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Groß-Berlin


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Groß-Berlin ist eine Bezeichnung für das 1920 entstandene Stadtgebiet von Berlin wie es heute mit nur wenigen Änderungen besteht.

Entwicklung zu Groß-Berlin

Mit der industriellen Revolution und der des Deutschen Reichs nach 1871 wuchs die bis dahin recht kleine Berlin sehr schnell. Die bis dahin freien zu den Nachbargemeinden mit überwiegend landwirtschaftlicher Nutzung zunehmend für Wohn- und Industriezwecke genutzt. Seit 1890er Jahren gab es viele Klagen über unabgestimmte Entwicklung bei der Stadt- und Verkehrsplanung von den Ältesten der Kaufmannschaften. Andererseits profitierten gleichen reichen Berliner Bürger von der Zersplitterung ihnen erlaubte in bestimmten Vororten (z.B. Grunewald) in Steueroasen zu leben.

Mit der Bildung eines "Zweckverbandes Groß-Berlin" vom 19. Juli 1911 ) wurde versucht einerseits einige der Probleme überwinden andererseits aber eine beherrschende Stellung des Berlins in der preußischen und Reichspolitik weiterhin verhindern. Dieser Zweckverband war aber deshalb so dass er die in ihn gesetzten Erwartungen unzureichend erfüllte. Zumal die immer stärkere soziale zwischen den Gemeinden zusätzliche Probleme bereitete und Zweckverband in Fragen des sozialen Ausgleichs keine hatte. Deshalb bedurfte es des Zusammenbruchs des durch Weltkrieg und Revolution um die Eingemeindung politisch durchzusetzen. Als bleibender Erfolg des Zweckverbandes die ausgedehnten Wälder im Berliner Weichbild bis erhalten geblieben.

Das Groß-Berlin-Gesetz

Groß-Berlin-Gesetz wird in der Kurzform das "Gesetz die Bildung einer neuen Stadtgemeinde" genannt das 27. April 1920 vom Preußischen Landtag beschlossen wurde und 1. Oktober 1920 in Kraft trat. Damit sich die bis dahin bestehenden 8 Städte (Alt-)Berlin Charlottenburg Spandau Wilmersdorf Schöneberg Neukölln Köpenick und Lichtenberg sowie 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke Groß-Berlin zusammen. Zu den bis dahin 1 Mio. Berlinern kamen damit 1 2 Mio. dazu. Das Stadtgebiet vergrößerte sich von 66 auf 883 km².

Es entstanden 20 Verwaltungsbezirke:

Bei der Bildung der Verwaltungsbezirke denen Reihe von Selbstverwaltungsaufgaben zugeordnet wurden wurde darauf dass sich "bürgerliche" und "proletarische" Bezirke in die Waage hielten. Trotzdem gab es bis "Los von Berlin"-Bewegungen die jedoch alle scheiterten.

Durch das Gesetz gelang es eine Stadtplanung und städtebauliche Gestaltung zu realisieren. Damit auch eine wichtige Grundlage für den Aufstieg zu einer Metropole mit Weltgeltung in den Zwanziger Jahren geschaffen worden.

Weitere Verwendung der Bezeichnung Groß-Berlin

Im Laufe der Jahrzehnte verschwand der Groß-Berlin immer mehr aus dem Sprachgebrauch war in der Verwaltung weiterhin präsent. So wurde auch in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949 aufgenommen wo bis zur Wiedervereinigung und der damit verbundenen Änderung des 23 im Jahr 1990 stand. Auch nannte sich die Stadtverwaltung Ost-Berlin bis in die Sechziger Jahre noch Magistrat von Groß-Berlin .




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