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Großkrotzenburg


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Die Geschichte Großkrotzenburgs Die Geschichte von reicht ca. 6000 Jahre zurück. Damals war entscheidender Schritt menschlicher Kulturentwicklung vollzogen die Entstehung Bauerntums. Die Menschen der Jungsteinzeit bauten Fachwerkhäuser Töpferei Spinnerei und Weberei bauten Getreide an lebten von Viehzucht Jagd und Fischerei. Diese hatte auch Bestand über alle anderen Kulturepochen: Hügelgräber-Bronzezeit die Urnenfelderzeit die Halstattzeit und die Auch Volksgruppen dieser Epochen haben das Gebiet heute zur Gemarkung Großkrotzenburg gehört bewohnt. Dies zahlreiche Bodenfunde aus den verschiedenen Zeiten.

Mit der Besetzung unserer Heimat durch Römer um 100 nach Christus wurde ein Wandel geschaffen. Die römische Reichsgrenze der Limes von Norden - aus Marköbel-Rückingen kommend - durch den heutigen Ortskern zum Main. Der der Gemarkung blieb freies Germanenland. Der Westteil besetzt und in das Römische Weltreich eingegliedert. im jetzigen alten Ortskern wurde ein Kastell zinnenbekränzter Umfassungsmauer 26 Tor- Eck- und Zwischentürmen vorgelagerten Doppelspitzgräben gebaut. Die wichtigsten Lagerstraßen sind noch in Benutzung so die Kirchstraße die Via Principalis und die Breitestraße die damalige Decumana. Eine Zivilsiedlung erstreckte sich nördlich und des Kastells für Marketender Handwerker Veteranen und Damals bereits hatte man in Großkrotzenburg Wasserleitung und ein aus mindestens vier Räumen bestehendes mit Fußbodenheizung eine Mainbrücke mehrere private Töpfereien mindestens fünf staatliche Ziegelbrennöfen eine Straßenpolizeistation mehrere so ein Quellenheiligtum (Römerbrunnen) ein dem Gott geweihter Kultraum sowie zwei dem persischen Lichtgott geweihte Kulturstätten letztere mit anschließendem größeren Gräberfeld.

Die Besatzung des Kastells war die IIII Vindelicorum eine ca. 500 Mann starke aus dem Raum Augsburg. Sie war der Legion am Main unterstellt. Ihre Aufgaben waren Kontrolle des Mains und der vorrömischen Uferstraße Sicherung der Mainbrücke sowie das Brennen verschiedener von Ziegelsteinen - hauptsächlich für Fußbodenheizungen.

Per Schiff verfrachteten sie ihre Erzeugnisse ins Neuwieder Becken und bis Miltenberg und Das beweisen zahlreiche Ziegelfunde aus der Produktion 4. Vindelicerkohorte an über 20 Römerorten die den gleichen Matrizen gestempelt waren wie die Großkrotzenburg.

Das verhältnismäßig friedliche Zusammenleben von Römern und seit dem letzten Jahrhundert in unseren vorgestoßenen Germanen wurde erst 213 nach Christus der Alemannenschlacht unterbrochen bei der der römische Caracalla selbst zugegen war.

259/60 wurde der römische Limes überrannt verlassene Kastell von den Alemannen und der keltisch- römischen Bevölkerung besiedelt bis sie um nach Christus von den Franken unterworfen wurden.

Der Ort fiel als ehemals Römischer an den fränkischen König der ihn um an die konradinischen Gaugrafen von Hessen schenkte. übernimmt das Grafenamt von Hessen Hermann zugleich dem Herzogtum Schwabe. Seine einzige Tochter und Ida die Gattin Luidolfs des Sohnes Kaiser 1. schenkte Großkrotzenburg zwischen 977 und 986 das Kollegialstift zum HI. Petrus in Mainz dem es über 800 Jahre lang bis Säkularisation verblieb. Lehnsleute der Petersherren waren die von Rieneck bis zu deren Aussterben 1561. fiel Großkrotzenburg an den Kurfürsten von Mainz gleichzeitig Großkrotzenburgs Landesvater war.

Das mittelalterliche Dorf ging über den Kastellbereich hinaus und lag im Oval Unterhaag Nebenstraße. 1175 wird mit der ersten urkundlichen des Ortes ein Pfarrer und 1241 eine genannt die sich an den noch vorhandenen anschloß. Mittelpunkt des mittelalterlichen Dorfes waren der (Hof der alten Schule) mit dem 1933 Zehntgerichtsgebäude der Zehntscheuer an deren Stelle heute Museum steht und der zum Gefängnis umgebaute Kastelleckturm. In der Reformation blieb Großkrotzenburg katholisch.

1628 fielen Isenburgische Söldner in das ein und zerstörten die nördliche Festungsmauer des Im gleichen Jahr fanden mehrere Hexenprozesse statt. 104 Einwohner wurde Anklage wegen Hexerei erhoben. überlebten die Folterqualen und wurden frei. Die 99 wurden teils nach Strangulierung teils bei Leibe - an der "Hexen-Eiche" verbrannt. Im des Kriegselends kam 1632 die Pest an in acht Monaten 110 Einwohner starben.

Die grausamste Zeit des 30-jährigen Krieges gekommen. Plünderungen und Brandstiftungen wechselten wie die Wer von den Einwohnern nicht gestorben oder war flüchtete in den Wald und fristete kümmerliches Dasein in großer Not. Das Leben Dorf war erloschen.

Nach dem Kriege begannen etwa 50 das völlig zerstörte Dorf wieder aufzubauen. Die noch vorhandenen Fachwerkhäuser stammen aus jener Zeit. bald begann wieder eine Kette von Kriegen Kontributionen. Mit am schlimmsten waren die Napoleonischen Viele Soldaten der beiden kriegführenden Parteien fanden den Tod. Am 29.6.1818 kam Großkrotzenburg zu Eine friedliche Zeit begann. 1826 wird die 1825 - 1827 die katholische Kirche gebaut. wurde die Eisenbahnlinie Hanau-Aschaffenburg in Betrieb genommen. - 1917 wurde der Main kanalisiert die mit Stau- und Kraftwerk gebaut.

Am Ende des 1. Weltkrieges betrug Einwohnerzahl 1900. Nach dem 2. Weltkrieg als Wiederaufbau der kriegszerstörten Städte langsam voranschritt und Zustrom der Heimatvertriebenen aus dem Osten und Südosten in unserer Gemeinde eine starke Arbeitskräftereserve war die Zeit gekommen in der sich Industrie auch in Großkrotzenburg ansiedeln konnte. Es sich dann allmählich zu einer Arbeiterwohnsitzgemeinde deren jedoch auch vom Bau der Eisenbahn durch Mainschiffahrt (Bau von Staustufen) und dem Braunkohleabbau wurde.

Der Kreis schließt sich. An der an der vor 6000 Jahren die ersten in unserer Gemarkung sich niederließen erhebt sich das Großkraftwerk Staudinger. Großkrotzenburg ist damit im von 100 Jahren von einem Bauerndorf zu Industriegemeinde geworden.

Das Wappen der Gemeinde kennzeichnet zwei Abschnitte der Geschichte Großkrotzenburgs. Die Mauerzinnen weisen die Besatzungszeit der Römer auf den mitten den jetzigen Ortskern gezogenen Limes mit Kastell die Schlüssel auf eine über 800 Jahre Zugehörigkeit zu Mainz.

Aus "Gut leben in Großkrotzenburg" 1. herausgegeben von der Gemeindeverwaltung Großkrotzenburg. Bilder:Heimatmuseum



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