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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 17. Juni 2019 

Importsubstitutionspolitik


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Als Importsubstitutionspolitik bezeichnet man entwicklungspolitische Ansätze die auf die Ersetzung von Importen durch Inlandserzeugung zielen.

Erwartungen an die Importsubstitution

Da viele Entwicklungsländer eine von Industriegütern geprägte Importstruktur haben ein wichtiger Aspekt von Importsubstitution de facto die Industrialisierung was besonders von Ländern des asiatischen in der Mitte des 20. Jahrhunderts praktiziert wurde. Als Vorteil einer solchen wurde die Tatsache dass die Absatzmärkte nicht aufgebaut werden müssen angesehen. Erwartet wurden vor wachstumspolitische beschäftigungspolitische und Zahlungsbilanzpolitische Effekte. Im einzelnen sind dies sekundäre Wachstumsimpulse Devisenersparnisse v.a. durch Ersatz von Konsumgüterimporten und Ausweitung der Beschäftigung in den neuen Industrieen .

Instrumente der Importsubstitution

Im wesentlichen verlangen Vertreter von Importsubstitutionspolitik Protektionismus .

In agrarisch geprägten Gesellschaften mit hoher Arbeitslosigkeit liegt das Grenzprodukt des Produktionsfaktors Arbeit meist erheblich unter dem tatsächlich Durchschnittslohn. Das hat zur Folge dass in Industrien erhöhte Nominallöhne gezahlt werden müssten um attraktiv für Arbeitnehmer zu gestalten. Da diese Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig seien rechtfertige dies protektionistische um über erhöhte Inlandspreise für die Expansion Sektoren notwendige niedrigere Reallöhne durchzusetzen.

Schutzzölle erscheinen auch geeignet um Direktinvestitionen Produktionsverlagerungen ausländischer Investoren anzuregen.

Temporäre Protektion (Erziehungszölle) sei auch von um in jungen lokalen Industrien Lern- und zu fördern und somit das Hineinwachsen in Betriebsgrößen ( Skalenerträge ) zu ermöglichen.

Problematik der Importsubstitution

Langfristige Untersuchungen haben jedoch gezeigt dass Politik der Importsubstitution nicht immer entwicklungspolitisch erfolgreich muss. Importbeschränkungen im Konsum- und Industriegüterbereich bewirken zunächst überhöhte Preise was zu einer Überdimensionierung des entsprechenden im Entwicklungland führen kann. Dies kann zu volkswirtschaftlichen Fehlallokation führen und den gesamten Exportbereich behindern.

Ein weiteres Problem ist die geringe vieler sich entwickelnder Volkswirtschaften was ein dauerhaftes der Binnenmärkte unwahrscheinlich macht.

Auch führt das Ziel des Aufbaus kapitalintensiv produzierenden "modernen" Sektors zu hohen zusätzlichen an Kapitalgütern (und Roh- und Zwischengütern) was Importabhängigkeit weiter verschärft. Die zumindest anfängliche Binnenmarktorientierung keine Deviseneinahmen löst aber weitere Devisenaufwendungen aus. verschärft wiederum die Zahlungsbilanzproblematik.

Siehe auch: Dualismustheorien



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