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Adventure


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Adventures oder Abenteuerspiele bezeichnen rätselbasierte Computerspiele meist ohne Actionelemente. Die Rätsel sind in eine Handlung eingebettet.

Typischerweise steuert man einen oder mehrere durch eine in sich konsistente Welt löst Rätsel die die Handlung vorantreiben interagiert mit NPCs (Nicht-Spieler Charakteren). Ein wichtiger Teil vieler ist die Handhabung des Inventars (d.h. der die man bei sich trägt) und die und Anwendung der Gegenstände zur rechten Zeit. bestehen Überschneidungen des Spielprinzips zu den Computer-Rollenspielen die Übergänge sind oft fließend.

Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen Textadventures und Grafikadventures .

Inhaltsverzeichnis

Textadventures

Textadventure sind heutzutage kaum mehr vertreten. ihnen wird das ganze Spiel in textueller beschrieben. Der Spieler tippt Anweisungen in Kommandoform Nimm Schwert ) um so seinen Avatar durch die Welt zu steuern.

Das erste Spiel dieser Art Adventure ( 1975 auch bekannt als ADVENT oder Colossal war namensgebend für die gesamte Gattung. Da Privatleute ganz überwiegend noch keine Computer besaßen es als Hobby-Projekt von Informatikstudenten an einer Universität entwickelt und verbreitete sich durch Privatkopien an andere Universitäten. Die Ursprungsversion lief noch dem DEC PDP 10-Computer einem damals verbreiteten Minicomputer .

Äußerst bekannt für ihre Textadventures insbesondere legendäre Zork Serie war in den 1980ern die US Firma Infocom weitere Unternehmen dieser Zeit waren Adventure Level 9 und Melbourne House.

Der kommerzielle Markt für Textadventures brach die inzwischen stark verbesserten Grafikadventures Ende der 1980er Jahre vollkommen zusammen jedoch entstand eine aktive Gemeinde von Hobbyentwicklern die bis heute neuen Spielen dieser Art entwickelt. Besonders seit 1993 das Spiel Curses von Graham Nelson aufblühenden Internet veröffentlicht wurde stehen die besseren Hobbyspiele komerziellen Spielen der 1980er nicht mehr nach sie sogar oft. Um dem (teilweise) hohen Niveau moderner Textadventures gerecht zu werden wird Gattung gerne auch als Interactive Fiction (kurz: bezeichnet eine ursprünglich von Infocom eingeführte Bezeichnung. diesem Zwecke wurden auch neue Entwicklungstools zur von Adventures wie Inform und TADS geschrieben. (Siehe auch die untem im Artikel)

Thematisch verwandt zu den Textadventures sind die MUDs text-basierte multiplayer Online-Rollenspiele.

Grafikadventures

Adventures mit alleiniger grafischer Steuerung entstanden 1980 als ein neues Unternehmen namens On-line Systems (später: Sierra On-line) ein erstes rudimentäres namens Mystery House vorstellte. Der Durchbruch kam dann 1984 mit King's Quest. Bei diesen ersten handelte es sich noch um eine Mischform konnte und musste noch Text eingegeben werden Steuerung der Spielfigur die Grafiken wurden zur Anschaulichkeit der Umgebung eingesetzt. Wegen der geringen damaliger Computer war die Grafik meist simpel der Text sehr knapp gehalten.

Nach einem ähnlichen Prinzip funktionierten auch Spiele der Firma Magnetic Scrolls. Es handelte eigentlich um hochqualitative Textadventures die in den 1980er Jahren veröffentlicht wurden aber zusätzlich mit Bildern die Stimmung des Spiels kommunizierten.

Die erste echte Weiterentwicklung des Genres nicht 1987 sondern bereits 1986 statt. Murder on the Mississippi: The Adventures of Charles Foxworth von Activision konnten erstmals vollständig ohne gespielt werden. Das gleiche gilt für Deja das ebenfalls 1986 für den noch neuen Amiga erschien. Lucasfilm Games (später LucasArts) veröffentlichte gleichen Jahr mit Labyrinth (LFG) ihr wohl erstes Grafikadventure das bereits Ansätz des später sehr erfolgreichen SCUMM Systems zeigte.

