Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 25. August 2019 

Johann Bernhard Fischer von Erlach


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Johann Bernhard Fischer seit 1696 von Erlach (* 20. Juli 1656 in Graz ; † 5. April 1723 in Wien ) war ein österreichischer Architekt.

Sein Vater Johann Baptist war Bildhauer von dem er auch Handwerk lernte. 1682 - 1686 hielt er sich in Rom auf wo er im Kreis der und bedeutenden Kunstsammlerin Christine von Schweden verkehrte. Auch Gian Lorenzo Bernini lernte er dort kennen. Er machte dabei mit der antiken und modernen (= barocken ) Architektur vertraut. Von der Bildhauerei kam dabei immer mehr über die Gartenskulptur zur und arbeitete seit 1688 nur noch als Architekt.

Seine Gebäude (ursprünglich eben Gartenpalais) zeichnen von Anfang an dadurch aus dass ein Grundriss mit verschiedenen Raumkörpern kombiniert wird sodass verschränkte Bauten mit dynamischer Wirkung entstehen.

Für das Kaiserhaus entwarf er schon 1688 einen pompösen Idealplan für Schönbrunn der ab 1696 in reduzierter Form ausgeführt wurde. Nach Umbauten sind aber auch davon nur noch erhalten. Daneben arbeitete er an den Wiener Stadtpalais der Adelsfamilien Strattmann und Trautson .

1693 - 1699 hielt er sich in Salzburg auf wo er fast sämtliche Kirchen Stadt erneuerte Kollegienkirche Ursulinenkirche und Dreifaltigkeitskirche. Daneben er noch Zeit Pläne für das Stadtpalais Prinzen Eugen zu zeichnen von denen aber nur Treppenhaus verwirklicht wurde. Dieses allerdings gilt als Leistung da es auf kleinstem Raum verwirklicht

1705 wurde er zum Oberinspektor sämtlicher Hof- und Lustgebäude ernannt dieser Hofstelle folgten anfangs keine Erst 1709 konnte die Böhmische Hofkanzlei in der in Wien begonnen werden. Sie ist der einzige mit Dreiecksgiebel an dem von anfang an Schrägdach vorgesehen war. Eben wegen dieses Mangels Aufträgen vom Hof hielt er sich die Jahre in Prag auf und arbeitete an seinem architekturtheoretischen -historischen Werk Entwurf einer Historischen Architektur das zahlreiche (phantasievolle) Rekonstruktionen historischer Bauwerke

1715 konnte er sich beim Wettbewerb um Bau der Karlskirche unter anderem gegen Johann Lukas von Hildebrandt durchsetzen. Dieses vielschichtige Gebäude gilt als Hauptwerk. Ihre Fassade schaut Richtung Hofburg und ist dem Hl. Carlo Borromeo gewidmet dem Schutzheiligen vor der Pest Namenspatron Kaiser Karls VI. . Die unterschiedlichsten historischen Vorbilder wurden verarbeitet auch die Trajanssäule in Rom . Danach kam er doch noch zu an der Hofburg namentlich die Hofstallungen und die Hofbibliothek wurden von ihm geplant. Letztere entspricht heutigen Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek und war ursprünglich als freistehendes Gebäude Nach seinem Tod 1723 übernahm sein Sohn Joseph Emmanuel die Projekte namentlich die Karlskirche .

Fischer ist einer der herausragenden Architekten Zeit der aber in der österreichischen Architektur zuletzt wegen seiner klassizistischen Ausrichtung isoliert bleibt. Formensprache ist ruhig und monumental - Ornamente gegenüber einer Betonung der architektonischen Harmonie zurück. wo er Projekte anderer Architekten weiterführte so Palais Schwarzenberg das er von Hildebrandt übernahm kann beobachten dass er die Fassade vereinheitlichte. Er sich im zunehmenden Alter mehr und mehr westeuropäischen (vor allem französischen) Architektur an. Wohl diesem Grund ist er auch (anders als Zeitgenosse Johann Lukas von Hildebrandt ) abgesehen von seinem Sohn ohne Nachfolger

Wichtigste Werke




Bücher zum Thema Johann Bernhard Fischer von Erlach

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Johann_Bernhard_Fischer_von_Erlach.html">Johann Bernhard Fischer von Erlach </a>