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Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg


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Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg (* 7. Februar 1733 in Wien ; † 14. Dezember 1816 ebenda) war ein früh klassizistischer Architekt.

Nach einem Studium an der Akademie in Wien unternahm er Reisen in und Italien bei denen er sich vorerst als und Dekorationsmaler betätigte. Über die Theaterdekoration kam zur Architektur. Er wurde vom Staatskanzler Maria Theresias Joseph Wenzel Fürst Kaunitz protegiert so er schon 1765 die baukünstlerische Leitung von Schloss Schönbrunn übertragen bekam das von Maria Theresia dem Tod ihres Ehemannes Franz Stephan von Lothringen neu gestaltet wurde.

Seine erste Arbeit war die Innenausstattung Schlosstheaters das von ihm in einem noch Rokoko -artigem Stil eingerichtet wurde. Seine späteren klassizistischen wurden allerdings nicht realisiert. Wichtig wurde Hetzendorf allem aber als Gestalter des Schlossgartens den nach strengen französischen Prinzipien anlegte. Manche Skulpturen nach seinen Plänen entworfen so etwa der Neptunsbrunnen .

Vor allem stammt aber das markanteste des Schlossgartens die Gloriette stammt aus seiner Planung. Sie wurde 1772 - 75 errichtet und gilt als erstes klassizistisches in Österreich . Sie ist ein dreigeteilter Säulengang auf Hügel der sowohl als Ausichtspunkt als auch optischer Abschluss des Schlossgartens fungiert. Sie ist Kriegerdenkmal entwickelt daher ist sie mit Trophäen die von Johann Baptist Hagenauer stammen.

Ein bereits sehr deutliches klassizistisches Zitat der Obelisk im Schlossgarten sowie die Römische Ruine die ihm als erstes Werk dieser internationale Anerkennung brachte. Diese künstliche Inszenierung von weist auch schon auf die Romantik .

1783 baute er das Palais Pallavicini (damals Palais Fries) am Josephsplatz gegenüber der Hofburg . Die Front dieses Gebäudes ist geradezu barock ": sie ist nicht auf den Eingang akzentiert und bleibt rein additiv was noch verstärkt wird das als einzige Skulpturen nicht obligatorischen Karyatiden neben dem Eingangsportal sondern die ganze entlang Vasen in regelmäßigen Abstzänden vorgesehen waren. wurde schärfstens abgelehnt und der Besitzer Moritz Graf Fries wurde geradezu "gezwungen" das Eingangsportal Franz Anton Zauner (von dem auch das Denkmal Josephs II. stammt) mit Karyatiden auszustatten. Dies macht fast zu einem frühen Vorläufer von Adolf Loos .

In den folgenden Jahren beschäftigte er vor allem mit der Umgestaltung von Kirchen der Minoritenkirche und der Augustinerkirche beides ursprünglich gotische Kirchen die barockisiert worden waren. Die Inneneinrichtung wurde größtenteils entfernt was ihn den eintrug ein "Regotisierer" zu sein. Dies ist durchaus zweischneidig da er einige Umbauten machen die der Gotik zuwiderlaufen: etwa ließ er der Augustinerkirchen im Chor Seitenfenster zur Sakristei was das für die Gotik wichtige Gefühl Höhe empfindlich stört. In der Minoritenkirche ließ sogar den Ludwigschor einen authentischen gotischen Chor abreißen. Waren Änderungen also auch noch klassizistisch inspiriert ging ihm doch vor allem um einen harmonischen der durchaus auch die Gotik zur Geltung

Diese Tendenz zur " Neugotik " schlug aber in seinen letzten Projekten mehr durch so in seinen (in dieser nicht gebauten) Plänen für Schloss Laxenburg wo er fast so etwas wie künstliche mittelalterliche Burg entwarf.

Hetzendorf verkörperte wie kein anderer die Möglichkeiten seiner Zeit. Durchaus noch mit der vertraut verhalf er dem Klassizismus in Österreich Durchbruch um am Ende bereits so etwas den Historismus vorweg zu nehmen dessen Pragmatismus - ästhetische Lösungen für verschiedenartige Bauwerke zuzulassen - ihm bereits vorweggenommen wurde. Sein Werk könnte (leicht übertrieben) eine Kurzfassung der Architektur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts nennen.




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