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Hängende Gärten der Semiramis


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Die hängenden Gärten der Semiramis oder die hängenden Gärten von Babylon wie sie heute korrekt genannt werden in der Stadt Babylon die im Zweistromland im heutigen Irak lag. Sie sind eines der sieben Weltwunder und wurden von Robert Johann Koldewey entdeckt und ausgegraben.

Die Gärten wurden wahrscheinlich nicht wie überliefert durch Nebukadnezar für seine sagenumwobene Gattin Königin Semiramis (um 775 v.Chr.) angelegt sondern erst 600 v.Chr. von dem babylonischen König Nebukadnezar II. erbaut. Die hängenden Gärten waren auf Quadrat mit einer Seitenlänge von 100 m Die Terrassen erreichten eine Höhe von ca. bis 30 m.

Die dicken Mauern und Pfeiler des waren überwiegend aus Brandziegeln hergestellt und unter einzelnen Stufenabsätzen sollen sich Gänge befunden haben. Etagenböden bestanden aus drei Lagen. Eine Lage Rohr mit viel Asphalt darunter eine doppelte Lage aus gebrannten die in Gipsmörtel eingebettet waren und ganz unten dicke aus Blei. So wurde ein Durchdringen von verhindert. In den oben aufgebrachten Humus waren Baumsorten eingepflanzt. Bewässert wurden die Gärten durch ausgeklügeltes Bewässerungssystem aus dem vorbei fließenden Euphrat .

Die Beschreibungen denen wir unsere Vorstellung Gärten verdanken gehen auf fünf Autoren zurück:

  • Auf den Chaldäer Berossos (ca. * v. Chr.) dessen Werk Babyloniaka wir u.a. daher kennen daß der Geschichtsschreiber Josephus Flavius daraus ausführlich zitierte.
  • Auf Diodorus Siculus der seine Beschreibung in der Mitte des 1. Jahrhunderts n. schrieb
  • Auf den griechischen Mediziner Ktesias von der um 400 v. Chr. in persische geriet und als Leibarzt am persischen Hofe Königs Artaxerxes tätig war. Er hinterließ ein und streckenweise phantasiereiches Werk mit dem Titel Persika . Was er darin über Babylon schrieb zwar weitgehend verloren wird aber von Quintus Curtius Rufus zitiert.
  • Auf Strabon einem griechischen Gelehrten der im 1. v. Chr. seine Geographice schriebt
  • Auf Philon von Byzanz der vermutlich 250 v. Chr. wirkte und eine Art zu den Sieben Weltwundern schrieb.

Babylon lag in einer sehr trockenen des Zweistromlandes. Deshalb waren die prachtvollen grünen Gärten eine große Besonderheit.

Professor Kai Broderson hat die These aufgestellt daß diese Gärten nie existierten sondern daß Nebukadnezar II. unzugänglichen Palastgarten schaffen ließ der in der der Autoren der nächsten Jahrhunderte immer wunderbarere annahm. Als Beleg dafür führt er an diese Bauten bis heute nicht lokalisiert werden das man dem Garten Bewässerungsformen unterstellte die in der Zeit nach Nebukadnezar II. erfunden und daß weder die zeitgenössischen babylonischen Texte Herodot von einem solchen Bau zu berichten

Literatur

  • Kai Broderson ; Die hängenden Gärten von Babylon in Hans Sarkowicz (Hg): Die Geschichte der Gärten und Parks Frankfurt am Main 1998
  • Irving L. Finkel; Die hängenden Gärten von Babylon in Peter Clayton Martin Price (Hg) 2000





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