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Heiratskreis


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Der Heiratskreis ist ein räumlich und sozial begrenztes in dem in der Regel die Eheschließung Person erfolgt.

Für jede soziale Klasse für jede soziale Schicht und jede Berufsgruppe läßt sich für einen bestimmten geschichtlichen der jeweilige soziale Heiratskreis bestimmen und beschreiben. Besitz gesellschaftlicher Stand und Bildung sind dabei die wichtigsten Kriterien.

Als Grundregel für soziale Heiratskreise gilt: Familien (siehe Oberschicht) heiraten unter sich oder die Mittelschicht ein; Mittelschichten unter sich oder oben und unten; Besitzlose und Arme unter sich oder in die Mittelschicht auch sozialer Aufstieg; Soziale Mobilität ) d. h. die sozialen Extreme werden die Eheschließung nicht überbrückt. Das gilt auch die Kriterien Bildung und hinsichtlich der Machtstellung in der Gesellschaft.

Die Heiratspolitik nicht nur adliger sondern der Familien des Besitz- und Bildungsbürgertums und der wohlhabenden Bauern war darauf gerichtet die wirtschaftliche Grundlage Familie zu erhalten und zu mehren und Nachkommen entsprechend zu platzieren.

Auch die räumliche Mobilität bzw. territoriale Mobilität war stets stark und sozialbezogen. Für manche Berufe wie Glasmacher war Abwandern (siehe auch Auswanderung Wanderberufe) oft eine Voraussetzung um anderswo Arbeitsplatz zu finden und damit eine Existenz eine Heirat zu gründen. - Während Bauern Gärtner oder Häusler ihren Ehepartner zumeist im selben Dorf oder in einem Nachbardorf im Umkreis 5 bis 10 km fanden (wobei die mit der Entfernung abnimmt) stammten die Ehepartner Landhandwerkern aus einer Entfernung von bis zu km; städtische Handwerker hingegen am ehesten aus den Nachbarstädten Größenordnung (siehe Zentrale Orte). Räumlich noch weiter Heiratskreise zeichnen das Besitz- und Bildungsbürgertum aus evangelischen Pfarrer einschließend.

Durch Kriege Verfolgungen (siehe auch Heimatvertriebene Exulanten) und Seuchen und außerordentliche Veränderungen der wirtschaftlichen Strukturen die üblichen Muster der räumlichen Mobilität durchbrochen Ortsfremde ).

Literatur

  • I. Pedell: Die sozialen Heiratskreise und ihre Veränderungen seit 19. Jahrhundert . Kiel 1955.

Siehe auch Sozialgeschichte Sozialstruktur Genealogie Endogamie Heiratsalter



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