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Intensivmedizin


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Die Intensivmedizin ist ein medizinisches Fachgebiet das sich Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher Zustände und Krankheiten befasst. Das geschieht meist in besonders Stationen eines Krankenhauses ( Intensivstation ) die durch speziell ausgebildete Fachärzte wie Anästhesisten Internisten Chirurgen oder Neurologen geführt werden.

Intensivstationen sind baulich und gerätetechnisch aufwendig Aufgrund des hohen Betreuungsaufwandes ist hier eine für 2-3 Patienten zuständig (auf "Normalstationen" ist Verhältnis ca. 1:20).

Die Behandlung von Patienten im Rahmen Notfallmedizin trägt ebenfalls oft die Merkmale der

Die Intensivmedizin ist historisch gesehen ein Teil der Anästhesiologie da die Beatmung der ursprüngliche Grund dafür war dass aufwendige Methoden und Einrichtungen geschaffen wurden. Eine Vorstufe der heutigen Intensivstationen waren die Coronary Units. Dies waren Stationen zur EKG Überwachung Herzinfarktpatienten mit der Möglichkeit der Defibrillation bei oder Kammertachykardie. Sie wurden von einem der der Defibrillation dem Amerikaner Lown propagiert.

Inhaltsverzeichnis

Indikation

Auf Intensivstationen werden Patienten aufgenommen deren bedrohlich ist oder deren Zustand bedrohlich werden So führen nicht nur schwere Krankheiten sondern Zustände nach großen und stark eingreifenden Operationen intensivmedizinischen Überwachung und ggf. Behandlung.

Prinzipiell muss eine gewisse günstige Prognose krankhaften Zustandes gegeben sein. Terminale Erkrankungen wie Beispiel Krebs im Endstadium führen nicht zur auf die Intensivstation. Auf diesem Gebiet ist Palliativmedizin etabliert.

Elementarstörungen

komplexe Krankheitsbilder

Überwachungsmethoden (Auswahl)

Der Zustand schwer Erkrankter kann sich ändern. Dieser Tatsache trägt die Überwachung Rechnung sie engmaschig durchgeführt wird und standartisiert ist.

Voraussetzung einer ausreichenden Überwachung ist immer persönliche Beobachtung durch einen Pfleger oder Arzt auch eine immense Dokumentationspflicht beiträgt.

Zur Beurteilung der Bewußtseinslage -beispielsweise- fehlen noch in aller Regel Geräte so dass neuromonitoring nach anerkannten und standartisierten verbalen Stadien- Zustandseinteilungen erfolgt (Z. B. Glascow-Coma-Skale [GCS] bei Zur Beurteilung von Schmerzen werden rating scales oder visuelle Analogskalen herangezogen.

Die technischen Methoden erlauben die weitgehendste der Messwertermittlung weil subjektive Fehler weitgehend ausgeschlossen Man unterscheidet zwischen

  • nichtinvasiven und
  • invasiven Methoden.
Zur invasiven Überwachung eines Parameters muss irgend einem Wege die Körperoberfläche durchdrungen werden in Form von Kathetern die in die Venen des Körpers eigeführt werden. Dieses Vorgehen immer ein gewisses Risiko sei es durch oder Auslösung von Blutungen. Das strategische Ziel technischen Entwicklung wird immer die nichtinvasive Messwertermittlung

Grundlegende nichtinvasive Überwachungsmethoden befassen sich mit der Überwachung Herz-Kreislauf- und Atmungssystems. Da es sich bei Ableitung des EKG der Überwachung des Blutdruckes der Körpertemperatur und der Sauerstoffsättigung des um nichtinvasive Methoden handelt gibt es kaum auf einer Intensivstation bei dem diese Messungen vorgenommen werden.

Zu den invasiven und damit umfassenderen aber auch komplikationsträchtigeren gehören die Messung des zentralen Venendruckes die arterielle Blutdruckmessung und der Einsatz des Pulmonalarterienkatheters . Mit letzterer Methode können Parameter gemessen aus denen sich z. B. die Sauerstoffausschöpfung zirkulierenden Blutes und die Pumpfunktion des Herzens mit Herzzeitvolumen ermitteln lassen. Aktuell kommen in Einsatz die die Bestimmung auch dieser (Herzzeitvolumen) nichtinvasiv ermöglichen.

Dank moderner technischer Entwicklung halten zunehmend Einzug auf Intensivstationen. Damit können häufig benötigte wie zum Beispiel Blutgase Säure-Basen-Status Elektrolyte Hämoglobin und somit schnell ermittelt werden.

