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Holocaustleugnung


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Holocaustleugnung ist das Leugnen bzw. Verharmlosen des Holocaust (bzw. der Shoah ) eines beispiellosen Völkermordes in Deutschland und in den von im Zweiten Weltkrieg besetzten Gebieten während der Zeit des Nationalsozialismus .

Der Begriff "Holocaust" (aus dem griechisch-lateinischen holocaustum = Brandopfer abgeleitet) etablierte sich in 1979 nach der Ausstrahlung des gleichnamigen Fernsehfilms das Schicksal der jüdischen Familie Weiss im Dritten Reich als die Bezeichnung für die Verbrechen Nationalsozialisten in den Konzentrations- und Vernichtungslagern .

  

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Revisionisten oder treffender (vgl. Revision ): Holocaustleugner versuchen den Holocaust des Dritten Reichs groß angelegte Verschwörung darzustellen und vermeintlich Widersprüchliches In diesem Kontext steht das Schlagwort der Auschwitzlüge .

Strafrechtlicher Begriff

In Deutschland begeht eine Straftat der Beleidigung (§§ 185 194 Abs. 1 Satz StGB ) eine Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener (§ 189 StGB) eine Volksverhetzung (§ 130 StGB) wer öffentlich sowohl Existenz von Gaskammern in Auschwitz als auch die gezielte Massenvernichtung von rund 11 5 Mio. Menschen allein etwa 6 Mio. jüdische Menschen) leugnet.

§130 Absatz 3 StGB lautet:

Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe wird bestraft wer eine unter der des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § a Abs. 1 bezeichneten Art in einer die geeignet ist den öffentlichen Frieden zu öffentlich oder in einer Versammlung billigt leugnet verharmlost.

Im weitesten Sinne erfasst der Begriff alle Verbrechen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern auch das Bestreiten oder Verharmlosen von Verbrechen

politischen Gegnern ( Kommunisten Sozialdemokraten der damaligen Zeit)
Angehörigen von Minderheiten wie Homosexuelle Sinti und Roma (und andere den Zigeunern zugeordnete Gruppierungen)
Zeugen Jehovas
Christen ( bekennende Kirche )
Strafgefangene
und denunzierter Bürger.

In Österreich wird nach § 3h Verbotsgesetz 1947 Freiheitsstrafe zwischen einem und 20 Jahren bestraft öffentlich den nationalsozialistischen Völkermord oder andere nationalsozialistische Verbrechen die Menschlichkeit leugnet gröblich verharmlost gutheißt oder rechtfertigen sucht.

Der Begriff "Auschwitzlüge"

Es gibt kaum ein Themengebiet das präzise Bezeichnungen und Fachausdrücke erzwingt und in es doch immer wieder passiert dass Holocaustleugner das Wort sprichwörtlich im Mund umdrehen. Dies auch im Zusammenhang mit dem Begriff "Auschwitzlüge". Gerichte jemanden wegen des "Verbreitens der Ausschwitzlüge" verurteilen wird das von Holocaustleugnern gern gedeutet als wären sie für eine richtige Darstellung des Holocausts angeklagt worden und weil der Holocaust Lüge sei prompt bestraft worden. Die Leugner sich des Begriffes einfach bemächtigt und verwenden absichtlich in der Öffentlichkeit in der Hoffnung noch mehr Verwirrung und Zweifel zu entfachen. empfiehlt sich daher häufig hinter Fachwörtern zu Thema im Idealfall gleich deren Bedeutung anzugeben.

Im fachlichen Sprachgebrauch steht der Begriff Auschwitzlüge ausschließlich für das Leugnen des Holocaust.

Der Begriff "Auschwitzlüge" geht auf den SS -Sonderführer in der Pflanzenschutzanstalt Rajsko (nahe beim Auschwitz) Thies Christophersen (1918 - 1997) zurück. Christophersen veröffentlichte 1973 eine gleichnamige Broschüre in welcher er dass es Menschenmord in Auschwitz nie gegeben er müsse es ja wissen da er der fraglichen Zeit in der Nähe stationiert

Veröffentlichungen der Holocaustleugner

Dem Pamphlet von Christophersen folgte 1974 Veröffentlichung von Richard Harwood (Pseudonym für Richard Verall) unter dem Did Six Million Really Die? The Truth Last (dt. Titel: "Starben wirklich 6 Millionen?") handelte sich hierbei in weiten Teilen um Abschrift aus dem 1969 von E. L. (Pseudonym von Willis Carto) herausgegebenen Bandes The Myth of the Six Million . Nach dem zweiten Weltkrieg ergoss sich wahre Flut an Schriften über Deutschland deren Absicht das Infragestellen des Holocaust war:

