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Italienische Liedermacher


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Inhaltsverzeichnis

Begriff

Italienische Cantautori (pl. von 'il Cantautore' weibliche Form cantautrice') ungefähr um 1960 durch Mitarbeiter der 'Ricordi' geprägte Bezeichnung für italienische Sänger und die - in Wirklichkeit nicht immer - geschriebene und komponierte Lieder vortragen bzw. einspielen. Texte sind meist sehr poetisch auch wenn sich oft mit alltäglicher Thematik beschäftigen und in diesem Merkmal liegt ihre Originalität. Die ihrer Lieder sind oft durch den Belcanto seine Melodieführung beeinflußt (eine Hommage an die Tradition der 'canzone' findet sich in Lucio Lied 'Caruso'). Ihre musikalische Begleitung orientiert sich Mustern der modernen Rock- und Popmusik auch Jazz und Folk.

Schulen

Manchmal wird von verschiedenen 'Schulen' der gesprochen womit die geographische Zuordnung zu einer gemeint ist wie z.B. die 'Schule von (Fabrizio de Andre' Gino Paoli usw.). Insgesamt diese Einteilungen jedoch kaum aussagekräftig da die sehr verschieden sind und eine große Mobilität

San Remo

San Remo ist der Austragungsort des seit 1951 alljährlich Ende Februar/Anfang März stattfindenden der 'canzone italiana' und Medienspektakels das über Abende geht und live vom Fernsehsender RAI übertragen wird. Es dient als Bühne neue Talente daneben treten auch bereits bekannte auf. In den letzten Jahren hat sich Niveau der zeitweilig im Durchschnitt eher mäßigen deutlich verbessert.

Chronologie

Der musikalische und kommerzielle Aufstieg der beginnt in der zweiten Hälfte der 60-er Entscheidend ist die Abwendung vom Italo-Schlager auch der puren Imitation des Rock'n Roll (durch sogenannten 'urlatori'=wörtl übers.'Schreier') sowie des Beat und Beginn einer poetisch-musikalischen Auseinandersetzung mit Themen aus Alltag und der Lebenswelt der zeitgenössischen Generation. dieser Zeit liegen die Anfänge von später Cantautori wie

1) Fabrizio de Andre' der meisterhaft Form der Ballade und Allegorie umsetzt (z.B. pescatore' 1970)

2) Lucio Dalla der rhythmische Gesangsmuster Blues und Jazz mit der Melodik der verbindet und in seinen Liedern wie 'L'anno verra' oder 'Attenti al lupo' ironisch treffsicher einfängt

3) Francesco Guccini dem italienischen Bob der in seinen Liedern sozial- und selbstkritisch zeitgenössischen Strömungen aufarbeitet (z.B. Kritik der industriellen in 'Il vecchio e il bambino' 1972)

4) Lucio Batttisti dessen erste LP erscheint und eine lange Serie von Charterfolgen Italien einleitet (Battisti schreibt die Musik der Mogol die Texte) dank der ungeschminkten und Behandlung zwischenmenschlicher Thematik.

Die 70-er Jahre führen dann zum allen voran Battisti werden die Cantautori zur nationalen Musikidentität und -realität in Italien. Ihre und Themen verzweigen sich ab diesem Zeitpunkt die verschiedensten Stilrichtungen. Zu nennen sind Franceso Gregori (Folk kritische Texte) Angelo Branduardi (Folkrock mit Formen der Volksüberlieferung wie Märchen Abzählreim) Cocciante Edoardo Bennato Ivano Fossati (der u.a. als Songschreiber für Sängerinnen wie Mia Martini ihre Schwester Loredana Berte' hervorgetreten ist). Einer Richtung folgt Claudio Baglioni dessen Stil als des später auch international erfolgreichen Eros Ramazzotti werden kann.

Die frühen 80-er stehen kurz im der Anlehnung an einen geradlinigen Rock vertreten Gianna Nannini und Vasco Rossi. In dieser verbreitern sich die Stilrichtungen jedoch weiter wie Verbindung von amerikanischer Fusion Music und napoletanischem bei Pino Daniele New Wave bei Enrico die Anlehnung an Jazz und lateinamerikanische Rhythmen Paolo Conte an den Soul bei Zucchero an die Synthesizer-Musik bei Battiato.

Die 90-er und die letzten Jahre mit einer neuen Generation von Cantautori wie Marco Masini Mario Venuti oder Alex Britti mehr Direktheit ('Bella stronza' Marco Masini 1995) andererseits auch eine unübersehbare Selbstironie einen neuen für Humor ('7000 Caffè' Alex Britti 2003).




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