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Joachim von Sandrart


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Joachim von Sandrart (* 12. Mai 1606 in Frankfurt a. M. † 14. Oktober 1688 in Nürnberg ) war Maler Kupferstecher und Kunsthistoriker .

Inhaltsverzeichnis

Leben

Sandrart widmete sich unter Leitung M. P. Isselburgs E. Sadelers und G. Honthorsts Utrecht der Malerei und Kupferstecherkunst ging mit nach England und von da 1627 nach Unter anderm malte er dort den Tod ein Nachtstück in der Weise von Honthorst. lieferte er die Zeichnungen zu der "Galeria (Rom 1631 2 Bde.). Papst Urban VIII. ließ durch ihn mehrere Gemälde ausführen Porträte und historische Darstellungen für Kirchen Roms. Sandrart in Unteritalien eine große Anzahl von entworfen die sich in M. Zeilers "Itinerarium und in Gottfrieds "Archontologia cosmica" gestochen finden er 1635 nach Frankfurt zurück und ließ bald darauf in Amsterdam nieder. Für Maximilian I. von Bayern malte er hier die zwölf Monate die allegorische Darstellung des Tags und der in der Galerie zu Schleißheim. Nachdem er Landgut Stockau bei Ingolstadt geerbt ließ er hier nieder und erhielt den Titel eines Rats.

1649 ging Sandrart wieder nach Nürnberg wo besonders Bildnisse der dort versammelten Gesandten malte. bedeutendstes Werk aus jener Zeit ist die des großen »Friedensmahls« welches 25. Sept. 1649 Pfalzgraf Karl Gustav den kaiserlichen und schwedischen Kommissaren und Reichsständen gab mit den Bildnissen von 50 (ursprünglich im Rathaus zu Nürnberg jetzt im Nachdem Sandrart in Wien den Kaiser Ferdinand III. und seine Gemahlin sowie den römischen Ferdinand IV. und den Erzherzog Leopold gemalt er in den österreichischen Adelstand erhoben. Er 14. Okt. 1688 in Nürnberg.

Sandrart besaß weniger ursprüngliche Kraft als für Nachbildung. In bayrischen Galerien und Kirchen man viele Bilder von ihm auch in Brünn etc. Ein größeres Verdienst als durch Gemälde hat er sich durch seine Schriften durch die "Teutsche Akademie der edlen Bau- und Malereikünste" (Nürnb. 1675-79 2 Bde.; verbessert Volkmann das. 1768-75 8 Bde.) sowie durch "Admiranda sculpturae seu statuariae veteris" mit lateinischem von C. Arnold nach Sandrarts deutscher Handschrift und die "Insignium Romae templorum prospectus exteriores inferiores" (das.) erworben.

Künstler in Sandrarts Familie

Sein Neffe Jakob von Sandrart Kupferstecher 31. Mai 1630 zu Frankfurt gest. 16. 1708 in Nürnberg gründete 1656 daselbst eine und hinterließ eine Menge Stiche.

Seine Kinder Johann Jakob (geb. 1655 Regensburg gest. 24. Mai 1698 in Nürnberg) Susanna Maria (geb. 10. Aug. 1658 zu gest. 20. Dez. 1716) waren gleichfalls als thätig.


[Dieser Artikel basiert hauptsächlich auf dem Artikel Meyers Konversationslexikon von 1888.]

Werke

Gemälde

  • »Friedensmahl« (Nürnberg Museen der Stadt z.Zt. Fembohaus; Nr. des Germanischen Nationalmuseums: Gm 9) 1650 x 445 cm

Literatur

  • Sandrart Joachim von in: Meyers Konversationslexikon 4. Aufl. 1888 Bd. 14 S.
  • Doris Gerstl Sandrarts »Friedensmahl« in: Franziska Bachner Doris Gerstl und Ulrich Großmann (Bearb.) Von teutscher Not zu höfischer Pracht ­ Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum Köln 1998 S. 26-30 und passim.




Bücher zum Thema Joachim von Sandrart

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