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Johann Beer


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Johann Beer - auch Behr Bär (1655 - - hat sich sowohl als Schriftsteller als als Komponist einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeitet.

Er wurde am 28. Februar 1655 Sohn eines Gastwirts in St. Georgen im (Oberösterreich) geboren. Schon als Kind wird er mannigfache Art und Weise mit Musik in gekommen sein da im 17. Jahrhundert Singen Instrumentalspiel einen höheren Stellenwert hatten als heute. besuchte zunächst die Schule des Benediktinerklosters Lambach die protestantische Familie im Jahre 1670 nach übersiedeln musste wo Johann in das Gymnasium Hier entfaltete er sein Talent als Erzähler er seine Mitschüler mit Stegreifgeschichten unterhielt. Dieses machte ihn später zu Literaten. Er verfasste einer Reihe von Pseudonymen Ritterromane und satirische Außerdem schrieb er eine Reihe von Picaro-(Schelmen-)romanen z.B. "Des Abentheuerlichen Jan Rebhu Artlicher Pokazi"(1679/80) "Der Symplizianische Welt-Kucker" (1677/79). Trotz der offensichtlichen auf das Werk Grimmelshausens erreichten diese Romane literarische Qualität nicht. Als Autor dieser Schriften er erst 1932 von Richard Alewyn enttarnt. Eine kritische Ausgabe seiner „Sämtlichen hrsg. von F. van Ingen und H.-G. erschien in Bern 1981 ff. Neben musikalischem literarischen Talent verfügte Beer auch über zeichnerische wie die mit eigenen Holzschnitten illustrierte "Geschicht Histori von Land=Graff Ludwig dem Springer" Weißenfels belegt.

Nach nur wenige Monate dauernden Theologischen (1676) trat Beer als Altist (Contratenor?) in Dienst des Herzogs von Sachsen-Weißenfels ein wo in einem kunstsinnigen Milieu ausreichend Gelegenheit fand allerlei höfischen Festivitäten mitzuwirken. Schließlich wurde er herzoglichen Konzertmeister und Bibliothekar befördert. Er wurde 6. August des Jahres 1700 durch einen jäh aus dem Leben gerissen.

Mit der Wiederbelebung älterer Musik erfuhr das Werk Johann Beers eine Renaissance und in Form eines Konzertes für Posthorn Waldhorn Steichorchester. Hier zeigt sich Beer durchaus als begabter Komponist mit einigem melodischen Talent. Das ist allerdings kein Musikinstrument sondern diente dem als Signal z.B. um gedankenversunkene Wanderer auf aufmerksam zu machen die von einer herannahenden ausgehen. Das Posthorn ist wie ein Blechblasinstrument blasen verfügt auf Grund seiner überaus weiten nur über zwei Töne den Grundton und überblasene Oktave.

Johann Sebastian Bach (1685-1750) auf dem Klavier und Georg Philipp Telemann (1681-1767) mit Hilfe der Oboe machten das Posthorn bzw. den Postillion zum Subjekt Programmmusik.

Die konzertante Anwendung eines solchen Signalhorns ohne Kenntnis eines konkreten Anlasses etwas befremdlich das Posthorn in allen Sätzen des Konzerts und Beer es auch nicht versteht das monochordisch als Orgelpunkt oder bezüglich einer Drehleierharmonik

Beers Musik wurde im Bayrischen Fernsehen anlässlich einer Alpenüberquerung mit der Postkutsche als gespielt wobei sie trotz einiger kontrapunktischer Schwächen Wirkung nicht verfehlte.



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