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Gewerkschaft


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Gewerkschaften sind (1) Interessenvertretungen von Arbeitnehmern die sich zur Wahrung ihrer gemeinsamen freiwillig und auf Dauer zusammengeschlossen haben (2) als bergrechtliche Gewerkschaften eine altertümliche Form einer privatrechtlichen Kapitalgesellschaft .

Inhaltsverzeichnis

Gewerkschaften als Arbeitnehmervertretungen

Gewerkschaften sollen in Deutschland unabhängig von Parteien Kirchen Staat und Arbeitgebern sein und bereit und fähig die ihrer Mitglieder nicht nur mit Kampfmaßnahmen zu (Nominell selbständige in der Tat von Arbeitgebern oder gegründete (meist Betriebs-)Gewerkschaften werden abschätzig als Gelbe Gewerkschaften bezeichnet.)

Sie müssen streikfähig sein und in Lage in Arbeitskämpfen dem Arbeitgeber "erheblichen Schaden" zu können um den "Tarifpartner" an den zu zwingen. Hierfür unterliegen Gewerkschaften dem Schutz Grundgesetzes. Sie haben das Recht ohne Einflussnahme Staates Tarifverträge zu schließen. Dies nennt man Tarifautonomie . Tarifautonomie gehört zur Koalitionsfreiheit und ist in durch das Grundgesetz Artikel 9 Absatz 3 Aus dieser Vorschrift folgt auch das Streikrecht Gewerkschaften.

Geschichte

Gewerkschaften haben sich Mitte des 19. Jahrhunderts in Reaktion auf die Ausbeutung der Arbeitnehmer in der Industriellen Revolution entwickelt. Sie entstanden um die Unterlegenheit Arbeitnehmer beim Aushandeln von Arbeitsbedingungen auszugleichen. Dazu sie sich zusammen und führten Arbeitskämpfe gegen Unternehmer. Bevorzugtes Mittel des Arbeitskampfes war und der Streik .

Zwischen 1933 und 1945 versuchten Teile der Gewerkschaften zunächst sich der neuen Führung zu arrangieren um ihr zu sichern wurden jedoch dann von den Nationalsozialisten zerschlagen. Erst nach dem Sieg der Mächte über Deutschland wurde unter der Besatzungsmacht Wiederaufbau der Gewerkschaften vorangetrieben.

Mittlerweile sind die deutschen Gewerkschaften zu großen Vereinen herangewachsen deren Aufgabe in erster Linie Vertretung der in ihnen zusammengeschlossenen Mitglieder bei Tarifverhandlungen ist. In den letzten Jahren müssen Gewerkschaften mit hohen Mitgliederverlusten leben.

Ziele

Unter dem Vorzeichen hoher Arbeitslosigkeit sowie der häufig anzutreffenden und auch der wachsenden und betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit seitens der Arbeitgeberseite Arbeitsplätze hin ins Ausland zu verlagern zu müssen traditionelle Druckmöglichkeiten der Gewerkschaften auf regionaler und Ebene zunehmend ins Leere oder leisten sogar neuen Spaltung der Gesellschaft in Arbeitsplatzbesitzer und Vorschub. Noch ist nicht erkennbar dass die oder die betroffenen Interessengruppen selbst in absehbarer eine probate Antwort auf diese paradoxe Situation können.

Als strategisch richtungsweisende Ansätze sind zum internationale Mindeststandards für Arbeitsbedingungen eine steuerliche Belastung Kapitaltransfers und ein von Voraussetzungen unabhängiges Bürger-Mindesteinkommen nennen welches die grundsätzliche soziale Abhängigkeit und Erpressbarkeit des als Arbeitnehmer oder Arbeitslose bezeichneten beenden könnte.

Rechtsstatus

Manche Gewerkschaften haben den Rechtsstatus eines eingetragenen Vereins und sind deshalb juristische Personen des Privatrechts. Sofern sie keine eingetragenen sind werden sie aber dennoch als "rechtsfähige" behandelt was eine rechtliche Besonderheit ist. Sie darin besonders den deutschen Parteien .

