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Hermann Brill


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Prof. Dr. jur. Hermann Louis Brill (* 9. Februar 1895 in Gräfenroda; † 22. Juni 1959 in Wiesbaden ) war ein deutscher Politiker Widerstandskämpfer gegen Nationalsozialismus und Thüringens erster Regierungspräsident nach dem Zweiten Weltkrieg .

Hermann Brill wurde im thüringischen Gräfenroda Sohn eines Schneidermeisters geboren. Nach Beendigung der besuchte er das Herzog-Ernst-Seminar in Gotha um Lehrer zu werden.

Seine politische Karriere begann 1918 als er in die USPD eintrat. Keine zwei Jahre später wurde Mitglied des Thüringer Landtags welchem er ohne bis 1933 angehörte. 1922 verließ er die USDP und wechselte SPD . 1932 wurde Brill außerdem Abgeordneter des Reichstags .
Nachdem bereits im Januar 1930 eine bürgerlich-nationalsozialistische Koalition die Regierung in übernommen hatte begann für Hermann Brill der gegen den Nationalsozialismus. Als Mitglied des thüringischen sowie als Landtagsabgeordneter bemühte er sich vor die Politik des nationalsozialistischen Innen- und Volksbildungsministers Wilhelm Frick zu entlarven. Als Vorsitzender eines Untersuchungsausschusses der thüringische Landtag zur Untersuchung der Praktiken 1932 eingesetzt hatte lud Brill auch Adolf als Zeugen vor. Dieses Zusammentreffen war für eine Erfahrung die dazu führte dass er zum Widerstand gegen Hitler entschloss. Nachdem Hitler Deutschland an die Macht gekommen war trat aus der SPD im Mai 1933 aus er von der passiven Haltung der Sozialdemokraten Hitler enttäuscht war. Ein Jahr später gründete in Berlin zusammen mit dem Buchhändler Otto die Widerstandsgruppe Deutsche Volksfront . Brill schrieb während dieser Zeit Aufsätze Flugblätter und wurde mehrfach von der Gestapo verhaftet. Wegen Hochverrats wurde er schließlich zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. Vier Jahre verbrachte im Zuchthaus Brandenburg-Görden. Ende 1943 wurde er ins Konzentrationslager Buchenwald gebracht.

Nach der Befreiung des Lagers 1945 begann er damit im Auftrag der amerikanischen Besatzungsmacht einen Plan zum administrativen Wiederaufbau zu entwickeln. Im Juni 1945 wurde er Thüringer Regierungspräsidenten ernannt - ein Amt das bereits im Juli auf Betreiben Walter Ulbrichts wieder verlor nachdem Thüringen Teil der sowjetischen Besatzungszone geworden war. Im Mai 1945 gründete den Bund demokratischer Sozialisten in Thüringen. Nach Ansicht Brills hatten SPD als auch KPD in der Weimarer Republik versagt. Um den demokratischen Sozialismus zu mussten nach seiner Auffassung beide Parteien miteinander Seine Vorstellungen über den Neubeginn der deutschen Arbeiterbewegung kollidierten jedoch mit denen der sowjetischen Zweimal wurde Brill verhaftet und verhört. Schließlich ihn die sowjetischen Machthaber in seinem Heimatland zur Unperson. Ende 1945 verließ er schließlich und begann in Berlin für die Amerikaner arbeiten. Von Juli 1946 bis 1949 war Brill Chef der hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden. Bis zu seinem 1959 arbeitete er als Berater der hessischen 1948 arbeitete Brill am Grundgesetz für Deutschland mit. Von 1949 bis 1953 war er Mitglied des Deutschen Bundestags und u.a. im Auswärtigen Ausschuss im und Verfassungsausschuss und im Berlin- und Gesamtdeutschen tätig.

Später unterrichtete Hermann Brill als Honorarprofessor den Universitäten von Frankfurt am Main und Speyer . Die Einführung der Politologie als Studienfach geht auf ihn zurück. seinem letzten Lebensjahrzehnt verfasste Brill zahlreiche Publikationen heute noch aktuellen Themen wie den Rechtsfragen Wiedervereinigung und einer Verwaltungsreform .



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