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Gießharz


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Gießharz ist meist ein synthetisches Kunstharz welches in flüssiger Form im Vergußverfahren wird. Dabei fließt die Vergussmasse von oben in eine wiederverwendbare oder verlorene Form. Den Arbeitsschritt des Einfüllens bezeichnet als Verguß. Eine wichtige Verarbeitungseigenschaft von Gießharzen die Viskosität welche die "Dünn" oder "Dick-Flüssigkeit" mit Zahlenwert beschreibt. Die Härtung des Harzes geschieht durch Erwärmung z.B. im Ofen.

Inhaltsverzeichnis

Wichtige Gießharze

  • Polyesterharz
  • Polyurethanharz (PU-Harz)
  • Epoxidharz
  • Silikonharz

Einkomponentenharze sind vorgemischte Harzsysteme bei denen Härtungsreaktion erst oberhalb einer Starttemperatur beginnt. Durch unterhalb der Starttemperatur kann die Härtung viele verzögert werden. (ggf. gekühlte Lagerung)

Bei mehrkomponentigen Harzen wird Harz und (sowie evtl. weitere Zusätze wie Füllstoffe Farbe ..) in einem Mischvorgang zusammengebracht und je Produkt reagiert das Harzsystem bei Raumtemperatur oder nach Erwärmung.

Bei gefüllten Harzen wird durch mineralische (Quarzmehl Sand Kreide ..) der Schrumpf beim sowie der Ausdehnungskoeffizient des fertigen Formstoffes reduziert. weiteren verbilligen diese Zusätze das Gießharz häufig verringern die Brandneigung. Diese Vorteile werden durch aufwendigere Verarbeitung erkauft da diese Harze zur Sedimentation neigen.

Die Härtung erfolgt durch Vernetzung der und geht meist mit einem Volumenschrumpf einher. gibt es auch die Bezeichnung Reaktionsharz. Bei Harze erfolgt die Härtungsreaktion Exotherm d.h. es wird Wärme frei.

Spezielle Harze reagieren erst nach Bestrahlung UV-Licht oder bei Kontakt mit Katalysatoren.

Gute Klarsichtharze sind nach optimaler Verarbeitung echtem Glas oder Plexiglas kaum zu unterscheiden.

Verarbeitung

Die Verarbeitung von Gießharz erfolgt industriell Hilfe von Vergußanlagen. Bei Vakuumvergußanlagen wird das in einem evakuierten Behälter mit Gießharz gefüllt. erhält man "blasenfrei" Vergüsse und damit besonders elektrische Isolationseigenschaften. Erfolgt die Einbringung des Gießharzes punktuell spricht man auch von Dosieranlagen. Bei Mengen ist das Anmischen von Hand und Handverguß möglich. In den Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers bei Zweikomponentensystemen z.B. das Mischungsverhältniss angegeben. Hierbei das Verhältnis 100:30 meist das Gewichtsverhältnis zwischen und Härter an. Ebenso ist die "Topfzeit" welche den Verarbeitungszeitraum bis zum Anstieg der beschreibt. Die Härtungsvorschriften geben Zeiten und Temperaturen nach denen die Endeigenschaften erreicht werden. Die Gießharze sind im ungehärteten Zustand gefährdene Stoffe besondere Schutz- und Sicherheitsmaßnahme müssen eingehalten werden. Sicherheitsdatenblatt)

Gründe für den Verguß

  • Umhüllung und Schutz von Bauteilen wobei das Eindringen von Feuchtigkeit Staub Fremdkörpern Wasser beinhalten kann.
  • elektrische Isolation d.h. Erhöhung der Spannungsfestigkeit
  • Fixierung von Bauteilen untereinander mechanische Stabilität der Vibrations- und Schockfestigkeit
  • Berührungsschutz (elektrischen Sicherheit Personenschutz)
  • Herstellung von Gießkörpern mit Freiformflächen in geringer Stückzahl
  

Anwendungen

  • Verguß elektrotechnischer Bauteile (Transformatoren Kondensatoren Halbleiter Baugruppen
  • Verguß von offenen Kontaktstellen bei Kabeln Leitungen (Erdkabelverzweigungen z.B. Energie- und Telefonleitungen)
  • Herstellung von Abgüssen in vorher hergestellte Formen beim Rapid Prototyping Gebäude- + Denkmal-Restauration)
  • Klarsichtverguß (z.B. aus ästhetischen Gründen oder dauerhaften Erhaltung von Erinnerungsstücken)

Hersteller von Gießharzen/Vergussmassen

  • [www.altana.de]
  • [www.henkel.de]
  • [www.wevo-chemie.de]
  • [www.huntsman.com]
  • [www.vantico.com]
  • [www.loctite.com]
  • [www.rhenatech.com]
  • [www.epicresins.com]



Bücher zum Thema Gießharz

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