Finanzierung

Gewerkschaften finanzieren sich insbesondere über Mitgliedsbeiträge Spenden. Die Erstattungen gewerkschaftlicher Mitglieder in Aufsichtsräten in die gewerkschafsteigene Hans-Böckler-Stiftung eingebracht.

Kritik

Kritiker gehen davon aus dass es im Interesse einer Gewerkschaft liegt Arbeitslose zu da Mitglieder von Gewerkschaften und damit Beitragszahler aller Regel keine Arbeitslosen sind. Eine Interessengruppe insbesondere denjenigen der für ihre Finanzierung sorgt. haben Arbeitnehmer unabhängig davon ob dies volkswirtschaftlich ist oder nicht ein Interesse an Lohnerhöhungen Arbeitsplätzen und geringer Arbeitszeit während Kritiker davon dass nur geringe Lohnkosten flexible Arbeitsplatzmodelle und die Konkurrenzfähigkeit mit billigeren Ländern in Asien Osteuropa aufrechterhalten kann und damit neue Stellen kann.

Dem entgegen stehen zahlreiche Initiativen von zu arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zu Arbeitszeitverkürzung für mehr usw.

Ziele

In den letzten Jahren nahm der auf die Gewerkschaften zu. Trotz eines teilweise geringeren Lohn- und Abgabenniveaus gelang es Staaten Mittel - und Osteuropa sowie in Asien ein hohes Bildungs - Produktivitäts- und Infrastrukturniveau aufzubauen. Die Folge war zum Teil Abwanderung von Arbeitsplätzen aus Westeuropa. Auch auf der weiterhin bestehenden hohen Produktivität und internationalen etwa der deutschen Wirtschaft (die sich auch den Exporterfolgen zu Beginn der 2000er Jahre zeigte) halten die Gewerkschaften an fest die mindestens die Inflation ausgleichen und Teile des Produktivitätszuwachses umverteilen. waren Gewerkschaften in den letzen Jahren fallweise zu Streiks bereit. Streiks werden von vielen abschreckender Standortnachteil empfunden aber im internationalen Vergleich Deutschland die wenigsten Streiktage. Die meisten Gewerkschaften Strategien von Lohnsenkung um gegen Maschinen zu oder um arbeitsintensive Produktionen zu halten langfristig verfehlt wenn es auch in betrieblichen Auseinandersetzungen entsprechenden Abmachungen kommt.

Gewerkschaften zielen bei ihren Aktivitäten auf Schaffung neuer Nachfrage die die Binnenkonjunktur anregen Wirtschaftsexperten kritisieren jedoch dass dabei der doppelte von den Gewerkschaften keine Berücksichtigung findet. Nachfrage auch dann wenn man es Unternehmen erleichtert zu tätigen. Gemeint ist also die Nachfrage Unternehmen. Dadurch werden letztlich neue Rohstoffe benötigt zu deren Herstellung neue Arbeitsplätze geschaffen.

Wie andere gesellschaftliche Großorganisation auch leiden Gewerkschaften inbesondere seit den 1990er Jahren an Mitgliederschwund. Die Gründe hierfür vielfältig. Häuifig genannte sind:

  • Unzufreidenheit mit der Politik der Gewerkschaftsführung
  • gesellschaftliche Tendenzen zur Individualisierung
  • Hohe Arbeitslosigkeit
  • mangelnde Erfolge der Gewerkschaften im Kampf Löhne und gegen Arbeitslosigkeit
  • Auflösung von Großbetrieben und Verlust übergreifender Arbeitserfahrung und Interessen

Siehe auch

Aktuelle Artikel / Diskussion

Weblinks

  • Der DGB - Gewerkschaft perfekt - Analyse und Kritik der Politik Deutschen Gewerkschaftsbundes (Online-Artikel)

Bergrechtliche Gewerkschaften

"Gewerkschaften" nach preußischem Bergrecht von 1864 den Abbau von Bodenschätzen (Kohle Erz Salz Torf) und ähneln einer " Aktiengesellschaft mit vinkulierten Namensaktien" deren Anteiler ("Gewerken") Anteile (" Kuxe ") nicht ohne Zustimmung der anderen Gewerken dürfen. Kuxe sind also schwer handelbar doch es vor dem Zweiten Weltkrieg eine eigene in Essen .




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