Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 19. August 2019 

Joaquin Balaguer


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Joaquín Balaguer Ricardo (* 1.9. 1906 ; † 14.7. 2002 ) Politiker Staatschef und Schriftsteller der Dominikanischen Republik .

Joaquín Balaguer zählt zu den schillerndsten der Dominikanischen Republik. Schon im Alter von Jahren trat er in die Dienste der Trujillo - Diktatur die von 1930 bis 1961 das Land beherrschte und der er zu ihrem Ende als serviler Höfling des Tyrannen die Treue hielt.

Als Abkömmling einer gut situierten Familie katalanischer Abstammung wurde er am 1. September 1906 in Navarrete (Provinz Santiago) geboren. Die besuchte er zunächst in seiner Heimatgemeinde später Santiago de los Caballeros wo er auch juristisches Studium begann das er 1929 in Domingo erfolgreich abschloss.

1930 beteiligte sich Balaguer am Sturz Präsident Horacio Vázquez der Rafael Leónidas Trujillo Molina an die Macht brachte. In der Regierung Trujillos übernahm er eine hohe Funktion juristischen Staatsdienst. 1932 ging er als Erster der dominikanischen Gesandtschaft nach Madrid ein Jahr in gleicher Funktion nach Paris und 1934 nach Madrid. 1935 wurde er zum Unterstaatssekretär Öffentliche Bildung und Kultur und 1936 zum im Präsidialamt in Santo Domingo berufen. 1938 er eine Professur für Verfassungs- und Zivilrecht der Universität von Santo Domingo.

Ab 1940 schlug Balaguer eine diplomatische ein und vertrat sein Land als Botschafter Kolumbien Honduras und Mexiko. 1953 wurde er 1954 unterzeichnete er im Besein von Diktator das Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Dominikanischen Republik im Vatikan. 1957 wurde er des Landes.

Nachdem der Diktator Trujillo im Juni einen (misslungenen) Mordanschlag auf den Präsidenten Venezuelas Rómulo Betancourt durchführen ließ geriet die Dominikanische Republik unter internationalen Druck. Die Organisation Amerikanischer Staaten verhängte Sanktionen und beschloss den Abbruch der Beziehung zu diesem Land. In dieser Situation sich Trujillo genötigt seinen 1952 formell ins gehievten Bruder Héctor Bienvenido Trujillo Molina zu entlassen. Ihm folgte in seiner als Vizepräsident Joaquín Balaguer im Amt nach (3.8.1960).

Am 30.5. 1961 fiel Rafael Leónidas Trujillo einem Attentat Opfer. In den nachfolgenden Unruhen und Wirren sich Balaguer in seinem Präsidentenamt zunächst noch

Nach der Beseitigung des verhassten Trujillo der Exilierung seiner Familie und Günstlinge bildeten im Land politische Kräfte die eine staatliche und die Demokratisierung des Landes forderten. Im 1962 wurde ein Staatsrat einberufen welcher eine Verfassung ausarbeiten und die Vorbereitung für freie treffen sollte. Dem widersetzte sich Balaguer worauf im März 1962 entmachtet wurde. Er flüchtete die Apostolische Nuntiatur und begab sich darauf die USA ins Exil (bis Juni 1965).

Inzwischen wurden erste freie Wahlen durchgeführt denen der angesehene Literat Juan Bosch Gaviño (*1909 † 2001) als Sieger hervorging Doch schon wenige Monate später am 25.9.1963 Bosch mit Unterstützung des amerikanischen Geheimdienstes CIA einem von General Elías Wessin y Wessin Militärputsch gestürzt. Es folgte eine Zeit staatlicher und Destabilität die im Frühjahr 1965 in Volkserhebung gegen die Diktatur und für eine von Juan Bosch in sein Präsidentenamt ausmündete. entsandten die USA 42'000 Marines und Luftwaffeneinheiten das Land besetzten und eine Rückkehr des »Kommunisten« diffamierten Bosch verhinderten. Die amerikanischen Besatzer für 1966 Neuwahlen an. Bis dahin übernahm Héctor García Godoy interimistisch die Präsidentschaft (10.8.1965).

Am 1.6.1966 gewann angesichts einer massiven seitens des Militärs der Polizei und mit der USA der eilends aus den Staaten Joaquín Balaguer in manipulierten Wahlen die Präsidentschaft. amerikanischen Interventionstruppen verließen darauf das Land.

