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Jüdischer Kalender


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Kurzüberblick über die Daten der Festtage für Jahre 2003-2009

Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
Jüdisches Jahr 5763/4 5764/5 5765/6 5766/7 5767/8 5768/9 5769/70
PURIM - Rettung der persischen Juden 18.03.2003 07.03.2004 23.03.2005 14.03.2006 04.03.2007 21.03.2008 10.03.2009
PESACH - Auszug der Juden aus Ägypten. letzten zwei Tage gelten als hohe Feiertage. 17.04.2003- 24.04.2003 06.04.2004- 13.04.2004 24.04.2005- 01.05.2005 13.04.2006- 20.04.2006 03.04.2007- 10.04.2007 20.04.2008- 27.04.2008 09.04.2009- 16.04.2009
SHAVUOT - Wochenfest. Offenbarung der Tora am 06.06.2003- 07.06.2003 26.05.2004- 27.05.2004 13.06.2005- 14.06.2005 02.06.2006- 03.06.2006 23.05.2007- 24.05.2007 09.06.2008- 10.06.2008 29.05.2009- 30.05.2009
ROSH HASHANAH - Das jüdische Neujahr 27.09.2003- 28.09.2003 16.09.2004- 17.09.2004 04.10.2005- 05.10.2005 23.09.2006- 24.09.2006 13.09.2007- 14.09.2007 30.09.2008- 01.10.2008 19.09.2009- 20.09.2009
YOM KIPPUR - Versöhnungstag 06.10.2003 25.09.2004 13.10.2005 02.10.2006 22.09.2007 09.10.2008 28.09.2009
SUKKOT - Laubhüttenfest 11.10.2003- 16.10.2003 30.09.2004- 05.10.2004 18.10.2005- 23.10.2005 07.10.2006- 12.10.2006 27.09.2007- 02.10.2007 14.10.2008- 19.10.2008 03.10.2009- 08.10.2009
SHEMINI ATZERET 18.10.2003 07.10.2004 25.10.2005 14.10.2006 04.10.2007 21.10.2008 10.10.2009
SIMCHAT THORA - Freude der Lehre 19.10.2003 08.10.2004 26.10.2005 15.10.2006 05.10.2007 22.10.2008 11.10.2009
CHANUKKAH - Lichterfest. Wiedereinweihung des Tempels. 20.12.2003- 27.12.2003 08.12.2004- 15.12.2004 26.12.2005- 02.01.2006 16.12.2006- 23.12.2006 05.12.2007- 12.12.2007 22.12.2008- 29.12.2008 12.12.2009- 19.12.2009

Zu dieser Feiertags-Tabelle muss gesagt werden der Tag mit dem Abend (ungefähr Sonnenuntergang) nicht aber um Mitternacht. So beginnt jeder mit dem Vorabend. Daher kommt der Sederabend Pasach oder der anderen Feiertage. Also beginnt Schabbat am Freitag abend und dauert bis abend.

Die jüdische Zeitrechnung wurde vom Patriarchen Hillel II. 358 n. Chr. aus Tanach und Talmud abgeleitet. Danach beginnt die Zeit mit Erschaffung der Welt im Jahr 3761 vor Beginn der christlichen Zeitrechnung .

Der jüdische Kalender ist ein Lunisolarkalender . Die Monate sind wie bei einfachen Mondkalendern an den Mondphasen ausgerichtet es existiert jedoch gleichzeitig eine zum Angleich an das Sonnenjahr.

Der Jüdische Kalender geht seit der von zwei Grundannahmen aus:

1) Die Länge eines Mondzyklus beträgt Tage 12 Stunden und 793 "Teile"; Ein entspricht 3 1/3 Sekunden; die heutigen Minuten Sekunden waren damals noch nicht üblich. Dieser ist erstaunlich genau und wurde durch Listen Sonnen- und Mondfinsternissen ermittelt. Solange man keine Zeiteinheiten als die "Teile" benutzt ist dies genauestmögliche Wert. Trotzdem beträgt der Fehler bis insgesamt schon 9 Stunden.

2) 19 Sonnenjahre entsprechen genau 235 Dies ist nicht sehr genau und die Abweichung beträgt einen Tag in 216 Jahren bis heute 8 Tage.

Durch Hinzufügen von Schaltmonaten innerhalb des von 19 Jahren entstehen 12 Normaljahre mit 12 Monaten und 7 Schaltjahre mit je 13 Monaten. (12*12+7*13=235). Dadurch der Kalender so angepasst dass er sich Lauf der Sonne und den Jahreszeiten nur allmählich ändert.

Die Monate orientieren sich nicht ganz an den Mondphasen: Wenn sich dadurch eine von mehreren Tagen mit Arbeitsverbot (siehe Sabbat ) ergeben würde wird der Jahresbeginn um oder zwei Tage hinausgeschoben um diese Härte vermeiden (denn Gott will nach jüdischem Verständnis das Leben Menschen durch seine Gebote nicht schlechter sondern machen).

Das jüdische Jahr wird in die Monate eingeteilt: Nisan -- Ijar -- Siwan -- Tammus -- Aw -- Elul -- Tischri -- Kislew -- Cheschwan -- Tewet -- Schewat -- Adar

Dabei beginnt das neue Jahr (mit jeweils nächsthöheren Jahreszahl) im Frühherbst mit dem Tag (genannt Rosch Haschanna) des siebten Monat während der Monat Nissan seit dem Exodus des Moses als erster Monat nummeriert wird. Der für diese ungewöhnliche Anordnung ist darin zu dass der Tischri in Babylonien als erster Monat galt als die die babylonischen Monatsnamen übernahmen; Mose spielte in der babylonischen Weltsicht naturgemäß Rolle.

Literatur:

Basnitzki Ludwig: Der jüdische Kalender. Entstehung Aufbau. Frankfurt 1989. ISBN 3633541543

Links

Zahlreiche Kalenderrechner geistern durch das Netz der deutschsprachige von Nikolaus A. Bär: http://www.nabkal.de/kalrech1.html Vom selben Autor stammt eine sehr Würdigung des jüdischen Kalenders: http://www.nabkal.de/judkal.html

siehe auch: jüdische Feste Judentum



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