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Heraldik


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Heraldik (auch Heroldskunst ) bedeutet Wappenwesen und umfasst die Bereiche Wappenkunst und Wappenrecht. Die Wappenkunde beschäftigt sich dem Aufbau von Wappen deren Bedeutung und der Bedeutung der Teile und Symbole der Wappen.

In der ersten Hälfte des 12. Jahrhundert wurden erstmals Wappen benötigt um Ritter die unter den damals aufkommenden Topfhelmen nicht mehr erkennbar waren im Turnier im Kampf auseinander halten zu können. Sie ihr eigenes Wappen oder das ihres Lehensherrn auf den Schilden. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts durften auch Ritter aus niederem Adel eigenes Wappen tragen.

Auch viele englische zum Knight geschlagene besitzen ihr eigenes Wappen wie z. B. Elton John und Paul McCartney .

Nach deutschem Recht darf jede natürliche juristische Person ein eigenes Wappen führen.

Inhaltsverzeichnis

Heraldische Farben (Tinkturen)

Um auch auf Schwarz-Weiß-Bildern die richtigen bestimmen zu können legte man gewisse Zeichen bestimmte Farben fest. Sehr wichtig waren die Gold und Silber die mit Gelb bzw. eine Tinktur bilden.

  • Gelb / Gold : gepunktet
  • Weiß / Silber : leeres Feld
  • Schwarz : gegittert oder ganz schwarz
  • Rot : senkrechte Linien
  • Blau : waagrechte Linien
  • Grün : Diagonale Linien von links-oben zu rechts-unten
  • Purpur : Diagonale Linien von rechts-oben zu links-unten
  • Braun : Diagonale Linien (links-oben zu rechts-unten) auf Linien
  • Grau : gestrichelte senkrechte und gestrichelte waagrechte Linien
  • Fleischfarbe: gestrichelte senkrechte Linien

siehe Bild unten.

Aufbau des Wappens

Die lineare Einteilung des Schildes durch abstufte Farben werden als Heroldstücke bezeichnet. Darstellungen von Gegenständen Natur oder nennt man Gemeine Figuren . Diese Gemeine Figuren sind z. B. oder Alltagsgegenstände wie ein Schlüssel. Ein so Regalienfeld ist ein leeres rotes Feld und auf ein Blutbann hin (oft bei Territorialwappen ).

Ein (Familien-) Wappen besteht meist aus Helm einer Helmzierde (Helmkleinodien) Helmdecken einem Schild ein Heroldsbild einer Figur Halsschmuck und auch aus einer Wulst. Ein Wappen des besitzt meist sogar Schildhalter.

Beizeichen sind kleinere Zeichen die in manchen auch auf einer bestimmten Person zurückzuführen sind. so genannte Bastardfaden ist ein dünner Faden der bei Kinder dazugefügt wurde. Viele Wappen meist Stadtwappen auch einen Schildrand. Weitere Beizeichen sind z. der Schrägfaden der Einbruch oder der Turnierkragen .

Schildtopographie


Schildtopographie:1 Geteilt 2 Gespalten 3 und 4 von 1 und 2
5 und 6 Geviert 7 und schräg geteilt
aus Meyers Konversationslexikon 1888
Viele Wappen bestehen oft aus nur bis vier Farben. Diese sind entweder gespaltet (s. Bild) geteilt (s. Bild) gepfählt (Pfahl drei senkrechte Felder) gebalkt (Balken drei waagrechte Felder) geviert (s. Bild) geachtet (acht gleich große Felder) geschacht (mehrere gleich große Felder) gekreuzt (Kreuz) ein Deichsel (Y-Form) Hauptpfahl (T-Form) geständert (geviert und schräg geviert) gewellt (Wellenlinien) ein Sparren (Nach oben deutende V-Form) mit Zinnen gespaltet Zick-Zack ein Faden (dünner Balken) oder im Schneckenschnitt .

Hierzu siehe : Blasonierung

Formen Pelzwerke etc.