Von 1966 bis 1974 bestimmten politische und anhaltende Guerillatätigkeit die Szene. Balaguer terrorisierte einer landesweit operierenden Privatarmee (»La Banda«) die seiner Politik der Tausende von Menschen zum fielen.

1970-1978 wurde Balaguer in zwei aufeinander Legislaturperioden ohne Gegenkandidat und unter Anwendung von Terror in seinem Amt bestätigt. Doch 1978 er überraschend dem Gegenkandidaten António Guzmán Fernández . Versuche der Parteigänger Balaguers das Wahlergebnis verhindern scheiterten jedoch am massiven Druck aus Ausland. Auch 1982 gelangte mit Jorge Salvador Blanco wieder ein Vertreter der Opposition an Macht.

1986 stellte sich Balaguer erneut den und gewann diese wie zuvor unter fragwürdigen Auch 1990 als sich Balaguers alter Gegenspieler früherer Staatschef Juan Bosch erneut der Herausforderung gewann Balaguer in einem umstrittenen Ergebnis mit angeblich hachdünnen Mehrheit.

Das Spiel wiederholte sich auch 1994 Balaguer hoch betagt und fast blind sich zusammen mit Juan Bosch (geb. 1909) um höchste Staatsamt bewarb. Wiederum gewann nach einem Wahlausgang Balaguer. Doch die Opposition erhob nun Widerspruch wegen Wahlbetrug und setzte durch dass nur noch zwei Jahre im Amt bleiben (siebente Amtszeit). In den folgenden Jahren gewannen Leonel Fernández Reyna (1996) und Hipólito Mejía (2000) Vertreter der Opposition die Wahlen.

Nach seinem Rücktritt als Präsident (1996) Balaguer weiter als »graue Eminenz« der dominikanischen bis er am 14. Juli 2002 in Domingo im Alter von 96 Jahren verstarb.

Zusammen mit seinem geistigen Ziehvater und Rafael Leónidas Trujillo bestimmte Joaquín Balaguer wie anderer Politiker die Geschicke der Dominikanischen Republik. war Balaguer von ganz anderem Naturell als Im Gegensatz zu diesem lag ihm nichts persönlicher Bereicherung und bombastischem Gepränge. Balaguer war katholisch und von nüchterner unauffälliger ruhiger ja spröder Art. Zeitlebens blieb er Junggeselle und sich von seinen Schwestern umsorgen. Nie wohnte in einem luxuriösen Präsidentenpalast sondern blieb in relativ bescheidenen Haus seiner Familie. Er war stiller und harter Arbeiter der mit pedantischer seine Aufgabe wahrnahm. Balaguer verschmähte Merengue die Nationalmusik und Baseball den Nationalsport. Er war Vielem das pure Gegenteil des lateinamerikanischen Macho widersprach damit dem Selbstbild der dominikanischen Bevölkerung.

Das Einzige was ihn mit Trujillo war sein Wille zur Macht und die der Manipulation seiner Gefolgsleute und Gegner. Um die Macht zu kommen und diese zu verhielt er sich sehr geschickt und opportunistisch. verstand es seine Machtbasis mit Manipulationen Ränken Repression Geschenken leeren Versprechungen echten und falschen Populismus amerikanischer Unterstützung oligarchischer Sympathie und dem der Kirche zu sichern. Im Gegensatz zu blieb er aber doch durch und durch der es auch verstand die Militärs in zu halten. In dieser Hinsicht war er nicht der herkömmliche Macho dennoch aber ein lateinamerikanischer Caudillo.

Im Gegensatz zu Trujillo war Balaguer hochgebildet und in seinem Wesen ein eigentlicher Er verfasste rund zwei Dutzend Bücher und wie sein ewiger Gegenspieler Juan Bosch einer bekanntesten Literaten im spanischen Sprachraum.

Hielt sich Balaguer anfänglich noch mit an der Macht so ließ dieser Mitte Siebzigerjahre nach und es konnten sich im langsam auch demokratische und rechtsstaatliche Strukturen entwickeln. dieser Zeit erfuhr die Dominikanische Republik dank amerikanischer Hilfe auch eine spürbare wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung.

Bei aller berechtigten Kritik an der und der Politik Balaguers muss ihm doch werden dass er durch seine umsichtige und Ganzen auch staatsmännische Führung dem durch die traumatisierten Land eine großes Maß an politischer verlieh auf der sich die neue Demokratie wird entwickeln können.



Bücher zum Thema Joaquin Balaguer

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Joaquin_Balaguer.html">Joaquin Balaguer </a>