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Eheverbot


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Eheverbot (umgangssprachlich auch Heiratsverbot ) nennt man im deutschen Recht eine die aufgrund bestimmter Tatsachen Personen von der ausschließt. Im gegenwärtigen deutschen Recht bestehen nur wenige Eheverbote die in den §§ 1306 BGB aufgezählt sind.
  1. Verbot der Doppelehe (Verbot der Bi - und Polygamie ) - § 1306 BGB
  2. Verbot der Verwandtschaftsheirat. Eine Ehe darf nicht werden zwischen Verwandten in gerader Linie sowie zwischen voll- halbbürtigen Geschwistern - § 1307 BGB
  3. Das Verbot der Verwandtenheirat gilt auch für adoptierte Kinder im Verhältnis zu den Adoptiveltern deren Verwandten. Besteht die Verwandtschaft durch Adoption in der Seitenlinie kann vom Heiratsverbot Befreiung werden. - § 1308 BGB

Kein Eheverbot im rechtlichen Sinn ist der von Personen des gleichen Geschlechts von der der ohnehin in keinem Gesetz ausdrücklich geregelt Dies beruht darauf dass nach der vorherrschenden die Verschiedengeschlechtlichkeit der Partner zu den grundlegenden der Ehe gehört und eine Verbindung gleichgeschlechtlicher folglich schon begrifflich keine Ehe wäre.

Geschichtlicher und verfassungsrechtlicher Hintergrund

Aus heutiger Sicht erscheint es als Recht zu heiraten. In früheren Zeiten jedoch eine Heirat je nachdem welchem Stand die angehörten von der Zustimmung des Grundherren des und ähnlicher Autoritätspersonen abhängig. Erst mit der der Feudalordnung zu Anfang und der Einführung Zivilehe zu Ende des 19. Jahrhunderts wurde Eheschließungsfreiheit zum selbstverständlichen Recht für die meisten. der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie aus Gründen eingeschränkt (siehe Ehegesetz ) und ist in Deutschland heute durch 6 des Grundgesetzes garantiert. Das bürgerliche Recht nur noch die genannten Eheverbote die auf anerkannten sozialen oder moralischen Tabus beruhen (Bigamie oder auf eugenischen Gründen ( Inzesttabu ).

Die Entsprechung des Eheverbots im kirchlichen wird Ehehindernis genannt.

Siehe auch: Heiratsregeln Zwangsheirat

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