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Johann Georg I. (Sachsen)


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Johann Georg I. Kurfürst von Sachsen (* 5. März 1585 ; † 8. Oktober 1656 in Dresden ) war der zweite Sohn von Kurfürst Christian I. und folgte seinem kinderlosen Bruder Christian am 23. Juni 1611 in der Regierung nach.

Johann Georg I. eigentlich prädestiniert dazu evangelischen Reichsstände zu führen verlor deren Unterstützung er seine Stimme bei der Kaiserwahl dem Erzherzog Ferdinand gab und die Anhängerschaft des Böhmenkönigs Friedrich V. von der Pfalz in den Lausitzen und in Schlesien bekämpfte.

Kaiser Ferdinand II. dankte nach der Schlacht am Weißen Berge dem sächsischen Kurfürsten jedoch seine Hilfe übertrug die Pfälzer Kur auf Maximilian I. von Bayern und trieb die Gegenreformation in Schlesien voran.

Jedoch wagte es Johann Georg I. sich offen gegen den Kaiser zu stellen. die Plünderungszüge der Katholischen Liga in seinem Land bewogen den sächsischen sich an Gustav Adolf anzuschließen. Das neugebildete sächsische Heer unter vereinigte sich bei Düben mit den Schweden und konnte nach der Schlacht bei Breitenfeld ( 1631 ) das Land von den Feinden befreien.

Nach dem Tod Gustav Adolfs in Schlacht bei Lützen ( 1632 ) und eingeschüchtert durch den Sieg der in der Schlacht bei Nördlingen ( 1634 ) fiel Johann Georg von der protestantischen ab indem er nach längeren Verhandlungen zu Eilenburg und Pirna am 30. Mai 1635 mit dem Kaiser den Frieden zu Prag schloss und mit den beiden Lausitzen erblichen Besitz belehnt wurde. Er verbündete sich Kaiser Ferdinand II. zur Vertreibung der Franzosen Schweden aus dem Reich.

Diesen Abfall des Kurfürsten büßte das nach den unglücklichen Kämpfen bei Dömitz ( 22. Oktober ) und Kyritz ( 7. Dezember ) durch furchtbare Verheerungen mit denen die unter General Johan Banér es heimsuchten. Nach dem Sieg über Sachsen und die Kaiserlichen bei Wittstock ( 24. September 1636 ) erschien Baner zum zweiten- und im 1639 zum drittenmal in Sachsen besetzte nach seinem Sieg bei Reichenbach Zwickau belagerte wiewohl vergeblich Freiberg und schlug die Kaiserlichen und Sachsen 4. April bei Chemnitz .

Zwickau eroberte der sächsische Kurfürst zwar 7. Juni 1642 wieder zurück dagegen ging Leipzig infolge von Torstenssons Sieg über die Kaiserlichen ( 23. November ) an die Schweden verloren. Zuletzt zwang nachdem er im Oktober 1644 das sächsische Heer bei Jüterbog vernichtet und Pegau verbrannt hatte durch Kontributionen und unterstützt durch die Vorstellungen des dem schwankenden Kurfürsten den Waffenstillstand von Kötzschenbroda 27. August 1645 ) ab der wenigstens den schwersten Kriegsbeeinträchtigungen Sachsen ein Ende machte.

Der Westfälische Friede bestätigte Johann Georg I. die Erwerbungen Prager Friedens aber seine schwankende Politik kostete ihm seinem Haus die Stellung als Haupt der Protestanten.

Mit seinen Landständen lag Johann Georg vielfach in Streit wozu meist die tiefe des Landes und die fortlaufende Verschwendung des von Geldern den Anlass gab.

Johann Georg I. mangelte es an Sitte und er gab sich allzu oft Trunksucht und Jagdleidenschaft hin. Seine streng lutherische wurde von seinem Oberhofprediger Hoe von Hoenegg nach Kräften genährt. Johann Georg I. am 8. Oktober 1656 in Dresden.

  • Adaption des Artikels aus Meyers Konversationslexikon 1888/89.



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