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Immanuel Kant


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Immanuel Kant

Immanuel Kant (* 22. April 1724 in Königsberg Ostpreußen ; † 12. Februar 1804 Königsberg) gilt als einer der bedeutendsten Philosophen überhaupt. Mit seinem bis in die vieldiskutierten transzendentalen Denkansatz war er insbesondere Wegbereiter des deutschen Idealismus . Seine damals weltoffene Heimatstadt hat „der von Königsberg“ so gut wie nie verlassen. schlug er auch die Gelegenheiten aus 1769 Erlangen und 1770 in Jena zu lehren bevor er im Jahr dem Ruf der Universität Königsberg folgte.

Inhaltsverzeichnis

Erkenntnistheorie

Kant setzte sich einerseits mit der rationalistischen andererseits mit der empiristischen Philosophie des 18. Jahrhunderts auseinander. Um als diese beiden Denkschulen den Forderungen an wissenschaftliche Metaphysik zu genügen entwickelte er den Kritizismus . Auf diese Weise entstand eine moderne Erkenntnistheorie die den Dogmatismus der Rationalisten (z. B. Christian Wolff Alexander Gottlieb Baumgarten ) ebenso wie den Skeptizismus der Empiristen (z. B. David Hume ) in die Schranken wies.

Erkenntnis tritt nach Kant in zwei auf:

  • aposteriorisch (lat. „vom Späteren her“) d.h. der Wahrnehmung folgend;
  • apriorisch (lat. „vom Früheren her“) d.h. der Wahrnehmung vorausliegend.

Aposteriorische Erkenntnisse kommen demnach in alltäglichen bzw. Erfahrungsurteilen zum Ausdruck apriorische Erkenntnisse in Sätzen.

Alle aposteriorischen aber nicht alle apriorischen sind Erkenntnisse im strengen Sinn. Wenn es bei einem apriorischen Satz um ein bloßes handelt (z. B. „Junggesellen sind unverheiratete Männer“) liegt lediglich eine Sprachregelung vor. Um eine zu repräsentieren muss beispielsweise ein Satz über etwas Zusätzliches aussagen. Dies ist der Fall wir in diesem Artikel die Information weitergeben „Kant war Junggeselle“. Dieses Urteil nun ist mehr als erläuternd (analytisch) nämlich erweiternd (synthetisch) nicht zugleich apriorisch weil ja der Erfahrung unserer aposteriorischen Kenntnis der Lebensgeschichte Kants entnommen.

In der Kritik der reinen Vernunft untersucht Kant welche Möglichkeiten die reine Vernunft habe vor jeder Erfahrung Erkenntnisse gewinnen d.h. wie synthetische Urteile a priori möglich sind. Dazu gehören (nach Kant) die reine Mathematik und die reine Naturwissenschaft . In der Auseinandersetzung mit der Kritik der reinen Vernunft wurden die erkenntnistheoretischen Randbedingungen der neuzeitlichen Naturwissenschaft weiterentwickelt.

Kants zentrales Vorhaben war es indessen Metaphysik mit synthetischen Urteilen a priori auszustatten. dies auf dem Feld des Theoretischen scheitern demonstriert er im dialektischen Teil der Vernunftkritik. Auf dem Feld Praktischen weiß er indessen Abhilfe zu schaffen.

Siehe auch: Affizieren

Ethik

Auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden der kategorische Imperativ ( „Handle nur nach derjenigen Maxime durch die zugleich wollen kannst daß sie ein allgemeines werde.“ ). Dies verstand Kant aber entgegen einer Ansicht nicht als Aufstellung einer Ethik sondern als Analyse des a priori bereits vorhandenen Grundprinzips aller menschlichen Ethik. selbst hat den kategorischen Imperativ in fünf Formulierungen dargelegt und in der Metaphysik der Sitten sein Rechtssystem entfaltet.
Siehe auch: Menschenwürde

Aufklärung

Die Aufklärung wird eng mit dem Namen Kant Berühmt ist seine Definition „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit wenn die Ursache nicht am Mangel des Verstandes sondern der und des Mutes liegt sich seiner ohne eines anderen zu bedienen. Sapere aude [wage verständig zu sein]! Habe Mut dich deines Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch Aufklärung.“ ( Beantwortung der Frage: was ist Aufklärung? Berlinische Monatsschrift 1784 2 S. 481-494).

Übersicht der Artikel zu Kants Philosophie

Werke

Zitate

  • Ich kann weil ich will was ich

Literatur

  • Eisler Rudolf. Kant Lexikon . Olms. ( ISBN 3487007444 )
  • GegenStandpunkt-Redaktion (2004). Königsberger Klopse - Kritik der Philosophie Immanuel Kants
  • Höffe Otfried (2000). Immanuel Kant . München: Beck.
  • Höffe Otfried (2003). Kants Kritik der reinen Vernunft . München: Beck.
  • Jansen Bernhard (1925). Der Kritizismus Kants . München.
  • Lemmel Hans-Dietrich (2004). Genealogische Notizen zu Kant. Genealogie 27 1-18. Neustadt/Aisch.
  • Kantische und scholastische Einschätzung der natürlichen (1925; 1. Band 5. Heft). In Philosophie und Grenzwissenschaften (Schriftenreihe hrsg. vom Innsbrucker Institut für Philosophie). Innsbruck.
  • Scruton Roger (1999). Kant (M. Laube Übers.). Freiburg: Herder. (Orig. 1982) ( ISBN 3451047381 )
  • Willmann Otto (1973-1979). Geschichte des Idealismus (Bde. 1-3). Aalen.

Weblinks


  
  



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