Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 14. Oktober 2019 

Hofburg


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Dieser Artikel handelt von der Hofburg in Wien zur Hofburg in Innsbruck siehe Hofburg (Innsbruck).

Die Hofburg in Wien ist die ehemalige kaiserliche Residenz. Von 1438 bis etwa 1580 und von 1620 bis 1806 war sie die Residenz der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches anschließend die Residenz der Kaiser von Österreich bis 1918 . Heute ist sie der Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten .

Die ältesten Teile stammen aus dem 13. Jahrhundert und sind wohl von den letzten Babenbergern oder von Ottokar Přemysl angelegt worden. Vorher befand sich die der österreichischen Landesherren beim Platz Am Hof in der Nähe des Schottenstifts .

Diese älteste Burg in Form eines entspricht etwa dem heutigen Schweizerhof . Dort befindet sich auch die gotische (im 15. Jahrhundert umgebaute) Burgkapelle und die Schatzkammer (eine Nebenstelle des Kunsthistorischen Museums ) in der unter anderem die Herrschaftsinsignien Heiligen Römischen Reiches und des Kaisertums Österreich werden. Auch die Hofmusikkapelle hat dort ihren Sitz. Dieser Schweizerhof wurde zur Zeit Kaiser Ferdinands I. im Renaissancestil umgebaut. Bekannt ist das rot-schwarze Schweizertor auf dem die Titel Kaiser Ferdinands aufgezählt und die Insignien des Vliesordens abgebildet sind. Unterhalb dieses Traktes war jahrhundertelang die Hofküche.

Nicht damit verbunden aber zum Komplex Hofburg dazu gehörend ist die Stallburg die ursprünglich als Residenz für Maximilian II. als Kronprinz erbaut wurde. Es heißt I. habe mit seinem zum Protestantismus hinneigenden Sohn nicht unter einem Dach wollen. Später beherbergte sie die Kunstsammlung von Erzherzog Leopold Wilhelm dem kunstsinnigen Bruder Kaiser Ferdinands III. die einen wesentlichen Teil der Sammlungen Kunsthistorischen Museums bildet. Später war es dann der Stallungen für die kaiserlichen Pferde (daher Name) und heute noch ist dort die Hofreitschule untergebracht. Im Revolutionsjahr 1848 tagte hier das österreichische Parlament.

Gegenüber dem Schweizertor befindet sich die Amalienburg benannt nach Amalie Wilhelmine der Witwe Kaiser Josephs I. die allerdings mehr als hundert Jahre als Wiener Residenz Kaiser Rudolfs II. im Spätrenaissancestil erbaut wurde. Bemerkenswert ist Türmchen mit welscher Haube und die astronomische auf der Fassade.

Die Verbindung der Amalienburg mit dem Schweizerhof ist der Leopoldinische Trakt wie der Name schon sagt unter Kaiser Leopold I. in den 1660-er Jahren erbaut. Der war Filiberto Lucchese nach der Türkenbelagerung von 1683 wurde der Trakt von Giovanni Pietro neu aufgebaut und um eine Etage aufgestockt. der Architektur her schließt dieser Trakt noch die Spätrenaissance an. Hier sind die Amtsräume Bundespräsidenten. Unterhalb dieses Traktes und der Amalienburg auch der riesige Weinkeller der Burg.

Anfangs freistehend auf der anderen Seite Burg (beim heutigen Josephsplatz ) war die Hofbibliothek die von Kaiser Karl VI. als Think-tank gegründet wurde und die heute den der Österreichischen Nationalbibliothek beinhaltet. Begonnen wurde ihr Bau von Johann Bernhard Fischer von Erlach den 1735 von sein Sohn Joseph Emanuel fertig stellte. In diesem prunkvollen Saal die Büchersammlung des Prinzen Eugen ein Deckenfresko von Daniel Gran und von Paul Strudel. Dieser Teil ist der bedeutendste der Hofburg.