Ergänzt werden die Methoden durch bildgebende wie Röntgendiagnostik (z. B. Beurteilung der Lunge) und die in der Regel im Bereich der durchgeführt werden. Untersuchungen wie CT oder Kernspin werden in den Spezialabteilungen (Röntgenabteilung) durchgeführt. diesem Zweck werden die Patienten bei Bedarf mobilen Behandlungseinheiten (z. B. Beatmungsgeräten) zu den Großgeräten transportiert. Auch in dieser mobilen Situation der Station darf die Überwachungs- und Betreuungsqualität Patienten nicht abnehmen.

Eine Methodenliste befindet sich auch hier .

Therapiemethoden (Auswahl)

Hygiene und Infektion

Patienten intensivmedizinischer Einrichtungen haben ein 5-10fach Infektionsrisiko. Bei intensivpflichtigen Patienten addieren sich verschiedene Faktoren die sowohl vom Patienten selbst ausgehen auch von Behandlungsmaßnahmen.

Patientenseitig führen vor allem die Grunderkrankung und Begleiterkrankungen zu einer Schwächung der Abwehrlage. Infektionsbegünstigend zudem ein schlechter Ernährungszustand hohes Alter (statistisch und Bewußtseinsstörungen.

Therapieseitig durchbrechen eine Reihe von Maßnahmen die Immunbarriere des vorgeschädigten Organismus. Ursachen und Folgen sein:

  • Beatmung : Durch Schädigung der Clearencefunktion der Tracheal- Bronchialschleimhaut werden Tracheo-/Bronchitiden und Pneumonien befördert.
  • zentrale Gefäßzugänge : Durch Aufhebung der Kontinuität der Haut deren Schutzfunktion verlohren. Folge ist meist eine Sepsis .
  • Zugänge zu Körperhöhlen : Im gleichen Sinne wie bei der sind Magensonden und Harnblasenkatheter Eintrittspforten für pathologische
  • besondere Therapien : Durch die Erhöhung des Magensaft-pH-Wertes im der sog. "Streßulcusprophylaxe" wird dessen desifizierende Wirkung Das führt zur Keimverschleppung in den Magen-Darm-Trakt Die Besiedlung durch pathologische Keime kann zu und -ausfall des Darmes führen.
  • Chemotherapie : Folge der begleitenden Immunsuppression kann eine Sepsis sein.

Besonders sei auch auf den Zustand speziellen OPs und Therapien hingewiesen. So sind nach Knochenmarktransplantationen durch die notwendige Immunsuppression in allerhöchstem infektionsgefährdet.

  
Nicht zuletzt müssen auf den Intensivstationen Patienten behandelt werden die mit Keimen infiziert die gegen die üblichen Antibiotikabehandlungen resistent sind B. ORSA- Oxacillinresistenter Stapylococcus aureus).

Schätzungsweise sind 2/3 aller Infektionen auf Station erworben worden ("nosokomiale Infektion").

Aus diesen Gründen sind auf Intensivstationen Hygienemaßnahmen notwenig um das Infektionsrisiko zu verringern:

  • bauliche Maßnahmen : Die Stationen sind mit einem Schleusensystem in dem Personal und Besucher ihre Kleidung können.
  • Bereichskleidung : Das Personal trägt spezielle Kleidung die innerhalb der Intensivstation getragen wird.
  • Händehygiene : Die Hände des Personals haben sich das größte Übertragungreservoir herausgestellt. Daher ist bei Arbeit am Patienten häufig eine Händedesinfektion notwendig.
  • Tröpfcheninfektion : Bei der Arbeit mit besonders immungeschwächten muss ein Mundschutz getragen werden.
  • Isolation : Patienten mit extrem geschwächter Abwehrlage (Knochenmarkstranplantation) zu ihrem eigenen Schutz isoliert werden. Dagegen Patienten mit multiresistenten Keimen (MRSA siehe oben) Schutz der Umweld isoliert. Viele interdisziplinäre Intensivstationen für letztgenannte Patienten über spezielle Zimmer die ein eigenes Schleusensystem verfügen.

Es gibt zudem eine Reihe sinnvoller Maßnahmen die darauf abzielen normale Körperfunktionen gezielt unterstützen. Z. B.:

  
Ein Ende des Problems "Infektion und ist aber weithin außer Sicht. Unter den anzutreffenden Umständen ist auch unter hygienischer Sicht ständige Abwägung zwischen notwendigen oft lebenerhaltenden Maßnahmen deren Nebenwirkungen zu treffen.



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