Schildformen

Die Schildformen entwickelten sich im Laufe der Zeit:

  • Vom 12. Jahrhundert bis ins 14. Jahrhundert waren die Schildformen in einer runden Beispiel: Essen .
  • Die häufigste Form die U-Form entstand im 13. Jahrhundert . Diese Form wurde später sehr beliebt viele diese Form wählten. Beispiele: Bremen Frankfurt (Oder) .
  • Im 16. Jahrhundert kamen viele Einrundungen dazu. Es entstand dieser Zeit die runden Formen von vielen Wappen. Beispiel: Neuenburg (Stadt)

Helmformen

Helmformen kommen vorwiegend nur in Familienwappen vor. hier wurde im Laufe der Zeit die des Helmes geändert. Im 13. Jahrhundert wurde der Topfhelm genutzt. Der Kübelhelm hat sich im 14. Jahrhundert entwickelt. Im 15. Jahrhundert kam der heute noch beliebte Stechhelm die Wappen aber auch der Spangenhelm entwickelte sich in diesem Jahrhundert. Höhere nutzten Kronen anstatt (ritterliche) Helme.

Pelzwerk


Pelzwerke: 1 Hermelin 2 Wolkenfeh 3 Zinnenfeh Eisenhut
aus Meyers Konversationslexikon 1888

Pelzwerke sind Musterformen die sich auf Wappen Sie werden oft auch als Tinkturen bezeichnet. zählen u. a. Eisenhutfeh Wolkenfeh Hermelin Zinnenfeh Krückenfeh Kürsch Pfahlfeh Wogenfeh Sturzfeh und Gegenfeh .

Wappentiere

In vielen Wappen befinden sich Tiere. Tiere Wappentiere genannt symbolisieren eine Eigenschaft die der hat oder ausstrahlen möchte. Sehr beliebt sind Bären Leoparden Adler Delphine Widder oder Stiere aber auch Fabelwesen wie der Greif das Einhorn und der Doppeladler . Oft nutzen Städte/Nationen Tiere die heilig vertreten oder Landestiere sind.

Gemeine Figuren

Gemeine Figuren sind Figuren aus der Natur der und sonstigem die einem Wappenbesitzer wichtig sind. fallen auch Pflanzen wie die Rose die Lilie oder die "starke" Eiche . Oft sind Gemeine Figuren auch Gegenstände einer Legende oder aus der Religion wie z. B. der Schlüssel (Bremen) oder der Bischofsstab.

Wappenarten

Bürgerliche Wappen sind Wappen von Bürgern die keinen Adelstitel oder ähnliches besitzen. Es wird der Stechhelm und der Wulst genutzt. Beispiel: Martin Luther .

Das Adelswappen ist ein Wappen welches adligen Familien zugehört. Seit 1450 darf das Adelswappen als einziges einen Bügel- oder Spangenhelm tragen. Heute benutzt man auch oft Krone. Die Rangkronen bestimmen den Adelsgrad. Man ein einfaches Adelswappen und ein doppeltes Adelswappen . Beispiele: Otto von Bismarck (einfach) von Beneckendorf und von Hindenburg (doppelt).

Allianzwappen ( Ehewappen Heiratswappen ) entstehen bei Verbindungen zweier Wappen durch B. Heirat von wappentragenden Adligen oder Städten ihre Zusammengehörigkeit zu symbolisieren. Beispiel: Essen .

In Stadtwappen befinden sich gewöhnlich keine Helme oder Zusätze sondern schlicht nur das Schild. Oft Mauerkronen. Fast jede Stadt besitzt ein Stadtwappen.

Staatswappen sind die Wappen von Nationen. Sie alles bedenkliche beinhalten sogar zwei Kronen gleichzeitig Luxemburg ). Ähnlich sind die Landeswappen die den einzelnen Bundesländer gehören. Viele Schildhalter. Jede Nation besitzt ein Staatswappen.

Sprechende Wappen ( Redende Wappen ) sind Wappen deren Darstellungen auf den des Trägers Bezug nehmen.

Weitere Wappenarten: Familien- Territorial- Herrschafts- Geschlechts- Haus- Kloster- Vereins- und Amtswappen.

Weblinks




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