Andere Koproduktionen zwischen Vater und Sohn von Erlach sind die Winterreitschule gegenüber der Stallburg und der Reichskanzleitrakt gegenüber des Leopoldinischen Traktes. Dieser wurde von Johann Lucas von Hildebrandt geplant und beherbergte die Amtsräume des des tatsächlichen Premierministers des Heiligen Römischen Reiches (der theoretische war ja der Erzbischof von Mainz ). In diesem Trakt waren zuletzt auch Amtsräume Kaiser Franz Josephs .

Von Joseph Emanuel Fischer von Erlach auch der Michaelertrakt die Verbindung zwischen Winterreitschule und Reichskanzleitrakt Da aber das alte Burgtheater im Weg stand blieb dieser Plan unvollendet und wurde erst 1889 - 93 von Ferdinand Kirschner in leicht veränderter tatsächlich gebaut.

In weiterer Folge kam es immer zu Umbauten und Anpassungen besonders 1763 - 69 unter Nikolaus von Pacassi der die mit der übrigen Burg und auf der Seite mit der Augustinerkirche verband und so Josephsplatz schuf der als einer der schönsten Wiens gilt. Nach dem Umbau der Albertina in den 1820-er Jahren von Joseph Kornhäusel schließt auch sie von der anderen an die Hofburg an.

1809 wurde ein Teil der Stadtmauer bei Burg in folge des Krieges beschädigt an dieser Stelle (zur heutigen Ringstraße hin) wurde das klassizistische Burgtor gebaut und der Volksgarten mit dem Theseustempel angelegt beides von Peter von Nobile. weiterer Anbau aus dieser Zeit ist der Zeremoniensaal von Louis Montoyer der aus der herausragte. Er wurde bald als störend empfunden Nase genannt - heute ist er in Neuen Burg integriert.

Im Zuge der Stadterweiterung nach dem der Stadtmauern in den 1860-er Jahren kam zur letzten großen Erweiterung der Burg. Geplant ein Kaiserforum eine zweiflügelige Anlage über die Ringstraße mit den Zwillingsmuseen ( Kunsthistorisches und Naturhistorisches Museum) als Flanken und alten Hofstallungen Fischer von Erlachs als Abschluss. Die Bauleitung dieses Projekts Gottfried Semper und später Karl von Hasenauer inne. Die Museen wurden 1891 fertig gestellt der Rest des Forums sich jedoch quälend langsam dahin da es Repräsentation kein echtes Bedürfnis gab. 1913 wurde der Südostflügel die Neue Burg fertiggestellt und auf den weiteren Ausbau Immerhin entstand so der Heldenplatz und der Maria-Theresien-Platz . In der Neuen Burg befinden sich einige Museen ( Ephesos -Museum Hof-Jagd- und Rüstkammer Völkerkundemuseum) sowie die der Österreichischen Nationalbibliothek und das international bedeutende Konferenzzentrum . Auf dem Heldenplatz stehen die Reiterstatuen beiden bedeutendsten österreichischen Feldherren Prinz Eugen von Savoyen und Erzherzog Karl . Vom Balkon der Neuen Burg zum Heldenplatz hin wurde 1938 der Anschluss an das Deutsche Reich inszeniert.

An Skulpturen sind noch die Reiterstatue Kaiser Josephs II. von Franz Anton Zauner auf dem Josephsplatz sowie die Statue Franz' I. auf dem inneren Burghof von Pompeo Marchesi zu nennen.

In der Nacht vom 26. November auf den 27. November 1992 entsteht in der Hofburg ein Großbrand Bereich der Redoutensäle am Josephsplatz. Ein Teil des Daches des Obergeschosses brannte vollständig nieder. Die Renovierung aber bereits 1997 wieder abgeschlossen werden. Im neu aufgebauten finden sich nun Wand- und Deckengemälde von Mikl.




Bücher zum Thema Hofburg

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Hofburg.html">Hofburg </a>