  • Paul Rassinier (1906 - 1967): "Die Lüge des (1950)
  • Robert Faurisson (Jahrgang 1929): "Es gab keine Gaskammern " (dt. 1978)
  • Arthur Butz (Jahrgang 1945) "The Hoax of the Centuary" (1976) (dt. Titel: "Der Jahrhundertbetrug")
  • Wilhelm Stäglich (Jahrgang 1916): "Der Auschwitz- Mythos " (1979)
  • Udo Walendy (Jahrgang 1927; Herausgeber der Zeitschrift "Historische in der wiederholt der Holocaust geleugnet wird)
  • Ditlieb Felderer (Jahrgang 1942; Herausgeber der mit obszönen Karikaturen versehenen Zeitschrift "Jewish Information Bulletin").
  • Ernst Zündel (Jahrgang 1939: Inhaber des Samisdat-Verlages in Toronto / Kanada der mit zahlreichen holocaustleugnenden Schriften sowie Filmen u.a. dem Film "Ein Deutscher und Jude besuchen Auschwitz" in Erscheinung getreten ist)
  • Fred A. Leuchter (Jahrgang 1943) Verfasser des "Leuchter-Reports" (1988) den Nachweis erbringen soll dass die Gaskammern Auschwitz keine gewesen sind
  • Germar Rudolf (Jahrgang 1964) der in seinem "Gutachten die Bildung und Nachweisbarkeit von Cyanidverbindungen in den Gaskammern von Auschwitz" (1991) in den Gaskammern sei keine Blausäure nachweisbar deshalb auch kein Zyklon B zum Einsatz gekommen. Rudolf tritt unter Pseudonymen auf u. a. "Ernst Gauss".

Andere Personen die in der Öffentlichkeit holocaustleugnenden Thesen aufgetreten sind:

Die Auflistung benennt Personen die mit ihren den deutschsprachigen Raum stark zu beeinflussen versuchen. weiteren Personen siehe: http://www.idgr.de/_inhalt/leugner.php

Viele der genannten Personen sind - In- wie im Ausland - wegen Holocaustleugnung vor Gericht gestellt und bestraft worden. Der letzte Prozess in dieser Sache wurde 1996 vom Autor David Irving ausgelöst. Die amerikanische Wissenschaftlerin Deborah Lipstadt bezeichnete Irving als "einen gefährlichsten Holocaustleugner" woraufhin Irving in Großbritannien eine Verleumdungsklage gegen Lipstadt anstrengte. In diesem Prozess noch einmal die Fakten des Holocaust zusammengetragen von einem Gericht bewertet. David Irving verlor den Prozess Jahr 2000 . Er wird im Verdikt des Londoner High Court als Lügner als Rassist und als Antisemit bezeichnet.

Motivation

Man könnte annehmen dass der Holocaust von denen geleugnet wird die sich aktiv Mordgeschehen beteiligt oder als Mitwisser eine Schuld sich geladen haben. Aber: Wie man anhand Geburtsjahre erkennen kann waren mit Ausnahme von Stäglich und Remer zahlreiche Holocaustleugner im zweiten noch Kinder oder Jugendliche oder sie waren noch gar nicht Eine Mitwisserschaft oder persönliche Verstrickung in die kann ihnen daher nicht angelastet werden. Um erstaunlicher ist es dass sie für eine streiten für die sie gar nicht zur gezogen werden und von der sie so oder so wenig wissen wie die Nachkriegsgeneration.

Die Motivation den Holocaust zu leugnen ist maßgeblich von

  1. der Unglaublichkeit des Völkermordes sowohl in als auch Umfang ("weil nicht sein kann was nicht sein ;
  2. daneben aber auch von der Absicht Nationalsozialismus rein zu waschen und als politisches wieder gesellschaftsfähig zu machen sowie
  3. initiiert durch den Gedanken man werde Kollektivschuld mit den nationalsozialistischen Verbrechern unterworfen die nur durch das Leugnen abschütteln könne.

Andere Völkermorde weisen bei ihrer "Verarbeitung" Parallelen auf sind es sogar Regierungen die diese Vertuschungen Die Bundesrepublik Deutschland verarbeitet das Dritte Reich hingegen öffentlich auch die Existenz der Geschichtsfälscher ins öffentliche rückt.

