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Hugo Riemann


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Hugo Riemann (* 18. Juli 1849 in Groß-Mehlra bei Sondershausen (Thüringen); † 10. Juli 1919 in Leipzig ) war deutscher Musiktheoretiker Musikhistoriker Musikpädagoge und

Riemann studierte ab 1868 in Berlin und Tübingen zunächst Jura. Nach seiner Teilnahme am deutsch-französischen Krieg (1870/71) entschied er sich ausschließlich für Musik und studierte am Konservatorium und an Universität in Leipzig unter anderem bei Ernst Friedrich Richter Carl Reinecke und Oskar Paul. Weil Leipzig seine "Über das musikalische Hören" nicht annehmen wollte Riemann damit in Göttingen . Dann habilitierte er sich 1878 doch noch an der Universität in mit den "Studien zur Geschichte der Notenschrift". 1874 wirkte Hugo Riemann als Klavierlehrer und in Bielefeld wo er 1876 Elisabeth Bertelsmann heiratete.

Im Jahre 1880 übernahm Riemann als Dirigent den gemischten in Bromberg und war gleichzeitig Privatdozent in Leipzig Des weiteren wirkte er als Theorielehrer an Konservatorien in Hamburg (1880-1891) Sondershausen (1890) und Wiesbaden (1890-1895). 1895 wurde er zum außerordentlichen 1905 zum planmäßigen Professer an der Universität berufen. Schließlich wurde er 1908 Direktor des von ihm gegründeten "Collegium am musikwissenschaftlichen Institut. 1911 wurde Riemann in Leipzig Honrarprofessor und 1914 Direktor des von ihm gegründeten "Staatlich Forschungsinstituts für Musikwissenschaft".

Hugo Riemann gehört zu den markantesten bedeutendsten Persönlichkeiten unter den Musikwissenschaftlern. Seine größten hat er errungen auf dem Gebiet der Musiktheorie die er von Grund auf erneuerte. für ihn selbst insgeheim der Wiener klassische die Grundlage der Musik war war er dem Neuen aufgeschlossen. Er sah in allem mit seinen eigenen Theorien zur Harmonik und dass hier alles auf Erkenntnissen der phänomenologischen seiner Zeit beruhte. Auch auf dem Gebiet Musikgeschichte war er wegweisend gab er ihr in umfassender Weise ihre stilkundliche Orientierung.

Zu fast allen Bereichen der Musikwissenschaften er wesentliche Beiträge gliefert. So sind insbesondere nennen:

Neue Methoden der Harmonielehre (1880); Das Problem des harmonischen Dualismus (1905); Neue Schule der Methodik (1803) Lehrbuch des Kontrapunkts (1921) Große Komositionslehre 3 Bände (1902 bis 1913) System der musikalischen Rhythmik und Metrik (1903) Musikalische Dynamik und Agogik (1884) Handbuch der Musikgeschichte 5 Bände (1901 bis Geschichte der Musik seit Beethoven (1901) Geschichte der Musiktheorie (1898) Musiklexikon (1882 12 Auflage begonnen 1939)

Dieses letztere Musiklexikon (Der Riemann) Riemanns wohl bekanntestes Werk hat bis seinen herausragenden Platz behalten. Die von Riemann Theorie der "Funktionen" ist noch heute in der Harmonielehre finden die an deutschen musikalischen Ausbildungsstätten gelehrt Viele musikalische Fachbegriffe in seinen Abhandlungen gehören zum fachlichen Sprachschatz wie zum Beispiel "Agogik" "Motiv" oder "Phrasierung" .

Zu Hugo Riemanns Schülern zählen die Max Reger (1873-1916) und Hans Pfitzner (1869-1949) sowie die Musikwissenschaftler Friedrich Blume Joachim Moser Willibald Gurlitt Gustav Becking und Steglich.



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