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Indizierung


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Mit dem Begriff Indizierung (eigentlich: "auf einen Index setzen") ist Deutschland die Einschränkung von Abgabe und Verbreitung als jugendgefährdend eingestufter Medien gemeint.

Die im deutschen Grundgesetz geschützte Freiheit Kunst stößt bei Themen der Moral (v.a. § 181 StGB) Religion (§ 166 StGB) und Politik (§ 131 StGB) an ihre Grenzen. dem Strafrecht (siehe unten) gibt es in Deutschland verwaltungsrechtliche Indizierung von Literatur und anderen Medien eine europaweit einzigartige Institution der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM; früher "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften"

Indizierte Medien dürfen Kindern und Jugendlichen verkauft noch überlassen oder sonstwie zugänglich gemacht Sie dürfen nicht mehr beworben werden und nicht mehr über den Versandweg vertrieben werden. Gegensatz zu Videos dürfen indizierte Bücher nicht Bestand einer Buchhandlung sein. Für ein indiziertes bedeutet das dass es praktisch tot ist vom Markt verschwindet.

Die BPjS hat seit ihrer Gründung 1954 weit über 15.000 Bücher indiziert die für jugendgefährdend hält. Im Gegensatz z.B. zu USA muss in Deutschland die Jugendgefährdung nicht werden sondern kann einfach behauptet werden. Dabei sich die BPjS in der Vergangenheit sogar Urteil des Bundesverfassungsgerichts das z.B. im Fall des Buches Josefine Mutzenbacher " nach 22 Prozessjahren 1990 feststellte dass die seit 1982 bestehende Indizierung aufzuheben sei. 1992 indizierte die BPjS das Buch erneut sich die Bundesbehörde bewusst über das höchste hinwegsetzte.

Bestimmte Formen von Pornographie (z.B. Unzucht mit Tieren oder Kinderpornographie) die als rassistisch gelten den Holocaust aktiv verleugnen Nazi -Symbole enthalten (außer zu wissenschaftlichen Zwecken und Ausnahmen auch zur Unterhaltung: Indiana Jones ) oder Menschen in ihrer Weltanschauung beleidigen Gotteslästerungsparagraph ) sind in Deutschland verboten. Dies fällt den Bereich der Zensur und geht somit über die bloße hinaus.

Besonders bei Filmen und Computerspielen ist die Basis für die Indizierung ein hoher Grad an direkter (visueller) Gewalt. (psychologische) Gewalt führt seltener zu einer Indizierung. Vermeidung der Indizierung führt insbesondere bei Computerspielen zu zensierten lokalisierten Versionen für den deutschen und unzensierten Versionen für den internationalen Markt. werden als gewaltverherrlichend geltende Sequenzen und Elemente (vor Allem bei Filmen) und/oder menschliche Charaktere "Roboter" ausgetauscht (welches durchaus zu unfreiwillig komischen führen kann).

Indizierungen werden in der Regel nicht gemacht auch wenn der Tatbestand der zur führte nicht mehr gegeben ist. Ein klassisches hierfür ist ein indizierter Ego-Shooter der Firma id-Software welcher Mitte der indiziert wurde.

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