Siehe auch: Psychologie : Abwehrmechanismen

Ausgangspunkte der Holocaustleugnung

Das Hauptargument in der Holocaustleugnung ist Behauptung es gebe für die Verbrechen in Konzentrations - und Vernichtungslagern keine Beweise . Insbesondere fehle auch jeder schriftliche Befehl zu einer Vernichtung der Juden. Richtig dass auf der Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942 zwar die "Endlösung der Judenfrage" beschieden ist darüber aber keine schriftlichen Erkenntnisse vorliegen. gibt es zahlreiche andere Dokumente - bis zu Lieferzertifikaten über den Einkauf von Unmengen Zyklon B - anhand derer sehr genau rekonstruiert kann was in den Lagern passiert ist. mehreren Gerichtsprozessen wurden diese Beweise ausgewertet und zahlreiche Zeugenaussagen ergänzt.

Ein weiterer Punkt an dem Holocaustleugner den Hebel ansetzen ist die Tatsache dass Opferzahlen nur geschätzt werden können. Leider ist mit den Schätzungen nach dem Krieg ziemlich umgegangen. So wurde ursprünglich angenommen allein in seien 6 Millionen Juden ermordet worden. Diese musste später korrigiert werden (in Auschwitz waren etwas über 1 1 Millionen Menschen im Reichsgebiet sowie in den besetzten Gebieten insgesamt 6 Millionen). 1990 sah sich die Museumsleitung des KZ Auschwitz aufgrund der neuen Erkenntnisse veranlasst Gedenkplatten die die falsche Opferzahlen auswiesen zu - was die Holocaustleugner triumphierend zur Kenntnis nahmen..

Auch gutgemeinte Aktionen wie Rekonstruktionen von Gaskammern Genickschussanlagen Krankenstationen (in denen die Häftlinge mit umgebracht wurden) sowie die Restauration von verwitterten Aufschriften auf KZ-Einrichtungen deren das Gedenken an das grausame Geschehen ist leicht zum Spielball von Holocaustleugnern.

Argumentationsmuster

Die Argumentationsmuster der Holocaustleugner sind vielfältig haben über die Zeit eine Veränderung erfahren:

  • Der Holocaust sei eine Erfindung der Juden der Alliierten um Deutschland erpressbar zu halten und dem "internationalen Weltjudentum" Geld in die Kasse zu spülen.
  • Insbesondere die alliierten Truppen hätten selbst zahlreiche verübt und beabsichtigten mit dem Vorwurf des ihre eigenen Taten zu vertuschen.
  • Zyklon B sei nur als Insektizid gegen die Überträger des Gelbfiebers verwendet worden wenn es doch Todesfälle gegeben habe seien diese aber nur versehentlich Die meisten KZ-Häftlinge seien an Unterernährung Gelbfieber und Tuberkulose gestorben. Gezielte Tötungen durch Erschießen seien nur in wenigen berechtigten Fällen
  • Vorhandenes Fotomaterial über die Einrichtungen der Lager die Vernichtung und Verbrennung der Opfer seien bzw. Fotomontagen .

Hatten die älteren Jahrgänge unter den (wie Christophersen Stäglich Remer Rassinier u.a.) noch Strategie verfolgt durch einfaches Behaupten ihren Argumenten zu verleihen in dem Sinne: "Ich kann nicht glauben was da passiert und deshalb ist der Vorwurf des Völkermords haben sich die Argumentationslinien der jüngeren verschoben: Sie sagen: "Ich würde ja gerne glauben aber leider das die Faktenlage nicht zu." Und um das zu untermauern bedienen sich eines Instrumentes das sie am besten Die Geschichtsklitterung . Klittern bedeutet Sachverhalte und Zitate zwar richtig zu erwähnen aber durch andere Zusammensetzung oder durch Auslassung wesentlicher Passagen anderen Inhalt zu generieren - bis hin Gegenteil dessen was ursprünglich gemeint war.

Quellen der Holocaustleugner

Wenn man überhaupt von "Quellen" der sprechen will ist zunächst zu konstatieren dass eigentliche "Quelle" die unerschöpfliche Fantasie ist mit sie versuchen weis zu machen dass der wie er wissenschaftlich beschrieben wurde nicht stattgefunden Im übrigen dienten anfänglich die erwähnten Veröffentlichungen Christophersen Harwood Rassinier Walendy und Stäglich als die permanent in späteren holocaustleugnenden Büchern und zitiert wurden. Aber als solche hatten diese Traktate bald ausgedient denn sie fußten im nur auf unbelegbaren Behauptungen. In den 80er Jahren kam in der Branche des holocaustleugnenden die Einsicht auf dass es doch ein Schachzug sei sich einen wissenschaftlichen Anstrich zu Eine wissenschaftliche Verbrämung der eigenen Behauptungen sollte den Eindruck Seriosität vermitteln und zugleich einen Kontrapunkt gegenüber wahrhaften Wissenschaft über den Holocaust bilden. Die war clever: Eine Schrift mit dem Titel "Gutachten über die Bildung und Nachweisbarkeit von in den Gaskammern von Auschwitz" (Germar Rudolf) klingt irgendwie seriöser als Pamphlet namens "Die Auschwitzlüge" .

