Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 22. Oktober 2019 

Instrumentalmusik


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Als Instrumentalmusik wird im Gegensatz zur Vokalmusik die durch Instrumente ausgeführte Musik bezeichnet. Da man die Instrumenten begleitete Vokalmusik zur Vokalmusik zu rechnen so hat das Wort Instumentalmusik die vulgäre von Musik erhalten welche nur von Instrumenten wird bei der also Gesang völlig ausgeschlossen

Historisch geht aber natürlich die Entwicklung begleitenden Instrumentalmusik Hand in Hand mit derjenigen Instrumentalmusik überhaupt nicht aber mit der der da sie von der Entwicklung der Instrumente ist. Die Instrumentalmusik ist sehr alt und nur wenig jünger als der Gesang; in primitivsten Stadium entbehrte sie der Harmonie durchaus ist noch kein Jahrtausend alt) und der wahrscheinlich so gut wie ganz so dass hauptsächlich sich rhythmisch gestaltete; die Anwendung von zur Markierung des Rhythmus für den Tanz wohl sogar älter sein als ein auch einigermaßen melodischer Gesang. Die Anwendung von Saiten- Blasinstrumenten die einer Melodie fähig sind setzt eine gewisse Kultur voraus ist aber unter Umständen weit früher anzusetzen als die Erfindung Schriftsprache. So ist denn bei allen Kulturvölkern Erfindung der ersten Musikinstrumente ein Gegenstand der Mythen. Ob die reine Instrumentalmusik oder die Instrumentalmusik älter ist läßt sich nicht entscheiden; ist anzunehmen dass für Blasinstrumente der Gebrauch Gesang dagegen für Saiteninstrumente der begleitende Gebrauch ältere war... da wohl derselbe Mensch singen ein Saiteninstrument spielen aber nicht singen und kann.

Das gemeinsame Musizieren mehrerer Menschen ist es sich um mehr als das Markieren Rhythmus handelt) schon ein Stadium weiterer Entwicklung. den Griechen finden wir das Soloflötenspiel (Aulesis) im 6. Jahrhundert v. Chr. so weit dass Sakadas aus Argos um 585 für Gleichberechtigung mit den anderen Künsten bei den Spielen erlangte. Auch das selbständige Kitharaspiel (Kitharisis) nicht lange darauf durch Agelaos von Tegea 559) zu Ehren gebracht worden sein. Die Instrumentalmusik der Alten war nichts andres als Mitspielen im Einklang oder in der Oktave. Blechblasinstrumente wurden bis tief in das Mittelalter für eigentliche Kunstmusik sondern nur beim Militär Signalinstrumente sowie bei Aufzügen und Opfern wo bezweckt war angewandt (Tuba Lit.uus Buccina). Erst den mittelalterlichen Festspielen bei fürstlichen Vermählungen sowie den Mysterien (geistlichen Schauspielen) bildeten sich die Ansänge mehrstimmiger instrumentaler Kunstmusik aus.

Eine neue Phase der Entwicklung der beginnt mit Auftreten der Streichinstrumente ; die ältesten Spuren geigenartiger Instrumente im reichen bis ins 9. Jahrhundert n. Chr. Annahme dass dieselben durch die Araber nach gekommen seien ist wahrscheinlich irrig. Als Begleitinstrument Solo-Instrument der Troubadoure (ein ritterlicher Spielmann welcher Fiedel zu behandeln versteht ist auch der von Alzey im Nibelungenlied) sodann das Lieblingsinstrument Spielleute mit dem sie wohin sie kamen Tanz ausspielten entwickelte sich die Fiedel schnell machte die verschiedenartigsten Wandlungen durch so dass zu Beginn des 16. Jahrhundert eine große verschiedenster Streichinstrumente antreffen. Um diese Zeit entstand. erste kunstgemäße mehrstimmige Instrumentalmusik

Da nämlich im 15.-16. Jahrhunderet sich polyphone Vokalsatz (vgl. Kirchenmusik ) durch die Niederländer zu unvergleichlicher Vollkommenheit aber nicht überall wo man Lust hatte Werke eines Iosquin Isaak zu hören geschulte in genügender Anzahl fand welche dieselben ausführen so griff man zu dem Ausweg der oder des teilweisen ja gänzlichen Ersatzes durch Dem Bedürfnis akkommodierte sich die Bauart der und so finden wir denn jede Art Instrumenten in drei oder vier Größen ver-treten Diskant- (Alt-) Tenor- und Baßinstrument; es gab ein Quartett (Trio) von Flöten (und zwar von Schnabelflöten als Querflöten ) von Schweizerpfeifen Krummhörnern Schalmeien Zinken Posaunen von den Streichinstrumenten und zwar von den Geigen mit oder ohne Bünde (Kleingeigen) wie den mehrsaitigen (Großgeigen) mit Bünden (Violen). Auch lautenartigen Instrumente existierten in verschiedenen Größen ( Laute Gitarre und im 17. Jahrhundert Theorbe Mandora).

