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Gleichschaltung


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Als Gleichschaltung bezeichnet man das Bestreben totalitärer Parteien und Systeme bestehende gesellschaftliche und Organisationen zu übernehmen und entsprechend ihrer Ideologie auszurichten und diese so den Parteigliederungen zu gestalten.

Deutschland 1933 - 1945

Historisch ist der von Reichsjustizminister Franz geprägte Begriff der Gleichschaltung nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Erscheinung getreten.

Gesetze

Erstes Gleichschaltungsgesetz 31. März 1933
Zweites Gleichschaltungsgesetz 7. April 1933
Reichskulturgesetz 22. September 1934

Praktisch alle gesellschaftlichen Gruppen und Vereinigungen auch Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände wurden gleichgeschaltet soweit nicht ohnehin verboten wurden wie insbesondere die NSDAP konkurrierenden Parteien. Verbunden damit war die der Mitglieder. Ziel war es unter anderem unpolitische Menschen z.B. die im ADAC organisierten im gleichgeschalteten NSKK (Nationalsozialistischen Kraftfahrer-Korps) zu erfassen ideologisch zu beeinflussen. Ein anderes Beispiel sind " Stahlhelm Bund der Frontsoldaten " der 1934 gleichgeschaltet wurde oder die Verbindungsstudenten die im Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) wurden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die der Medien insbesondere der Zeitungen und Zeitschriften . Pressefreiheit war damit ausgeschaltet.

Schließlich betraf die Gleichschaltung auch den Bereich. Wenige Wochen nach der Machtergreifung waren Länder gleichgeschaltet und die föderale Gliederung des Reiches praktisch abgeschafft.

Beispiele

  • Hitlerjugend
  • Bund Deutscher Mädel (BDM) Organisation für im Alter von 14-18 Jahren.

Deutsche Demokratische Republik 1949 - 1989

Auch in der DDR wurden gesellschaftlichen Institutionen gleichgeschaltet um die politisch zu beeinflussen und zu kontrollieren.

Beispiele

  • Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) war Einheitsgewerkschaft der DDR.
  • Die FDJ war die sozialistische Jugendorganisation DDR.

Weblinks



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