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Investiturstreit


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Als Investiturstreit wird der im 11./ 12. Jahrhundert ausgetragene Kampf zwischen der päpstlichen und weltlichen Macht um die Ernennung von Bischöfen und Äbten bezeichnet.

Nach den Eigenkirchen des Frühmittelalters wurden die Bischöfe in Regel vom König ernannt und in ihr Amt eingesetzt Investitur ). Unter den Ottonen schuf sich der Kaiser auf diese eine loyale Hausmacht der Kleriker die auch Lehen bekamen ( Reichskirche und Fürstbischöfe ).

Nach der Kirchenreformen des 11. Jahrhunderts strebten die Päpste eine stärkere Stellung den weltlichen Herrschern an und beanspruchten das und das Recht der Wahl des Bischofs sich. Unter Papst Gregor VII. eskalierte nach 1075 der Investiturstreit .

Siehe auch: Dictatus Papae .

Die kirchliche Reformbewegung sah in der Simonie das Grundübel der Zeit wobei der mit dem ursprünglich die Vergabe geistlicher Gaben Kirchenämter gegen Geld gemeint war ausgedehnt wurde jede Einweisung eines Klerikers durch einen Laien ein kirchliches Amt. "Kleriker dürfen auf keinen von Laien Kirchenstellen annehmen sei es für sei es umsonst" wurde an vielen Synoden wiederholt. Ein Anhänger dieser Strömung war Gregor VII. der im Rahmen der Gregorianischen Reformen 1075 die Investitur durch Laien bei Exkommunikation verbot.

Besonders vom Verbot betroffen war der des Heiligen Römischen Reiches Heinrich IV. der als Lehnsherr des Bischofs von Mailand das vakante Bistum neu vergab.

Papst Gregor ermahnte den deutschen König harschen Worten und drohte ihm mit dem Kirchenbann . Weite Teile des deutschen Episkopats sahen in Gregors Bestrebungen zur Eindämmung Simonie Nachteile und unterstützten deshalb König Heinrich der dem Papst nun den Gehorsam verweigerte. exkommunzierte Gregor den König und erklärte ihn abgesetzt.

In den folgenden Jahren schwand aufgrund ungeheuerlichen Vorgangs die Unterstützung für Heinrich IV. 1077 kam es zum Gang nach Canossa als der König im Büßergewand vor Residenz Gregors der Burg Canossa erschien. Gregor blieb angesichts des reuigen nur Heinrich wieder in die Gemeinschaft der aufzunehmen.

Erst mit der Unterscheidung zwischen weltlicher geistlicher Herrschaft des Bischofs durch Ivo von Chartres entspannte sich der Streit. 1104 verzichtete der König von Frankreich und 1107 der englische König auf das Investiturrecht. Wormser Konkordat von 1122 wurde der Investiturstreit durch König Heinrich V. und Papst Calixtus II. endgültig beigelegt.

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