. Im amerikanischen verstorben ist Karl Duncker einer der bedeutendsten Schüler der Gründergeneration vor allem für seine Arbeiten zum produktiven und Problemlösen.

Namhafte Vertreter der Gestalttheorie der zweiten waren in Deutschland vor allem Wolfgang Metzger Kurt Gottschaldt und Edwin Rausch . Auf Hans-Jürgen Walter einen Schüler von Wolfgang Metzger geht Gestalttheoretische Psychotherapie zurück die auf gestalttheoretischer Grundlage Erkenntnisse psychotherapeutischer Schulen integriert. Weiters ist Paul Tholey zu nennen der vor allem für gestalttheoretisch orientierten Arbeiten zum Klartraum zur Bewusstseinsforschung und zur Sportpsychologie bekannt geworden ist.

Bemerkenswerte Verbreitung und eigenständige Entwicklungen erfuhr Gestalttheorie auch in Italien . Hier sind vor allem Cesare Musatti Fabio Metelli und Gaetano Kanizsa zu nennen.

Die Gestalttheorie hat in den letzten eine bemerkenswerte Renaissance in verschiedensten Wissenschafts- Forschungs- Anwendungsfeldern erlebt. Sie wird heute nicht nur der Wahrnehmungsforschung verstärkt wiederentdeckt sondern auch in Gehirnforschung in der Musikwissenschaft und Sprachwissenschaft in der Medizin Psychotherapie und sogar in den Wirtschaftswissenschaften. Zunehmendes finden in den letzten Jahren im deutsch- im englischsprachigen Raum auch die Beiträge der auf dem Gebiet der Psychopathologie: Psychische Störungen waren in ihrer Genese und Dynamik Anfang an ein wesentliches Arbeitsgebiet gestalttheoretisch orientierter und Praktiker gewesen - diese Beiträge (siehe auch Heinrich Schulte Erwin Levy und Abraham S. Luchins ) werden nun international wieder verstärkt beachtet.

Weiterführende Angaben

Literatur

Weblinks




Bücher zum Thema Gestalttheorie

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