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Granat


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Granat

Anhänger aus Uwarowit einer seltenen grünen Granatvarietät.
Etwa 2 cm lang
Chemismus X II 3 Y III 2 (Si O 4 ) 3
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse ___
Farbe variabel häufig rotbraun gelbgrün schwarz
Strichfarbe weiß
Härte 6 bis 7 5
Dichte 3 5 bis 4 3
Glanz Glas- Fett- Harzglanz
Opazität durchsichtig bis undurchsichtig
Bruch muschelig splitterig spröd
Spaltbarkeit unvollkommen
Habitus gedrungen
häufige Kristallflächen ___
Zwillingsbildung ___

Kristalloptik

Brechungsindices ___
Doppelbrechung ___
Pleochroismus ___
optische Orientierung ___
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2v z ~ ___

weitere Eigenschaften
chemisches Verhalten ___
ähnliche Minerale ___
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen ___
Granat bezeichnet eine ganze Gruppe von Silikat - Mineralen deren chemische Zusammensetzung sich durch X II 3 Y III 2 (Si O 4 ) 3 bezeichnen lässt. X II steht dabei für eines der zweiwertigen Metall - Kationen Kalzium Magnesium Eisen (II) oder Mangan Y III für eines der dreiwertigen Metall-Kationen wie Eisen(III) Titan Vanadium oder Chrom . Strukturell sind Granate Inselsilikate . Sie kristallisieren im kubischen Kristallsystem ihre Härte liegt je nach Zusammensetzung bei 6 7 5. Die Farbe ist sehr variabel aber rotbraun gelbgrün oder schwarz nie jedoch während die Strichfarbe weiß ist.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Granate kommen in massiver Form oder häufig aber auch als makroskopische Kristalle vor die bis zu 700 kg werden können. Die genaue chemische Zusammensetzung steht mit jener des umgebenden Gesteins im Zusammenhang: kommt z. B. der magnesiumreiche Pyrop häufig in Peridotiten und Serpentiniten während grüner Uvarovit vor allem in chromhaltigem Serpentinitgestein auftritt. Besonders häufig findet man in metamorphen Gesteinen wie z. B. Gneis oder Eklogit ; daneben treten sie auch als magmatisches Gestein und als Mineralseifen in Flusssedimenten auf. meisten natürlich gefundenen Schmuckstein-Granate stammen heute aus USA und aus Südafrika .

Schmuckstein

Granate finden in verschiedenen Varianten als Schmucksteine Verwendung. Man unterscheidet u. a. den Pyrop Mg 3 Al 2 [SiO 4 ] 3 der auch Kaprubin genannt wird den Almandin Fe 3 Al 2 [SiO 4 ] 3 den smaragdgrünen Uwarowit Ca 3 Cr 2 [SiO 4 ] 3 den gelbgrünen Andradit Ca 3 Fe 2 [SiO 4 ] 3 mit den schwarzen Varianten Schorlomit und den transparent-grünlichen Demantoid und den orangeroten Spessartin 3 Al 2 [SiO 4 ] 3 . Daneben gibt es noch Grossular Ca 3 Al 2 [SiO 4 ] 3 eine nicht-Schmuckstein-Variante des Granat. Die oben Varianten sind die so genannten Endglieder des d. h. in ihnen werden die in allgemeinen Formel unbestimmten Positionen X und Y mit Atomen eines Elementes besetzt.

Verwendung

Neben seinem Wert als Schmuckstein wird künstlich hergestellter Granat wegen seiner Härte auch Schleifmittel und in feinmechanischen Instrumenten eingesetzt.

Geschichte

Schon in der Antike wurden Granate Schmucksteine genutzt; im Mittelalter waren sie unter Namen Karfunkel bekannt - die meisten stammten aus Indien. Besonders populär waren sie aber 19. Jahrhundert als böhmische Pyrope so begehrt dass sie bis nach Amerika verschifft wurden.

Siehe auch: Liste von Mineralen



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