Die ältesten ausdrücklich für Instrumente geschriebenen Musikstücke sind Tänze die indes noch keinerlei ausgeprägten Instrumentalstil Auf den der Mehrstimmigkeit fähigen Instrumenten wurde mehrstimmig und zwar mit realen Stimmen musiziert Laute und Großgeigen später Gambe ). Die den Instrumentalsatz charakterisierende Beweglichkeit (durch Figurierung Passagenwerk) kam erst im Lauf des Jahrhunderts für das Einzelspiel der Klavierinstrumente und auf; wenn dieselben einen getragenen Vokalsatz imitierten entschädigten sie durch die Kolorierung für den der gehaltenen Töne. Diese Manier wurde auf Orgel übertragen und kam so endlich nachdem ursprüngliche Entstehungsgrund in Vergessenheit geraten war auch die Streich- und Blasinstrumente in Gebrauch.

Die moderne Instrumentalmusik hat zwei Ausgangspunkte: Orgel- oder Klaviersatz und den zu Anfang 17. Jahrhunderts aufkommenden begleiteten Einzelgesang. Der Orgelsatz sich in der schon angedeuteten Weise weiter Formen der Vokalmusik in freier verbrämter Weise er gipfelt schließlich in den Orgel- und Joh. Seb. Bachs. Die Begleitung des Sologesangs den ersten musikdramatischen Versuchen (s. Oper ) war einfach genug: ein bezifferter Baß durch Klavier Lauten verschiedener Größe und Baßviole gründe ein Instrument wie die Gambe nur Kontrabaßdimensionen) abgespielt wurde (s. Generalbaß); als Einleitung ein Madrigal gespielt d. h. ein Gesangsstück ohne und die instrumentalen Zwischenspiele bestanden nur aus Akkorden. Doch wuchs gar schnell aus diesen Anfängen die moderne Instrumentalmusik heraus besonders seit Violine durch die größten Meister vervollkommnet sich herrschenden und melodieführenden Instrument emporschwang (vgl. Orchester ).

Als erste Formen der reinen Instrumentalmusik (absoluten Musik) erstanden den schon angedeuteten noch im 17. Jahrhundert Ouvertüre (gewöhnlich als Symphonie bezeichnet) ursprünglich Vorspiel Einleitung eines Musikdramas ohne motivische Beziehungen zu diesem später zu selbständigen Orchesterstück erweitert (aus dem unsre heutige hervorging); die Suite oder wie sie später hieß Partita Zusammenstellung mehrerer der üblichen Tanzarten ( Allemande Courante Sarabande Gigue ) zu einem der Tonart nach einheitlichen endlich die Sonate ursprünglich wenig verschieden von der Suite schon durch Domenico Scarlatti (1683-1757) unsrer heutigen Sonate insofern nahegebracht der erste Satz ungefähr die von der übernommene Form erhielt welche man heute Sonatenhauptsatzform nennt.

Die Hauptträger der Fortentwickelung der Instrumentalmusik außer den schon genannten noch Fr. Couperin 1733) Joh. Kuhnau (gest. 1722) und besonders Ph. E. Bach (gest. 1788) den die ersten Repräsentanten unserer klassischen Zeit der Instrumentalmusik Joseph Haydn und Mozart ihren Lehrmeister nannten. Auf dem Gebiet Symphonie und des Streichquartetts sind neben Haydn Mitbegründer zu nennen: G. B. Sammartini Gossec Grétry.

Nachdem einmal das moderne Prinzip die einer Melodie im mehrstimmigen Satz gefunden war alte Zeit kannte nur Melodie das Mittelalter der Hauptmelodie entbehrende Mehrstimmigkeit; da alle Stimmen waren war keine eine wirkliche) ging die mit Riesenschritten vorwärts. Die Begleitung wurde in schönsten Bedeutung erkannt und ihr die Aufgabe den harmonischen Gehalt der Melodie zu erschließen. vertiefte sich die Ausdrucksfähigkeit der Instrumentalmusik mehr mehr besonders als die ernsthafte Natur Beethovens sich fast ausschließlich der Instrumentalmusik zu und neue Seiten von erschütterndem Klang anschlug. die nun schon länger als 2 1/2 andauernde Verbindung der Instrumentalmusik mit dem gesungenen (Oper) hat sich eine Illustrationsmusik von so Prägnanz des Ausdrucks herausgebildet dass es die Meister unternehmen konnten rein instrumentale Werke aufzustellen bestimmte Charaktere ja Situationen psychologische Vorgänge und zeichnen.

Über die Berechtigung dieser Kompositionsgattung sowie die Bedeutung der reinen Instrumentalmusik vgl. Tonmalerei.

Quelle



Bücher zum Thema Instrumentalmusik

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Instrumentalmusik.html">Instrumentalmusik </a>