1987 erschien mit Maniac Mansion von LucasFilm Games das erste Spiel SCUMM System. Es wurde mit einer Point & Click genannten Benutzeroberfläche gesteuert: Man markierte Gegenstände einem großen Bild dass die Umgebung darstellte konnte aus einer Liste am unteren Ende Bildschirms ein passendes Verb auswählen. Die Reihe später u.a. mit Zak McKracken und den Monkey Island Spielen fortgeführt und war äußerst beliebt erfolgreich.

Eine weitere Minimalisierung des Benutzerinterfaces fand 1993 statt als die Brüder Robyn und Miller ihr Spiel Myst veröffentlichten. Myst stellte das Geschehen erstmals der Ich-Perspektive dar. Man ging auf 3D-Modellen mühevoll vorgerenderte Hintergründe ab konnte sich aber nur vorgegebenen Richtungen drehen und bewegen. Der Bildschirm nur noch aus dem Bild der Szenerie die man den Mauszeiger bewegte und durch an die richtigen Stellen Aktionen auslöste. Eine Neuerung war dass Myst als eines der Adventures überhaupt nahezu vollständig auf das Konzept Inventars verzichtete und auch kaum Nicht-Spieler Charaktere Kritiker bezeichnen Myst deshalb auch gerne als Screensaver. Das Spiel war dennoch ein durchschlagender mit über 9 Millionen verkauften Kopien weltweit vielen Nachahmern darunter auch zwei offizielle Nachfolger Riven und Myst 3: Exile .

Heute

Die Adventures vor allem die Grafikadventures etwa ein Jahrzehnt lang das dominante Genre unter den Computerspielen. Seit 1995 gerieten sie am Markt allerdings ins da sie bei den Managern der Spieleentwickler Teil als "altbacken" galten. Während in den und frühen 1990ern teilweise noch mehrere Titel pro Jahr wurden wird heute im Schnitt pro Jahr ein Titel veröffentlicht. Namhafte Größen des Geschäfts Sierra und LucasArts verabschiedeten sich fast vollständig dem Marktsegment.

Als Reaktion auf diesen Trend haben viele Fans die Entwicklung eigener Adventures sogenannter Fanadventures vorgenommen. Diese werden entweder von Grund selber programmiert oder mit geeigneten Entwicklungsumgebungen zusammengestellt. für - ebenfalls von Privatleuten programmierte - Entwicklungsumgebungen für Adventures sind unter anderem AGS Game Studio) und Visionaire .

Das moderne bei den Videospielen entstandene der Action-Adventures hat außer dem Namen mit "echten" wenig zu tun Ähnlichkeiten bestehen aber zu Computerrollenspielen die seit dem 1998er Überraschungserfolg Baldur's Gate wieder zahlreicher veröffentlicht werden.

Viele der großen Titel des Genres nicht mehr problemlos auf modernen Rechnern. Frühe waren noch für Computersysteme wie den C64 oder den Amiga entwickelt die mittlerweile kaum noch gebräuchlich Für diese muss man größtenteils Emulatoren einsetzen um sie heute noch spielen können.

Ein Open Source Projekt namens ScummVM [1] arbeitet mit guten Erfolgen daran einen für die alten LucasArts Adventures zur Verfügung stellen damit diese auch auf modernen Systemen werden können.

Besser sieht die Situation bei den aus -- da es nur eine kleine weitverbreiteter Standardformate gibt können nahezu alle klassischen auf den modernen Systemen gespielt werden und manche modernen Titel auf klassischen Systemen. Da Textadventures technisch relativ geringe Anforderungen an den stellen eignen sie sich auch gut zum auf PDAs wie dem Palm Pilot etc.

Wichtige Titel

Textadventures

Grafikadventures

  • ab 1984 King's Quest Serie Sierra On-Line
  • ab 1986 Space Quest Serie Sierra On-Line
  • ab 1987 Police Quest Serie Sierra On-Line
  • ab 1987 Leisure Suit Larry Serie Sierra On-Line
  • ab 1993 Gabriel Knight 1-3 Sierra On-Line
  • ab 1993 Quest for Glory Serie Sierra On-Line

Weblinks




Bücher zum Thema Adventure

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