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Gründungsstadt


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Eine Gründungsstadt ist eine Stadt dessen Entstehung auf einen konkreten Gründungsakt Die Ansicht dass eine Stadt aus einer Siedlung langsam herangewachsen ist ist in den Fällen falsch.

Wellen von Stadtgründungen gab es in Epochen z.B.

Im Folgenden sollen die mittelalterlichen Stadtgründungen in Mitteleuropa näher betrachtet werden.

Gründungsstädte des Mittelalters

Bis etwa 1100 gab es in Mitteleuropa also dem des Heiligen Römischen Reiches nur wenige Städte die entweder auf Stadtgründungen zurückgingen oder aus größeren Haufendörfern gewachsene z.B. Soest und einige gegründete Handelsplätze wie Haithabu / Schleswig .

Kurz darauf setzte eine Welle von ein in der der weitaus überwiegende Anteil heute vorhandenen Städte entstanden ist. Ausgangspunkt war Gründung der Stadt Freiburg im Breisgau im Jahr 1120 durch Herzog Berthold III. von Zähringen gab ihr Marktrecht sowie ein Stadtrecht mit weitgehender Selbstverwaltung . Das Stadtgebiet wurde zur Gründung mit Straßennetz versehen und in einzelne Grundstücke parzelliert. Gestaltung des Stadtgrundrisses gibt es neue Hypothesen weiter unten vorgestellt werden.

Durch den Erfolg der Gründungsstadt Freiburg gründeten die Zähringer Herzöge viele weitere Städte ihrem Territorium wie Rottweil Villingen oder Bern. Rottweil und Villingen als Verlagerung des alten Siedlungsplatzes um nur 100m. Die Gründe der Verlagerung sind nicht Andere Herrscher folgten diesem Beispiel und die dehnte sich über das gesamte Reich aus.

Eigenschaften dieser Städte waren:

  • Markt- und Stadtrecht das sich meist dem einer bekannten Stadt anlehnt (z.B. Magdeburger Recht oder Lübecker Recht)
  • Geregelter Grundriss des Wegenetzes
  • Parzellierung des Baulandes
  • Marktplatz und sonstige öffentliche Räume
  • Stiftungen von Klöstern der sog. Bettelorden

Manche heute als Einheit erscheinende mittelalterliche gingen auf verschiedene separate Gründungen in nächster zurück wie die Prager Altstadt und die Neustadt. Diese Siedlungen separate Verwaltung und eine eigene Infrastruktur wie eine eigene Pfarrkirche.

Mit der deutschen Ostsiedlung im Mittelalter ging die Welle der weit über die damaligen Ostgrenze des Reiches

Der Gründungsboom endete im 14. Jahrhundert mit den Pestwellen und dem damit einhergehenden Bevölkerungsrückgang.

In der Folgezeit sind nur mehr wenige Städte in Mitteleuropa neu gegründet worden.

Mittelalterliche Stadtplanung

Genaue Vermessungen der Grundrisse mittelalterlicher Stadtpläne zu dem erstaunlichen Ergebnis dass deren Straßenzüge Stadtmauern sowie Positionen von Toren Türmen und durch geometrische Konstruktionen mit Lineal und Zirkel bestimmen sind. Dies führte zu der These Stadtgrundrisse exakt ausgemessen worden sind bevor mit Bebauung des Areals begonnen wurde.

Literatur

Humpert Klaus; Schenk Martin Entdeckung der mittelalterlichen Stadtplanung Stuttgart 2001 ISBN 3-8062-1464-6



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