In Folge entstand eine wahre Flut Publikationen die zunächst als Aufsätze in revisionistischen oder als Bücher später im Internet veröffentlicht - (wo sie bis heute noch abrufbar - und die sich durch zweierlei auszeichnen: Sie sind randvoll gespickt mit Fußnoten und Zitaten . Und zweitens: Da die seriöse Wissenschaft den Holocaust den Argumenten der Holocaustleugner keine bietet zitieren Holocaustleugner sich immer nur gegenseitig . Wer eine solche Schrift liest muss dass er argumentativ permanent im Kreis herumgeführt da der eine Leugner stets den anderen als Quelle benennt. In vielen Fällen ist für einen Laien nicht einmal erkennbar: Als Beispiel mag Köhler" herhalten der in vielen seiner Werke "Ernst Gauss" zitiert ebenso wie umgekehrt "Ernst große Stücke auf "Manfred Köhler" hält. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat ermittelt dass die Namen Pseudonyme sind. Hinter beiden Pseudonymen verbirgt sich Germar Rudolf der schätzungsweise über noch 10 weitere verfügt. Es ist davon auszugehen dass andere es Germar Rudolf gleichtun und sie sich ihren Arbeiten auf Fantasiepersonen berufen.

Versionsgeschichte

Die Versionsgeschichte des Wikipedia-Artikels Holocaust liefert eine Reihe von Beispielen für die wenn auch nicht immer als Leugnung doch als Relativierung des Holocaust oder seines interpretiert werden könnten. Aktuelle Beispiele in diesem (die Änderungen erscheinen rot):

Siehe auch: *Wiederbetätigung

Mediale Verbreitung

Kaum eine andere Gruppe unter den unbedingt mit der Informationstechnik vertrauten Personen Einrichtungen oder Gruppierungen hat schnell die Möglichkeiten und die Bedeutung des Internets erfasst wie die Holocaustleugner. Wurden bis die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts ihre Gedanken noch im wesentlichen durch Printmedien verbreitet und gesellte sich mit der Videotechnik das entsprechende Filmmaterial hinzu standen die 90er Jahre ganz dem Zeichen der Verbreitung über das World Wide Web . Die Holocaustleugner verstanden es sich in Suchmaschinen stets an die oberste Stelle zu Eine Untersuchung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien aus dem Jahr 1999 wies nach dass bei den einschlägigen Suchmaschinen gab man Begriffe wie "KZ Auschwitz" "Judenvernichtung" "Vergasung" ja sogar "Wannseekonferenz" ein an obersten zwanzig Stellen (manchmal noch darüber hinaus) Internetseiten von Holocaustleugnern angezeigt wurden. Durch diesen sensibilisiert verfahren die deutschen Suchmaschinen mittlerweile nach Suchmustern.

Aber die Seiten gibt es natürlich

  • Germar Rudolf betreut die Seite von "Vrij Onderzoek" [4]
  • Ernst Zündel hat seine eigene Homepage [5]
  • Mark Weber betreut die Seite des "Institute Historical Review" [6]
  • es gibt ein "Committee for open debate the Holocaust" [7]
  • und "L'Association des Anciens Amateurs de de Guerres et d'Holocaustes (AAARGH)" [8] .
  • (gelistet sind hier die Seiten die zu Zeitpunkt der Untersuchung permanent als erste Suchtreffer wurden ).

Umgang mit Kritikern

Für Holocaustleugner gibt es nichts Schlimmeres dass eine Person aus ihren eigenen Reihen Bewusstseinswandel durchlebt. So geschehen ist dies mit Chemiker Jean-Claude Pressac . Seine Untersuchung "Auschwitz: Technique and operation of the gas stand ursprünglich in der Absicht die über den Völkermord zu widerlegen. Im Zeitraum zehn Jahren hatte Pressac Material - Korrespondenzen Baupläne Kostenvoranschläge und Gesprächsprotokolle - gesammelt und ausgewertet. Am Ende nach bester wissenschaftlicher Methode durchgeführten Untersuchung entstand eine "Revision" (Neue Betrachtung) der Holocaustforschung - Revision dahingehend nämlich dass Pressac nicht nur Behauptungen der Holocaustleugner widerlegte sondern darüber hinaus Erkenntnisse über die Technik des Massenmordes durch Nazis lieferte. Seinem Buch stemmten sich die mit aller Macht entgegen und veröffentlichten ihrerseits Schriften die Pressacs Erkenntnisse in Zweifel ziehen In dem Nachfolgebuch "Les Crématoires d'Auschwitz" (Paris 1993; dt. "Die Krematorien von München 1994) untersuchte er ebenso akribisch die der Krematorien.

Im übrigen verfahren Holocaustleugner im Umgang ihren Kritikern nicht einhellig. Die Bandbreite reicht von Drohungen bis hin zu dem Trick die Argumente und Widerlegungen der Kritiker ihre eigene Sache einzuspannen indem mittels Klitterung kritische Auseinandersetzung so geformt wird dass sie passt. Über die Tatsache dass diese Texte werden werden die Verfasser regelmäßig nicht informiert denn dass eine Genehmigung zur Veröffentlichung eingeholt wird. Deshalb darf manchen Kritiker nicht wundern wenn er sich in der Liste der "Bei uns veröffentlichten bereits folgende Autoren" wiederfindet.

Ausblick

Die zahlreichen auch international geführten Prozesse Holocaustleugner haben dazu geführt dass sie als Personen nicht mehr so häufig in Erscheinung können. Manche von ihnen sind abgetaucht (z.B. Graf Rudolf). Manche von ihnen haben sogar in die USA (z.B. Zündel Rudolf).

Das heißt aber nicht dass damit Geschichtsrevisionismus und die Holocaustleugnung aus der Welt Die Kommunikation über das Internet und die Verbreitung holocaustleugnender Schriften hierüber nach wie vor. Und sie wird intensiviert. stehen in einer Zeit in der nun der letzte Zeuge der Gaskammern von Auschwitz anderen Lagern versterben wird. Aber die Holocaustleugnung die "Enkelkindergeneration" erreicht und wird von ihr fortgeführt. unter den Jüngsten im Augenblick nur Germar (Jahrgang 1964) aktiv ist sollte nicht darüber dass viele andere junge Menschen der Beeinflussung Holocaustleugnern ausgesetzt waren bzw. noch sind. Die rechtsextremistischen und neonazistischen Veranstaltungen auf denen die Leugner Vorträge Reden gehalten haben waren ja nicht nur Kriegsveteranen besucht. Es ist zu befürchten dass auch bei den Jüngeren das holocaustleugnende Gedankengut hat.

Dementsprechend frohgemut geben sich die Holocaustleugner. Rudolf hat Bilanz gezogen: Er meint zwar gebe kaum Aussichten dass die derzeitigen Revisionisten Anerkennung erfahren werden (zumindest zu Lebzeiten nicht) die Zukunft des Revisionismus sieht er wörtlich "rosig" . In dem Zeitablauf wittert er eine Historischen Ereignissen die weit in der Vergangenheit begegnet man häufig etwas unbedächtiger und dass schon vereinzelt aber immer wieder die Auffassung wird über den Zweiten Weltkrieg "müsse mal Gras wachsen" ist bekannt. Je weiter die der Nationalsozialisten in die Ferne rücken um größer wird die Wahrscheinlichkeit dass Holocaustleugner ihr fortführen und ausdehnen.

Literatur

Antworten auf die "Auschwitzlüge"

  • Pressac Jean-Claude: "Auschwitz: Technique and operation of gas chambers" (Beate Klarsfeld Foundation 1989) - Untersuchung der Methoden zum Völkermord (und Widerlegung "Leuchter-Report").
  • Benz Wolfgang (Hrsg.): Dimensionen des Völkermords. Die der Opfer des Nationalsozialismus München 1991.
  • Thiedemann Markus. "'In Auschwitz wurde niemand vergast.'. rechtsradikale Lügen und wie man sie widerlegt." ISBN 3-570-20990-3

Literatur über die Holocaust-Leugner

  • Lipstadt Deborah: Leugnen des Holocaust. Rechtsextremismus mit Reinbek bei Hamburg 1996. ISBN 3-499-60101-X
  • Brigitte Bailer-Galanda u.a. (Hg.): Die Auschwitzleugner Berlin
  • Thomas Wandres: Die Strafbarkeit des Auschwitz-Leugnens Berlin
  • Richard J. Evans: Der Geschichtsfälscher. Holocaust und Wahrheit im David Irving Prozess Frankfurt/M. 2001.

Weblinks




Bücher zum Thema Holocaustleugnung

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